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Der Israelit · 1882-04-12 · Heft 15 (12.4.1882) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
23 (1882)
Issue
Heft 15 (12.4.1882)
Date
1882-04-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
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HZ. 1* XXni. Jahrgang. Der Isramt Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Herausgegcben von Mi-. Lehman» in Mai»,. Mittwoch, de« IS. April S««S (1882). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirr ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Jnierate 25 Pfennige die dreigespaltene Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozuiend'.ing umer Streifband pro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitender Artikel: Ein christlicher Prediger über die Inden in Rußland. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Oest.-Ung. Monarchie: 3mal Wien. — Frankreich: 2mal Paris. — Rußland: Petersburg. — China. — Feuilleton: Parthenope. Inhalt der ersten Beilage: Leitender Artikel: Eine erneuerte Verdächtigung gegen das Schächten. Zeitungsnachrichten und Correspondenze«: Deutschland: Nürnberg. Berlin. — England: London. — Feuilleton: Lob Munitz. Inhalt der zweiten Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Höchberg. Berlin. — Oest. - Ung Monarchie: Wien. — Holland: Amsterdam. — Rußland: Petersburg. Warschau. — Amerika: New Pork. — Inhalt der dritten Beilage: Leitender Artikel: Literarischer Bericht. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mosbach in Baden. Frankfurt a. M. — Frankreich: Paris. — Spanien: Madrid. — Leitender Artikel. Lin christlicher Prediger über die Juden und die Hräuelfcenen in Jlußtand. 8. „Rochester daily Union and Advertiser“ enthält eine interessante Rede des Rev. Dr. Shaw „Ueber die Intoleranz", die er vor einem zahlreichen Auditorium in Röchest er im Hinblick auf die Gräuelsccnen, die gegen die Inden in Rußland in's Werk gesetzt werden, gehalten hat, aus welcher wir Einiges mittheilen wollen. Nachdem der Redner unter Zugrundelegung von Lucas 9, 51 die kulturfeindlichen Bestrebungen, die der Intoleranz innewohnen, erläutert und seinen Zuhörern ein Bild von den Gräueln entworfen hat, mit welchen die Juden in Rußland heimgesucht worden sind, fährt er fort: „Eine Bande aus der Hölle losgelassener Feinde würde kaum so Schreckliches vollbracht haben. Und was Böses haben sie (die Juden) denn gethan? Welches Verbrechen hat dieses Volk begangen? Wa-! ren sie Diebe? Warm sie Brandstifter? Waren sie j Mörder? Waren sie Verräther? Ich will es Euch j sagen. Sie waren schuldig ihrer Väter Söhne, sie j waren schuldig, Nachkommen Abrahams zu sein — z sie waren Juden! Höre es, Himmel! staune, Erde.'! sie waren Juden! Wehe! an einigen Orten ist es j ein Verbrechen, Jude zu sein, ein Verbrechen, derj selben Raee anzugehören, der der Stifter der christl. Re-? ligion angehörte. „„Er ist Jude!"" Das ist genug. Das! ist immer genug für einen Eiferer. Er zuckt mit I den Achseln, schüttelt das Haupt, kräuselt die Lippen! und spricht: „„Er ist ein Deutscher, er ist ein Jrish-! man, er ist ein Jude!"" Ja, er ist ein Jude, und i darum verschließe ihm dein Herz, weissage alle Art! Unglück und thue dann dein Möglichstes, deine Weis-! sagungen zur Wahrheit zu machen. Das ist die! Weise des Eiferers." > „Laßt uns niemals, theure Freunde, vergessen,! daß wir dieser verfolgten Race viel an Dankbarkeit i und Liebe schulden. Viel schulden wir Egypten, viel! Griechenland, viel Rom, — aber Alles, was wir! diesen Nationen schulden, ist wie ein Tropfen im! Eimer verglichen mit unserer großen, fast unbegrenzten Schuld, die uns dem Volke des alten Gottesbundes verpflichtet. Die Juden gaben uns unsere Bibel, unfern Sabbat, unser Heiligthum, die Juden gaben uns die besten Elemente unserer ruhmreichen i

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