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Der Israelit · 1882-02-01 · Heft 5 (1.2.1882) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
23 (1882)
Issue
Heft 5 (1.2.1882)
Date
1882-02-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXIII. Jahrgang. M s. (\ 5 Ein Herausgegeben l>ou S5r. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 1. Februar S6L2 (1882). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bozen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alte Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate' 25 Pfennige die dreigespaltene Petitzeile oder deren Raum. — Desterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francornsenvun unter Streifband pro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 st. öftere, an die Expedition sranco einznsenden. Inhalt. rieiienLe Artikel: Unsre Glaubensgenossen in stiuszland. - Mit unseren Jungen und mit unseren Alten wollen wir gehen. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Frankreich: Paris. — — England; 5mal London. Liverpool. — :Rnßland: 2mal Petersburg. — Feuilleton: Parthenope. Inhalt der ersten Berlage: Leitende Artikel: Entwicklungs-Theorie und Schöpfungs-Lehre. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Stuttgart. Mayen. Fenittcton: Löb Muniy. Inhalt der zweiten Beilage: Leitender Artikel: Literarischer Bericht. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. — Defterr. - Ungar. Monarchie: Wien. Pefth. — Aus Gyöngyös. Lemberg. Krakau. — England: London. — Fenitleton: Nochmals ein Wort über die Lage des Gartens Eden. Inhalt der Extra-Beilagen: Spenden-Perzeichnisje. Leitende Artikel. Unsere Klaubensgenossen in Uuhland. Mainz, 30. Januar. Das traurige Loos unserer Glaubensgenossen in Rußland erschüttert jedes jüdische Herz. Selbst Nichtjuden in England und Frankreich, wie zahlreiche Eorrespondenzen in unserer heutigen Nummer es darlegen, lassen laut ihre Stimmen vernehmen, um einesteils das Geschick der Bedrängten zu beklagen j und andererseits mit Nachdruck Schutz und Hilfe für sie zu begehren. Das Gefühl, das Bewußtsein, der Wunsch für jene Unglücklichen thätig zu sein und zur Linderung ihrer Leiden beizutragen, beherrschen \ auch in Deutschland jedec? jüdische Gemüth. Die; Frage ist nur: Was können wir thun? i 'Einer unserer Freunde hat bei einem dem rus- ' fischen Mai [er (laufe nahestehendem deutschen Fürstenhofe um gnädige Vermittelung zu Gunsten der russischen Juden gebeten. Die Antwort lautete dahin, daß eine solche Fürsprache schon stattgehabt und in dein Empfange der jüdischen Deputation durch des; Kaisers von Rußland Majestät einen Erfolg bereits ' gesunden habe: da der Kaiser bereits versprochen, ' die jüdischen Untertyauen zu schützen, so sei eine nochmalige Bitte um Schutz weder geziemend noch; angemessen. i Einern Gerüchte zufolge soll die russische Re- , giernng die Absicht haben, die Auswanderung der : Inden' aus Rußland auf das Strengste zu verbieten, > dagegen zu veranstalten, daß sich drei Biertheile der; dichtgedrängt wohnenden jüdischen Bevölkerung — in 1 Sibirien ansiedeln. Hoffen wir, daß sich dieses Gerücht nicht bewahrheite. Herr Rabbiner Samson Raphael Hirsch ''"4.. zu Frankfurt a. M., dessen edles Herz so warm für alle Unterdrückten und Nothleidenden schlägt, richtet an uns das nachstehende Schreiben, dessen Inhalt wir unseren geehrten Lesern zur Erwägung empfehlen: „Frankfurt a. M., 23. Januar. „Sehr geehrter Herr! „Gestatten Sie mir, eine Idee, zu äußern, die mir sehr am Herzen liegt und die ich Ihrer einsichtsvollen Erwägung nahe legen möchte. Die russischen Vorgänge und Zustände sind leider zu entsetzlich, als daß sie einer näheren Schilderung bedürften.

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