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Der Israelit · 1882-01-11 · Heft 2 (11.1.1882) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
23 (1882)
Issue
Heft 2 (11.1.1882)
Date
1882-01-11
Page
– (sequence 1)
Language
German
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M S XXm. Jahrgang. Der Israeli«. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Herausgegeben von I»r. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 11. Januar 5642 (1882). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 2» Pfennige die dreigespaltene Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Eours. — Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitende Artikel: Moscheh. — Die Tumulte in Warschau. — Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: Deutschland: Frankfurt a. M. Eolberg. Stadtoldendorf. — Rußland: 2mal Warschau. Feuilleton: Parthenope. Inhalt der ersten Beilage: Leitender Artikel: En'wicklungs - Theorie und Schöpfungs-Lehre. Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: Deutschland: 2mal Mainz. — Oest.-Unz. Monarchie: 2mal Budapest. —- Frankreich: Paris. — Rußland: Petersburg. 3mal Warschau. — Feuilleton: Lob Munitz. .2k'. Inhalt der zweittrr^Beilage: Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: Deutschland: Posen Güstrow. Hamburg. — Oesterr. - Ungar. Monarchie: Pesch, lliamesta. Gr.-Tapolesan. — Leitender Artikel. Moscheh. (Zu Paraschath 7>7d<t). Mainz, den 5. Januar.. Als Gott dem Moscheh im brennenden Dornbüsche erschien und ihn aufforderte, zu Pharao zu gehen und die Kinder Israel aus Aegypten zu führen, da sprach Moscheh zu Gott: Vw '12 n« «'in« ,njns -n o ojn 'd Dnsco „Wer bin ich, daß ich zu Pharaoh gehen und daß ich die Kinder Israel aus Aegypten führen soll?" — Und Gott sprach: „Denn ich werde mit Dir sein, und dies sei Dir das Zeichen, daß ich Dich geschickt habe: Da Du fühlest das Volk aus Aegypten, so werdet ihr Gott dienen auf diesem Berge." Sowohl die Frage als die Antwort erscheinen auf den ersten Blick unverständlich. War denn Moscheh nicht am Hofe der Pharaonen erzogen, war er nicht der Pflegesohn einer königlichen Prinzessin? War es demnach etwas so Besonderes, daß er vor Pharao erscheine? Und andererseits, war er nicht der Sohn eines geknechteten und unterdrückten! Volkes, welches in unsäglichen! Leid der Erlösung ' harrte? Mußte da sein Herz nicht aufjubeln bei dem Aufträge, diese Erlösung endlich herbeizuführen? — In der Antwort Gottes wäre der erste Theil; klar und verständlich: nur bedarf das '2, die Angabe! des Grundes, einer Erklärung; es hätte ja genügt, > wenn Gott gesprochen: „Ich werde mit Dir sein." j — Ganz unverständlich erscheint der zweite Theil! der Antwort, indem als Beweis für den jetzt ertheilten Auftrag ein Ereigniß, das noch in ferner Zukunft liegt, hingestellt wird. Mit Jakob, ihrem Vater, waren die Kinder Israels, vom Herrscher des Landes berufen, in höchst ehrenvoller Weise nach Aegypten gekommen. Als friedliche und nützliche Bürger lagen' sie im Lande Gosen ihren Beschäftigungen ob, Niemandem ein Leid zufügend. Aber sie vermehrten sich gar sehr. Da wurde der Neid der Aegypter rege ccnn t?d op'i „Und es stand auf ein neuer König." Was heißt das: Und es stand auf? Müßte es nicht heißen: Und es folgte? — Unsre Weisen erzählen: Als der Neid der Aegypter immer stärker hervortrat, da verlangten sie stürmisch die Unterdrückung der Hebräer vom Könige. Man sprach von dem

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