Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 22 (1881)
- Issue
- Heft 50 (14.12.1881)
- Date
- 1881-12-14
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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1258 fff schwarzen Mütze anstatt des rothen Fez oder Turban; in einem Betracht sich von den Mohamedanern in ihrer Tracht unterscheidend, indem sie sich nicht in den weißen Burnus einhüllen, der von den Arabern und Mauren getragen wird. Abgesehen von der Kleidung, ist der Jude leicht zu unterscheiden von dem dunkelbraunen Mauren, in deren Mitte er lebt; zum großen Theil von den aus Spanien vertriebenen Juden abstammend, unterscheidet sich seine Gesichtsbilduug durchaus nicht von der seiner Glaubensgenossen im südlichen Europa. Die Männer sind groß an Gestalt, von kräftigem Wuchs, den deutschen und polnischen Juden weit überlegen an Körperbau und Form. Die Jüdinnen tragen nicht wie die Mohamedanerinnen Schleier, oder irgendwelche Gesichtsbedeckung. Sie sind hübsch, viele von den jungen Mädchen können sogar schön genannt werden. Ihre Kleidung ist halb orientalisch, die verheiratheten Frauenzimmer tragen einen Turban von farbiger, glänzender Seide. Einige tragen ein reichgesticktes Mieder und sie scheinen an Jnwelen überhaupt großen Gefallen zu haben. Da es mir nicht gestattet wurde, einen Harem zu besuchen, so kann ich die jüdischen Frauenzimmer nicht mit den maurischen vergleichen. Die Weiber und Töchter des reichen Mauren verlassen selten das Haus. Die maurischen Frauenzimmer, welche durch die Straßen wandern und auf den Markt gehen sind in einen weißen Mantel eingehüllt, welcher „Haik" genannt wird, und ihre ganze Figur vom Scheitel bis zur Sohle bedeckt, ein Auge frei läßt und ihnen das Aussehen eines spazierenden Mehlsackes gibt! Was mir besonders aufsiel war, daß ihre Stirn nicht eine Runzel zeigte, daß selbst im mittleren Alter stehende jüdische Frauenzimmer ihre reine Gesichtsbildung behielten und ich war erstaunt darüber, wie sie unter der brennend heißen afrikanischen Sonne ihr gutes Aussehen so lange bewahren können. Ich hörte später, daß diese helle Gesichtsfarbe durch die Anwendung von kosmetischen Schönheitsmitteln erhalten bleibt. Sie werden so künstlich angewandt, daß französische und englische Damen, welche Schminke und Puder gebrauchen, in diesem Kapitel von ihren Schwestern in Tanger recht viel noch lernen können. (Jewish Chronicle.) ) t - A \ K K I W C Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. Iür Kauölungen von Kauartikel. Das Rvhrgewcbc, welches in der Baukunst immer mehr zur Verwendung kommt und durch dessen Vortheile jeder Baumeister, der damit einen Versuch machte, das Verrohren mit einzelnen Stengeln gänzlich beseitigt, hat auch im Gebiets des Handels gure Erfolge, besonders wenn dieses in Ladungen von 6000 Quadratfuß bezogen wird, dann ist die Fracht bis in die weitesten Entfernungen eine ganz geringe. Da im Frühjahr die Bestellungen überfüllt werden, so bitte die Aufträge, wenn auch spätere Lieferungen, womöglichst bald zn ertheilen. Diejenigen, die sich diese 'Artikel einsühren wollen, erhalten Muster nebst Preiscouraut franco. Mechanische Rohrgewebe - Fabrik von Jacob Cohn, 4217) Franstadt in Posen. Unterzeichneter nimmt Bestellumg auf Iftc Qualität Mafchirren-Mazzoth au; dieselben, von denen 10—12 Llück auf ein Pfund gehen, sind sämmtlich unter strengstem -'üon augesertigt. David Strautz, Mazzen-Fabrik. Große Emmeransstraße Nr. 2, Maiuz. Stuf Verlangen bezeuge ich dein Herrn Bäckermeister David Strauß von hier, daß derselbe in Bezug ans nntGO und pon I’jya nn’n* das vollste Vertrauen verdient und daß die von ihm angesertigten Mazzoth p'Op'O DHP '7>3t mn DH0 ^3 am Peßachfeste genossen werden dürfen. 4230) I>r. Lehmann In Kommis Jsr. (Deutscher), in der Herrencons. und Manusacturbranche bewandert, sucht Stelle als Verkäufer oder Buchhalter. Qsserten unter Nr. 4229 befördert die Erpedilion d. Blattes. Heiraths-Gefnch. Ein Wittwcr (Israelit), 38 Jahre, mit 4 Kinder von 4 bis 12 Jahren, Inhaber eines rentablen Manufactur-Detail-Geschäfts in einer Großstadt Norddeutschlands, sucht eine Dame in den dreißiger Jahren mit einem disponiblen Vermögen von mindestens 10.000 Mark, angenehmem Charakter und Sinn für Häuslichkeit, zu ehelichen. Vertrauensvolle Qss. nebst Photographie unter Ehisfrc 4216 befördert die Erpedition d. Blattes. <4216 Diskretion selbstverständlich. ^^er Unterzeichnete sucht in sein, an Sabbath-, Fest- und Feiertagen streng geschlossenes Colonial- Manmactur- und Landesproductengeschäft einen mit den nöthigen Schulkenntnissen versehenen jungen Manu in die Lehre. Kost und Logis im Hause. Anspach bei Kissingen im Dez. 1881, 4220) Hermann Herz. i