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Der Israelit · 1881-11-02 · Heft 44 (2.11.1881) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 44 (2.11.1881)
Date
1881-11-02
Page
– (sequence 16)
Language
German
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1104 Amoeneburg. Mittwoch früh — zwo 'j — ist Herr Hirsch Straus dahier im 77. Lebensjahre gestorben. Derselbe zählte zu denjenigen Männern, die leider immer seltener werden in unsrer Zeit. In allen Richtungen seines langjährigen Lebens bewährte er sich als ein z'rin vb, cibc 7-17 und p7i iiMt. Als Mitglied und Th-ilhabcr der schon über 50 Jahre ehrenvoll dastehenden Handelsfirma „Gebr. Straus" hat er jederzeit durch redlichen Fleiß, durch strenge Rechtlichkeit und Friedensliebe nach Innen und Außen sich ausgezeichnet. Treuer, zärtlicher Gatte, liebevoller Bater, war er unablässig bestrebt, seine zahl reichen, alle versorgten Kinder, Löhne und Töchter, zu brauchbaren, nützlichen Luetischen, zu wahren und frommen 2*717’ zu erziehen. Selbst ein mm j7)P, hat er mit nicht geringen Opfern, einen seiner Söhne, mehrere Jahre hindurch dem 771,7? v«: ft7>»r>3 hingegeben. Der Gemeinde, die viele Jahre hindurch in näherer und weiterer Umgebung als Muster galt, und leider in jüngster Zeit durch Wegzug und durch den Tod empfindlich gelichtet wurde, war er stets eine feste Stütze, Gutes urd Frommes oft anregend, und beharrlich zur Ausführung zu bringen. Als langjähriger i’pm ^3 war er bezüglich des Gotteshauses einer von den c’jicfn? mtr. Roch am jünsten c’7it:r vi> wohnte er, mit weniger Unterbrechung, in wahrhafter Andacht dem Gottesdienste bei, den jnb t7p? eröffnend und schließend. Und wie sein Leben, bescheiden und ruhig, so war auch ein Tod, sanft und mild. Ein außergewöhnlich großes uud ehrenvolles Geleite aus Nahe rmd Ferne 'olgte seiner Bahre, nachdem vorher Herr Provinzialrobbiner »r. Munk im Trauer- Hause in längerem, tiesrührendem Bortrag über: 'ui 7E3 07f> bc 17-270 b5rnn? b: eingehend gesprochen. Am Grabe ward von Unterzeichnetem, nnknüpsend an die Worte: b-17-27 ^mv 'ui i:*: C7f> noch Einiges nachgetragen. 3864) p’7i '*n* cbui 7:1b L. Aufruf! ^Ter Jeirherige Lehrer Talomon Aschenbrand hat im Juni v. I. die hiesige Lehrerstelle niederlegen müssen und ist seit der Zeit außer Stand seine zahlreiche — 13 Personen zählende — Familie zu ernähren. Die Bedürfnisse für dieselbe sind täglich gar gr. ß. nehmen aber mit dem bevorstehenden Winter noch stark zu. Die hiesige Gemeinde und Umgegend hat die Familie des rc. Aschenbrand schon seil Jahren unterstützt, ist jedoch nicht in der Lage, der Noth derselben dauernd abznhelsen, da fich leider gar zu viele Bedürftige an deren Mitleid wenden. Wir appelliren deshalb an den bekannten WohlthätigkeitZfinn unserer Glaubensgenossen in Nah und Fern und bitten um Gaben für diese sehr arme und bedürftige Familie, mit dem Bemerken, daß die eingehenden Gelder von den Unterzeichneten nach bestem Gewissen verwaltet werden. Gaben werden entgegengenoinmen von Sr. Ehrw. dem Herrn Prov.-Rabbinen Dr» Cahn in Fulda, der Expedition dieses Blattes und den Unterzeichneten, die deren Empfang s. w. in diesem Blatte beicheinigen werden. Niederanla, am 23. October 1881. Der Lehrer.' Gabriel Oppenheim (früher in Schermbeck). 3863s Der Shnagogen-Aellefie: H. Plaut. COT’ DJ) D’cnn r’-lDD . nire 711-22 iunx ,mn'72 .anirn» ,->'-1,2171 ,7>ibS7i p'i’Sn mnro jüdischen Eltern ist Gelegenheit geboren, <\5 ein von jnd. Eltern außerehelich gezeugtes schönes Mädchen von 7 Jahren an Kindesstatt auszunehmen. Dasselbe ist von seinen unnatürlichen Eltern im zanen Alter von 6 Wochen böswillig verlassen und bei einer ckristl. Familie untergebracht worden, die dasselbe bis jetzt unentgeltlich in Pflege gehabt. Jetzt wollen sie 'das Kind nicht länger behalten und steht zu befürchten, daß dieses durch einen evangelischen Geistlichen der 7vzugesührt werden wird, wenn nicht bald jüd. Eltern sich über dasselbe erbarmen. Es bedarf hierbei wohl kaum des Hinweises auf die große run, die mit dieser großen Wohlthat geübt wird vb'L'? b? :>:v >b'7- ,:77-'v ,777 iUi? b;! Jede nähere Auskunft ist Unterzeichneter zu ertheilen gern bereit. <3857 Iserlohn. M. Rosenwald. D 1) ie bei mir eutgegangenen Spenden für Ere; Jsroel: Der Ertrag aus den Ehatl. - Büchsen Mk. 284. - 2) für Erez - Jsroel - Erde Bk. 238. 3) Jahresbeiträge .... M. 108.? 4) Für Mach. Hasch., Madn.-J. u. sonstige Spenden . . M. 208. zus. M. 838.! habe ich heute an das Comitö nach Amsterdam gesandt. Jonas Pondi. ' Mainz, 28. October 1881. (3862 ' k^ic Stelle eines Eantoes und Religions-! lehrers ist sofort zu besetzen. Gehalt 1 Bi. 500 nebst freier Wohnung und Heizung.! Oualificirte Bewerber wollen sich baldigst melden. Bönstadt bei Friedberg (Hessen). 3869) Der Borstand Levi Hofmann. Wohnsitz-Empfehlung. Um in Zell bei Würzbnrg, wo bekanntlich Gelegenheit geboten ist zum Thora- , Lernen, beständiges;’:r> zu erhalten, wäre es wünschenswer'th, wenn selbständige Personen oder Familien, deren Auskommen l ohne Geschäftsbetrieb gesichert ist, ihren! Wohnsitz daselbst nehmen werden. Eultusi steuern keine, Lebensunterhalt billig. Aus- > kunst ertheilt Die Uuterzcichueten machen hierdurch die Mittheilung, daß sie fich mit dem 1. September d. I. als Buchhändler etablirt haben. Sie ersuchen die Herren Buchhänder. Verleger und Händler in -»,-,'br? :c. ganz ergebenst, ihre Eataloge, Prospecte, Preis- 'ourante N. s. w. au ihre 'Adresse Meuwe Amstelstraat ’.U'r. 26 einznschickeil. 'Amsterdam, 25. Cctober 1881. (3871 > Orevvkek & Co. CVcfy sncbe zum pn ein gut empfohlenes, l)Liin Bäcker und Eonditor, der selbitäudig -O braves. jüdisches L'iädche» . welches! arbeiten kann, znm 1. Dezember ge- Küchc und Hausarbeit gründlich verstehn j sucht. 3611) L. Dcvries. Erefeld. 3859) Leopold Kaufmann, Reuß, Oberstraße 81. 3853) I. Nosenbaum. Lehrkingsgefueh. Für ein Consectious-Gcschäft en gros er en detail wird ein junger Mann mit guter Schulbildung gesucht. Samstag und Feiertage streng geschlossen. Kost und Logis im Hause. Offerten unter Nr. 3868 an die Erpcd. d. Bl. Berantwortliche ckiedaction: Dr. Lehmann in Mainz. — Verlag und Expedition des „Israelit" große Bleiche 45. I. G 0 l t s I e b c n'ö Vuchdrnckerei < Mainzer Anzeiger 1.

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