Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 22 (1881)
- Issue
- Heft 36 (7.9.1881)
- Date
- 1881-09-07
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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917 den Angeklagten sowohl der Anreizung zu Gewaltthätigkeiten, wie auch der durch den Angriff auf den Händler Müller geschehenen Verübung groben Unfugs für schuldig und erachtete die von der Staatsanwaltschaft beantragte Strafe (3 Monate Gefängniß und 14 Tage Haft) für angemessen. Drei Wochen Unsuchungshaft hat Koohls außerdem bereits erlitten. Frankfurt a. M. Dem siebenten Jahresbericht der isr. Waisenanstalt zu Frankfurt a. M. entnehmen wir: Im Laufe des Jahres wurde ein hiesiger Waisenknabe, 6 Jahre alt, in die Anstalt ausgenommen; dagegen wurde ein Zögling nach beendigtem Schulbesuch aus derselben entlassen, so daß die Zahl der Pfleglinge wie im vorigen Jahre 23 beträgt. In nächster Zeit werden zum Zwecke des Eintritts in den bürgerlichen Beruf zwei Knaben die Anstalt verlassen und wird alsdann der Unterhalt von vier der Anstalt entwachsenen Zöglingen aus den Mitteln des zu diesem Zweck begründeten Moses und Clara Schiff'schen Unterstützungsfonds zu bestreiten sein. Im Hinblick auf btc somit gesteigerten Ansprüche halten wir den Freunden unsrer Anstalt auch diese die Thätigkeit derselben ergänzende Stiftung zu wohlwollender Berücksichtigung bestens empfohlen. Der Seitenbau, dessen Errichtung wir einer hochherzigen Schenkung der Freifrau W. C. v. Rothschild verdanken, wurde noch im Laufe des Sommers fertig gestellt. Die Räumlichkeiten des Neubaues, welche bald darauf für die Anstalt in Benutzung genommen wurden, haben sich seitdem in allen Theilen zweckentsprechend erwiesen, und je zuversichtlicher wir hoffen dürfen, damit eine wesentliche Verbesserung der räumlichen Verhältnisse für die Anstalt gewonnen zu haben, desto mehr fühlen wir uns verpflichtet, auch an dieser Stelle dem Gefühl des Dankes gegen die geehrte Wohlthäterin Ausdruck zu geben, deren unvermindert fortbestehendes Interesse für die Anstalt sich in ehrendster Weise bethätigt. AIVZEIGES. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Pensionat in Eeilbmnn a. N. Infolge ordentlichen Austritts von Pensionären fänden mit den: Beginn des neuen Schuljahres der hiesigen höheren Lehranstalten — Mitte October d. I — etliche Knaben entsprechende Aufnahme in Kost, Logis und Aufsicht bei (3271 S. Loewenstein, Lehrer und Vorsänger. Ein zuverlässiger Schatchner wird gesucht. Offerten sub M. 1499 an Rudolf Rosse, Nürnberg. (3286 ß&iit isr. Mädchen in ges. Jahren, das im ys Kochen sehr firm und im Haushalt erfahren ist, sucht Stelle. Gute Zeugnisse stehen zur Seite. Offerten unter Z. Nr. 4 postlag. Jauer in Schles. erbeten. (3259 einen jungen Mann, welcher bereits O in der Tuch - ober Manufaeturbranche mit Erfolg gereist hat, sowie für einen Lehrling von achtbaren Eltern ist in m. Geschäfte eine Stelle vacant. Sonn- und Festtage geschlossen. 3275) S. Meyer HI. in Euskirchen. suche für mein Tuch -, Manufactur- <0 und Modewaaren-Geschäst einen Lehrling. Eintrit kann sofort geschehen. Max Hamburger, 3288) Aschafsenburg. <^ür das Comptoir unsrer Branntwein- 7) Handlung und Liqueur - Fabrik suchen wir einen Lehrling mit guten Schulkenntnissen. Samstog und Feiertage geschlossen. Kost und Wohnung im Hause, Schwarzschild & «lauberg, 3258) Hanau. -rayn HD Sod Ha-Jbbur. Praktisches und nützliches Handbuch. in welchem in 70 Tabellen jedes Datum der 1 jüdischen und bürgerlichen Zeitrechnung, mit! Angabe des betreffenden Wochentages, einan-! der gegenüber gestellt ist. Das Handbuch beginnt mit dem Jahre 1861 und erstreckt sich bis zum Jahre 1930 incl., somit auf 20 verflossene und 50 kommende Jahre, lleberdies enthält dieses Buch eine genaue Berechnung der Neuinonde ("6id) u. des Beginnes der so daß die häufigen Jrrthümer in den gewöhnlichen vermieden «erden können. Außerdem ein praktisch eingerichtetes Familien - Matrikel zum Einträgen denkwürdiger Familienereigniss¬ und fünfzigjährige Jahrzeittabellen, so daß der Jahrzeittag ohne jede Berechnung bestimmt werden kann. Die dem Werke vorgedruckten Gutachten von hervorragenden jüdischen Gelehrten empfehlen dieses Werk auf's Beste und betonen besonders die G-- nauigkeit der Berechnungen. Den Herren Rabbinen, (santoren und Lehrern besonders zu empfehlen. — Preis 2 Mark oder 1 Gulden öst. Währ. Zu beziehen durch den Verf. David Friedländer, Budapest, Neuermarklplatz 8. Gegen Franco - Einsendung des Betrages wird das Werk portofrei zugesendet. (3267