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Der Israelit · 1881-08-10 · Heft 32 (10.8.1881) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 32 (10.8.1881)
Date
1881-08-10
Page
– (sequence 2)
Language
German
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794 modernen Juden sich taufen lassen — beileibe nicht! Das sei, meint er, eine noch größere Gefahr, wie es die Geschichte der Marannen in Spanien bewiesen habe. Was verlangt er denn? Man höre und staune: „Wollen aber," sagt er, „um jeden Preis die Juden auch der Nationalität nach Deutsche werden, nun dann müssen sie alle jüdischen Schranken niederreißen, dürfen ihren Kindern nicht mehr das Zeichen der jüdischen Nationalitätszugehörigkeit einschneideu, müssen alle Speiseverhote und was sonst die volle Gemeinschaft hindert, aufheben." Kann man sich etwas Thörichteres denken? Man beklagt sich über die Religionslosigkeiten der modernen Juden, man bezeichnet sie als einHersetzendes Ferment, welches dazu beiträgt, dem deutschen Volke seine Religion zu entziehen, und will andererseits die Juden zu systematischer Religionslosigkeit verpflichten! Die übrigen Vorschläge sind noch lächerlicher. Um die deutsche Presse zu entjuden, solle der Staat ein Jnseratenmonopol errichten; nur vom Staate edirte Tagesblätter sollten künftighin Anzeigen aufnehmen dürfen. „Dann," meint der Vers., „wäre das deutsche Volk die jüdische Presse los. Denn," so lautet sein Orakelspruch, „wenn es kein einträgliches Geschäft mehr ist, Zeitungen zu ediren, so treten die Juden von selbst zurück." Der Name „H e m a n" scheint uns ein Pseudonym zu sein, hinter welchem sich vielleicht ein jüd. Renegat verbirgt. So manches Wahre, Halbwahre und Falsche, was der Verfasser aus dem Talmud citirt, halbverstanden oder ganz mißverstanden hat, scheint uns aus Jugendreminiscenzen zn beruhen. Der Herr nimmt seinen Mund voll reingermanischer und antisemitischer Redensarten, und doch ist der von ihm gewählte Name ein semitischer. (Vergl. I. Buch der Könige Cap. 5, V. 11, II. Buch der Chron. Cap. 2, V. 6. Heman und seine Brüder Ethan, Chalkol und Darda, die Söhne des Serach, des Sohnes des Jehudah, waren berühmt durch ihre Weisheit; sie alle übertraf Salomon. Ein anderer Heman war ein Levite, ein Sänger herrlicher Psalmen. Psalm 88, 1.) . «Die historische Weltstelluna der Juden" ist ein Thema, welches ^ü kMtern wichtig und von größter Bedeutung ist. Wer es behandeln will, muß das Judenthum genau kennen und die großen Ziele der Menschheit zu überschauen im Stande sein. Wer ein unbefangenes, unparteiisches, auf ernster Forschung und auf dem granitnen Felsen der Wahrheit basirtes Werk darüber schreiben möchte, würde sich den Dank der Juden sowohl wie der ganzen Menschheit erringen. Dieses Thema ist ein zu großes, als daß es in einer Broschüre erörtert werden könnte. Auch wir hegen nicht den Plan, dieses große, gewaltige, die ganze Welt umfassende Thema erschöpfend en D zu behandeln. Wir wollen uns damit begnügen, i den nachfolgenden Artikeln einen Theil der Jrrthi mer, Fälschungen und Unwahrheiten, die von de! Antisemiten jetzt so häufig vorgebracht werden, z beleuchten und richtig zu stellen. m - - (Fortsetzung folgt.) erfüll! onne >irb. Israels Trost. Von Naphtali Simon. ab nDNM ~\sw pipi n’tpp.i O'SL ro'bp ’nD'pni 2'L'PI. „Ich habe euch Wächter bestellt; — höret de Stimme des Schofars! — Sie aber sprachen: wi ^vollen nicht hören!" (Jirmijah 6, 17.) D ren g hwach öltet, iktzelt er Ja es Rer Lange zuvor und während die verhängnißvoll \r y}e Katastrophe den jüdischen Staat und den heilige Tempel ereilte, hatte Gott o-su „Wächter" bestell welche von hoher Warte „hinausschauten" in die na und ferne Zukunft. Ihre Worte sind der Schofarru Gottes, welcher mahnend und warnend das Herz de Volks treffen will: — „sie aber sprachen: wir wolle nicht hören," wollen nicht das Gotteswort verneli men, wollen unempfindlich bleiben für die Mahnung für die Warnung. 1111.1 ip'x yjpö Non „Der Prophet ii ein Narr, wahnwitzig ist der vom Geiste Gottes er faßte Mann;" - also tönte es den von Gott sandten Männern aus des Volkes Kreisen entgegen also äußert sich auch in unseren Tagen eine zeitge nösfische Weisheit über die Verheißungen, welche dar kostbarste Kleinod Israels und der Menschheit sind Aber trotz der alten und neuen Verblendung bleibt ewige Wahrheit, was der Propheten Mund im Namen Gottes ausgesprochen. Was sie, die Propheten, diew-ry. geschaut übe: das Q'D'.i nnne<> „über das Endziel der Geschichte," >ie sie nd fiel livb ung ist die einzige, ewige Wahrheit, deren Verwirklichung mes 3 die Entwickelung der Ereignisse bringen wird, wie es sich bewahrheitet hat, was sie über die Zeit, welch bereits hinter uns liegt, verkündet. Derselbe Jesajah, welcher lange zuvor (etwa )leppt 150 Jahre vor dem Zusammenbruche des Staats gesprochen: Dsny nooip opyiN, „euer Land ist verwüstet, eure Städte sind eingeäschert," derselbe Jesajah hat auch hineingeschaut in die finstere, bang Nacht des tiefsten Elends, das Israel unter Edow Seir's rauher Bruderhand harret, aus welchem de: angstvolle Wehruf der Gemarterten, Gehetzten und Gehöhnten zu dem Wächter, dem idit, dem „Hüter" Israels und der Menschheit empordringt: „War wird aus der Nacht?" na idip. Wird sie nimme: enden diese Nacht? Wird ewige Finsterniß die Erde bedecken? Wird kein Lichtstrahl in dieses Düster fallen? Wird kein Morgenroth uns wieder lächeln? ch ach Di rael „e Wurzel ine S kein npfind m gei id als hteten ahrlick itet, r if ihn chlag le irr! ünde drückt, wie Mmm Un rechen rrs— broche Mega, e Erdl >ch üb »er dir chte i trahls nkreis, mmen

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