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Der Israelit · 1881-07-27 · Heft 30 (27.7.1881) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 30 (27.7.1881)
Date
1881-07-27
Page
– (sequence 2)
Language
German
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746 tritt die Klärung ein, und dann erst ist es Wein, welcher das Herz des Menschen erfreut. Gerade so ergeht es Demjenigen, welcher der Thora lebt. Mit den größten Schwierigkeiten und Hindernissen hat er zu kämpfen, um sich die Thora zu eigen zu machen. Anfangs schmeckt das erlangte Wissen süß. Dann aber tritt die Gährung ein. Da sieht es herb und bitter aus in dem Gemüthe des Lernenden. Die Leidenschaften stürmen und der Zweifel nagt. Da sprengt wohl manchmal der gährende Wein das schützende Faß und beide sind unrettbar verloren. Wohl dem, welcher die Leidenschaften bekämpft und den Zweifel zurückweist oder überwindet. Dann tritt nach der Gährung die Klärung ein und die gewonnene, feste Ueberzeugung wird zum Segen für den, der sie errungen, wie für die ganze Menschheit. Aber der junge Wein gährt mit jedem Frühling noch einmal, bis er endlich im Laufe der Jahre seine Kraft, sein Aroma, seinen Wohlgeschmack ungetrübt zu entwickeln vermag. So auch der Talmid Chacham. Vielfach erneuern sich ihm die Kämpfe, bis er sie vollständig und ganz überwindet. In neuerer Zeit ist das Fälschen des Weines nur zu sehr in die Mode gekommen. Mit Blausäure, Glycerin, Himbeersaft, Traubenzucker, Weingeist, Spiritus, Natron und hundert andern Dingen wird ein Getränk hergestellt, das zwar den Namen Wein führt, aber aller guten Eigenschaften desselben entbehrt; es gibt nicht allein keine Kraft, es zerstört die Gesundheit. Es ist eben halt verbesserter Wein! Und geschieht es nicht gerade so in unsrer Zeit mit dem angeblichen Verbessern unserer heiligen Religion? Allerhand süße, scharfe und giftige Ingredienzien werden zusammengethan, und die sollen uns den guten alten, reinen Wein, den Gott uns hat wachsen lassen, ersetzen, den Wein, von dem es heißt: '■ft tsmp, „heilig zur Lobpreisung dem Herrn". rDJ3 mo« , nanat ’Py i^m nu Pn usoan * jnji wd n? ,s" bv r6nj n"ap"n »j*ran ,n2nxD crntepi o»a?ö a*vyai nitsfot min »fcn ov .nan« »by 3’ron wn snn „Er hat mich gebracht in das Haus des Weins und sein Panier über mir ist die Liebe. Es spricht die Gemeinde Israels: es hat mich gebracht der Heilige, gelobt sei Er, in den großen Weinkeller, das ist der Sinai, und hat mir gegeben daselbst Schaaren von Lehren und guten Thaten, und ich habe sie empfangen in Liebe, wie es heißt: Und sein Panier über mir ist die Liebe." Unverändert, unvermischt, unverfälscht ist uns der gute, reine, alte Wein der Gotteslehre von unfern Eltern überkommen, und wir, wir wollen ihn rein erhalten. Es straft doch das Reichsgesetz die „Weinverbesserer"! Und sollte Gott es zulassen, daß der edle Wein, den Er uns gespendet, von thörichter Hand „verbessert" werde? fcOpN 'n DBQ) N8TN mjnifr’ 012 Den Becher des Heils, den Gott uns gereicht, wollen wir Hochhalten und Seinen heiligen Namen anrufen. (Schluß folgt.) Literarisches. In Bezug auf die in Nr. 28 veröffentlichte Recension des Werkes „Aramäische Pffanzennamen" geht uns von dem Verfasser des Werkes, Herrn Immanuel L ö w, folgendes Schreiben zu, welches wir mit den Gegenbemerkungen unsres Recensenteu hiemit veröffentlichen. Was der Herr Rec. über «awp — ayn sagt, steht bei mir unter Berufung auf o"3o-i, auf den es mehr ankommt als auf p-wn nwan, den ich häufig anführe. (Anmerkung des Rec.: Ich wußte wohl, daß das Werk angeführt wird, deßhalb habe ich in Paranthese meiner Verwunderung Ausdruck gegeben, daß dasselbe nicht auch hier angeführt wird, weil es mir bemerkenswerth schien, daß Josef Schwach, der doch Raschi's Erklärung vor sich hatte, dennoch die andere Erklärung mit solcher Bestimmtheit vorzieht, und weil seine Widerlegung des i"am berichtigen wollte.^ Daß ich mich für die Bedeutung eines talmudischen Wortes auf den Rabli berufe, ist wohl berechtigt. Wenn «sp nicht «nwa bedeutet hatte, so wäre das Mißverständniß nicht möglich gewesen. (Meine Widerlegung zeigt zur Genüge, daß auch diese Annahme unberechtigt ist.^ Das Versehen in Bezug auf thtio habe ich im Buche selbst, S. 424, Z. 21, berichtigt und als „zu streichen" hezeichnet. (Ich hatte die Nachträge durchsucht und keine Berichtigung gefunden. Jetzt durch den genauen Hinweis des Verf. bemerke ich freilich die, unter einer Masse von Notizen vergrabenen, drei Worte ,,(&t§] zu streichen". Die Berichtigung hätte ausführlicher sein dürfen, namentlich wäre eine Erklärung des m»;id am Platze gewesen^ Der Herr Recensent wirft mir vor, ich habe bei aiso an die Mischnah in man vergessen. Er hat wohl die Stelle bei mir nicht genau gelesen. Ich sage: „Haggadisch Schüler damit verglichen. Sifre H. 48. Uebrigens vergleiche man Levysohn Zoologie des Talmuds S. 344," wo selbstverständlich die Jedem geläufige Stelle steht. Darum habe ich sie nicht angeführt. (Das Buch von Levysohn besitze ich nicht und war mir auch nicht zugänglich; ich bezog den Hinweis auf etwas Anderes.j Zu p'ns -,s habe ich zwei Fragezeichen gesetzt und habe es nur ausgenommen, weil Schönhack es trrtl Unsi die dien wm anfi pnE dere aber For der er fc mir daß von dem stan ents, für triff kam wie sagt 07V 3 Gru Pflc O'^L solle unte keil weil ryn Fra ich auch tung Gew Zei mich nach^ her, Husc Bert gegei raeli

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