Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 22 (1881)
- Issue
- Heft 29 (20.7.1881)
- Date
- 1881-07-20
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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pSfacbjruf^ Jmpfingen bei Tauberbischofsheim. Die isr. Gemeinde dahier hat einen schmerzlichen Verlust zu beklagen. Karpline, die Frau des Herrn Lehrer Neumann dahier, ist nicht mehr. Am;mn 'j hauchte sie ihren Geist aus. m,3 umuttf ’D’ mttf D*y3r sagt König David in seinen Psalmen. Dieses Lebensziel hatte sie nahezu erreicht und eure 25 Jahre lange zufriedene glückliche Ehe verlebt. Sie war noch eine jener Frauen, von denen das jetzige Zeitalter leider nur sehr wenige auszuzählen hat. niTDn3' ril’JSD wandelte sie den Pfad des Lebens. Möge der Allgütige, der das Heilmittel für die Wunde geschaffen, bevor er sie schlägt, Balsam streuen auf die Wunden des nun alleinstehenden fast trostlosen Mannes, und die Dahingeschiedene in Frieden ruhen lassen und weitere Unglückssälle von uns abwenden. Nathan Heumann. Verden in Hannover, 14. 3uli. Grft heute fomme ich dazu, mir die Spalten Ihrer geschätzten Zeitschrift zu erbitten, um über das Hinscheiden eines mm’ tP’N zu berichten, dessen Verlust nicht allein von den Kindern, Enkeln und Verwandten beklagt und beweint — sondern auch von zahlreichen Freunden, Bekannten und den verschiedenen Ständen und Classen aufrichtigst bedauert wird. orrox V'3 in, David Levisohn ist nicht mehr, 'pp« ihn np1? o denn Gott nahm ihn zu sich po 3 "3, nachdem seine an Frömmigkeit und Religiosität ihm gleich gesinnte Gattin riD^iP Vn r3 D'iD ihm vor 5 Monaten vorangegangen, so daß man die Worte Davids auf sie anwenden kann: D'3nNjn mSJ «p DniD3) on’TD D’O'ymi. Sie lebten 47 Jahre in Liebe und Treue miteinander zu Wandsbeck, wo sie mit vereinten Kräften ihre Kinder für Gott und Seine heilige mm unermüdlich erzogen, doch nicht bloß durch süße und sanfte Worte, sondern was mehr noch fruchtet, durch ein eigens hellleuchtendes Vorbild, das sich tief dem Gedächtnisse einprägt und sich nicht so leicht verwischen läßt. Mit welcher Freude und Wonne sie die O'I'V /D"i mn3^ empfingen, mit welcher Trauer und Niedergeschlagenheit sie den O’rvjyn der py 'p'3-r cntgegengmgen und wie freudig und gern sie cmon 'o3: moy mrn übten, weiß nur der zu beurtheilen, der Augenzeuge hiervon gewesen. Der p-j, upjr Cohn aus Altona, der ein intimer Freund des Verstorbenen gewesen und auch zu dessen mp herbeigeeilt kam, äußerte: „Das war ein mm'lv'8 alten Schlages! Ja, es war ein Mann, dem kein Opfer zu groß erschien, auch nur die kleinste o”pD rpjjo zu sein, der mit ängstlicher Sorgfalt wachte mp mS03 mmn~3, der fern vom häuslichen Kreise, mit rastloser Thätigkeit für seine zahlreiche Familie den Erwerb seines Hauses aus die redlichste Weise zu erschwingen und zu mehren bedacht war, so daß die Schriftstelle auf ihn Anwendung finden kann: 'j'yo mm nS’33 mpi mn '3P3x oi'3 m”n „Wo ich am Tage war, verzehrte mich die Hitze, der Frost des Nachts, und der Schlaf wich aus meinen Augen." Dennoch aber ließ er bei allen Strapatzen und Entbehrungen, die während der 6 Werkrage über ihn vrrhängt waren, bis ihm endlich der tgnp n3tP winkte, um ihn wieder seinem pm zuzusühren, auch nicht die kleinste msö unerfüllt, außerdem spornte er noch Andere für Gott und Seine n»npn mm an und trat mit Eifer gegen Jeden auf, der das unverfälschte Judenthum durch Neuerungen zu verdrängen suchte. Ach! solch' einen Mann nicht mehr in der Mitte Israels zu wissen, wahrlich, das ist ein Verlust für das ganze Judenthum. So schied er denn nach nur zweitägigem Krankenlager plötzlich und unerwartet im vollendeten 71. Lebensjahre bei noch seltener Rüstigkeit und vollem Verstände bis zum letzten Augenblicke, fromm und gottergeben, von seinen Angehörigen und in demselben Monate, in welchem er vor 47 Jahren in beit heiligen Bund der Ehe trat, mit der ihm vorangegangenen Gattin im Jenseits wieder vereint zu werden. Mögen Beide dort den Lohn ihrer guten Handlungen empfangen und genießen die Frucht ihrer guten Thaten! Vor ihnen gehe ihre Frömmigkeit her und ebne ihren Schritten den Pfad! 'p □ n’JSP mpm. — fl. (2508 soeben erschien und ist durch jede Buchw Handlung zu beziehen: ps:> a"om nittP m1? Jllrrstrirter D. Ilmittellkalellöer pro 5842 (1882). Heransgegeben von Julius Meyer, ca. 200 Seiten 8°. Preis eleg. geb. 1 M. Wir ersuchen alle Diejenigen, namentlich die Herren Lehrer, die sich für den Absatz nnseres Kalenders interessiren, stch direct mit uns in Verbindung zu setzen und steht Prospekt mit Rabattbegünstigung zn Diensten. Halberstadt. 2486) H. Meyer's Verlag. jüdischer Kalender (mb) pto 5642 ist erschienen und durch Unterzeichneten sowie die bekannten Buchhandlungen zu beziehen. Th. Schatzky, Buck,- und Steindruckerei, 2493) Breslau, Wallstr. 14. <7^ie Herren Rabbiner, Lehrer, Gemeinde- und Eultusbeamten bitte ich, meinen 200jährigen praktischen Umrechnungskalender o'ny yopP nnso franco zur Ansicht zn verlangen. Jost, 2 Ldrbde., schönes Ex. 25 M. JPmon Berlin, groß Papier, Lwd. 4 M. O'msi O'L'L Geiger, br., neu, l M. 50 Pf. ]n3I n3T (Stathagen) Pb. 2 M. Delitzsch, Habakuk, 1843, br. 2 M. Rosenfeld, Stunden der Andacht. Dinkelsbühl 1834. Bd. II u. III, Pbde. 2 M. 50 Pf. L. Cohen, 2496) Lehrer in Rees a. Nh. 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