Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 22 (1881)
- Issue
- Heft 28 (13.7.1881)
- Date
- 1881-07-13
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XXII. Jahrgang. M 28. Der Israelit Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Herausgegeben von I>i% Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 13. Juli 3641 (1881). Ticst Zeitung ericveinr wöckemlick einmal, Miltivocks, in nnndestens 2 Logen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man aöonniri ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Lstnnige die dreigeipaiiene Pelitzeile oder deren Raum. — Oesterreiclnsche Lanknoren laut liours. — Directe Francozusendung unter Ltrcisband pro Fahrgang 12 Reichs-Atark oder 7 st. österr. an die (Expedition franco einznfenden. Inhalt. leitende Artikel: Tie Welt des «Leistes. — «Legen «Lrätz. — Literarischer Bericht. — Zcitungsnachricknen und Korrespondenzen: Deutschland: tsöln. Meiningen. — C est.-Ungar. Monarchie: Wien. Wien. Wien. Prag. — Frankreich: Paris. — Feuilleton: Akiba. Inhalt der ersten Beilage: Leitender Artikel: Literarischer Bericht. Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Würzburg. Feuilleton: Salomon Rothenberger. — Inhalt der zweiten Beilage: Leitender Artikel: Literarischer Bericht. Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Rußland: Petersburg. Inhalt der dritten Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Hirschbcrg. — Palästina. — Inhalt der drei Extra-Beilagen: Lpenden-Derzeichnisse. Leitende Artikel.?ie Welt des Heißes. XI. Mainz, dm Ü. Juli. Ter Prophet vergleicht ferner die Thora dem Weine j« i»no «pa nas? öS! Daher wird auch das Bolk Israel als Träger der Thora der Weinberg des Ewigen, des Herrn der Heerschaaren, genannt. nwrs 'i D23 'D Der Weinftock gilt allgemein als die edelste : Pflaitze und seine Frucht als die kostbarste. Dies ' spricht sich auch in den mannigfaltigen Segenssprücheu j aus, welche die Frucht des Weinstocks erfordert. Wer j unreife Trauben, -c'~, genießt, spricht die Berachah >^222 ''nj t?i2nr; wer halbreife Trauben ra^n; ißt, sagt nc-iNn ns »nia, bei reifen Trauben wird pyn '-'s und bei Wein p)2 '22 ^212 gesprochen. kleine Pflanze erfordert so viele Pflege und j eine so sorgsame Behandlung wie der Weinstock, j Will man einen Weinberg anlegen, so hat man die Bodenbeschaffenheit zu untersuchen und auf die Lage Acht zu geben. Der Erdboden rnuß fett und kräftig sein, die Lage derartig, daß von Morgens früh bis Abends spät der Sonnenstrahl dort lagert. Um die natürliche Fettigkeit des Bodens zu fördern, muß j er gedüngt und der Dünger gehörig verarbeitet werj den. Tann geht es an die Auswahl der anzupslan- 1 zenden Reben. Es dürfen nur Sprossen vvlt edlen Stöcken genommen werden. Haben die Schößlinge Wurzel geschlagen und schießen empor, so muffen sie in sachverständiger Weise behandelt werden. Jeder Weinstock bedarf einer Stütze. Die wilden Reben müssen hinweggefchnitten und die Tragreben in entsprechende Lage gebracht werden. Keine Pflanze ist so empfindlich gegen die Einflüsse der Witterung, wie der Weinstock. Die Kälte im Winter, die Rachtfröste im Frühjahr und im Spätsonuner vernichten oft mit einem einzigen kalten Hauche alle Hoffnungen aus Ertrag. Gar viel Dinge müssen Zusammentreffen, um eine gute Weinernte zu ermöglichen. Feuchtigkeit im Frühjahr, helle, sonnige Tage zur Zeit der Blüthe,