Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 22 (1881)
- Issue
- Heft 26 (29.6.1881)
- Date
- 1881-06-29
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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** % 652 heraus, während alle constanten Theile Zurückbleiben. Hierdurch kann man auch hartes, ungesundes Wasser in weiches, gesundes verwandeln. Wie angenehm ist es, auf Reisen z. V., eine solche Filter bei sich zu haben und sich dadurch den Genuß des Wassers zu ermöglichen. AWZEIC}E]V. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. (Eingesandt.) Treysa. (Mit Bezug auf den „Aufruf" in Rr. 25 des „Israelit.") Lehr selten werden die geschälten Leser des „Israelit" mit Nachrichten von hier beschäftigt; denn traurige Kunden verbreiten sich ohnedies leider doch schnell genug, und gute Botschaften sind — auch leider — nur selten zu verzeichnen. Wenn aber in einer Gemeinde, die zu den größten der Provinz zählt, Dinge sich ereignen, die nicht nur dem Urtheile der direct Betheiligten anhcimgegeben sind, sondern in das weitere jüdische Leben cingreifen, so muß man dieselben auch dem öffentlichen Urtheile unterbreiten, um vielleicht auf diesem Wege Abhilfe zu erzielen. Schule. Um dieses Wort drehen sich seit Jahrhunderten blutige und unblutige Kämpfe; um die Schule wurde gestritten uird bedeutende Erfolge auch erzielt. Nicht nur in religiöser, auch in profaner Beziehung ist mancher Fortschritt gemacht worden. Glücklich die Gemeinde, die im Geiste unserer heiligen Lehre ihre Schule gestaltet hat, glücklich die Schule, die auch in allen Wissenschaften, die von der Zeit gefordert werden, ihre Schüler bildet. An der hiesigen Schule wirkt nun beinahe seit 50 Jahren Herr Lehrer Rothschild, dem jedoch seit einigen Jahren der Elementarunterricht, weil dieser nach Befinden der Negierung den heutigen Anforderungen nicht entsprechend war, entzogen worden ist. Um aber die schulpflichtige Jugend nicht in die christlichen Schulen zu schicken, bat man Herren R., ohne Verkürzung seines Einkommens, sein Amt uiederzulegen. Aber vergebens, denn nur eine Minorität war es, die einen anderen Lehrer wünschte, die begüterte Majorität, die hier die größte Zahl schulpflichtiger Kinder stellt, erklärte sich mit dem Beschlüsse der Negierung, wonach die jüdischen Kinder die christlichen Schulen besuchen müssen, einverstanden, aus Befürchtung» man werde einen solch „billigen" Lehrer — Herr Lehrer R. erhält nämlich 600 Mrk. — nie mehr bekommen. Nun geht unsere Jugend in die christliche Schule urtd lernt augenblicklich „die Missionsthätigkeit Winfrieds, des Apostels der Deutschen." Alle Kinder wissen die christlichen Glaubenslehren, wenn nicht besser, so doch ebensogut als die zehn Gebote. Wem ist da die Schuld aufzubürden, wenn im Gegensätze unserer hl. Religion, sich solche Lehren bei der Jugend festsetzen. Hat denn nicht unsere Nachkommenschaft auch einmal Kinder zu-erziehen? Kömmt denn nach uns die Sündfluth?? Der noch nicht erloschene jüdische Geist muß bei solchen Zuständen erlahmen und der Fluch einer solchen Erziehung lastet mit Eentnerschwere aus den Urhebern unserer traurigen Lage. Und wehe, wenn diese Schuld ein Einziger zu tragen hat. Warum die Ruhe um schnödes Geld verkaufen?!! Vielleicht tragen diese öffentlichen Rügen bei, daß die Gemeinde — unisono — dahin wirkt, und koste es auch Gcldopser, daß ein zweiter Lehrer, auch für den Elementarunterricht beschafft werde, der unsere Jugend ihrem heutigen Zustande entreißt und den alten jüdischen Geist wieder in die Herzen der Kleinen verpflanzt op7« st, dem steht ein großes ergiebiges Feld zur Verfügung. Zur Illustration^ noch folgende Thatsache. Als an einem Lederabende Herr S. A. sein Söhnchen srug, ob eS das Tischgebet auswendig könne, erwiderte der Kleine, nicht nur das, er könne auch die christlichen Glaubenslehren auswendig. Trotz der Verwendung des Vorstehers Herrn E. Meycrseld bei Herrn Provinzial' rabbiner Dr. Munk und beim Schulvorstande, Herrn Metropolitan v. Roqucs, wird die christliche Religionsstunde nach wie vor so abgehaltcn, daß die jüdischen Kinder ihr Theil Mitbekommen. Und warum soll auch ein geehrtes Schulcollegium, durch eine kleine Zahl Mitschüler genöthigt sein, den Hauptschülern einen Schulplan zu ändern. (2239) U. p. m. suchen zum sofortigen Antritt eine streng religiöse Person von mittleren Jahren, die für die Wirthschaft und Küche tüchtig sein muß. Auch hat' dieselbe die Erziehung eines Kindes von einem Jahre mit zu beaufsichtigen. Schoensee, W.-Pr. S. Nathan Söhne. (Tin junger Mann, militärfrei, flotter Verkäufer, und imStande, den Chef zu vertreten, anch mit allen Comptoirarbeiten vertraut, fucht, gestützt auf prima Referenzen, Stellung Pr. 1. Oct. in einem am Sabbat und an Festtagen streng ge, schlossenen Manufactur,, Tuch- und Buckskin-Geschäfte. Derselbe könnte auch einen Reife - oder Comptoirposten beklelden. 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Diese von Professor Delitzsch als inhaltsreiche Monographie empfohlene Schrift, die sich gegen Grätz wendet und mehrere Kapitel in Jesaja, Secharjah, Joel und besonders Arnos in ein ganz neues Licht setzt, versendet für 75 Ps. franco die Expedition der „Israelitischen Wochenschrift" in Magdeburg. (1968