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Der Israelit · 1881-06-13 · Heft 24 (13.6.1881) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 24 (13.6.1881)
Date
1881-06-13
Page
– (sequence 19)
Language
German
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595 Stamm führte die Farbe des Steins, aus welchem sein Name eingegraben war. Durch die Fahne sollte ein jeder Stamm an seinen priesterlichen Beruf gemahnt werden, an die Hoheit seiner Bestimmung, daß auch er gleich den Vruderstämmen, einen Theil des Dstpon pn „des Schildes des Rechtes" bilde, und als solchen poi!, -i’Dn 'n ’jsp „stets zum Gedächtnisse vor Gott" kommen. Diese Bestimmung sei seine einzige, heilige -:uo — ihr gehöre er ganz und ewig an hod. Das Heereslager Israels sollte der Thron der Gottesherrlichkeit aus Erden sein. lieberall, wo Menschen sich der Majestät Gottes beugen und Ihm als ihren einzigen Herrn und Könige huldigen, um nichts anderes Zu sein als Diener Gottes in voller Wahrheit, da wird Ihm der Thron errichtet, da zieht Er ein in die Sphäre der Menschen. Sinnig lautet deshalb eine Ueberlieferung, daß die vier Hauptbanner des jüdischen Lagers die Zeichen getragen haben, unter welchen Jecheskeel die Kräfte des Weltalls, als Gottesdiener im Dienste Gottes wirkend, geschaut hat; und eine andere Ueberlieferung berichtet, daß die vier Hanptbanner folgende Inschriften geführt haben: das Hcereslager Juda: -j’zi’Kx ILIO'I *n noip; das Heeresläger Rüben: vw; das Heereslager Ephraim: nrpj; *n pyt; das Heereslager Dan '01 nojo nnm Denn das Lager war in buchstäblicher Wirklichkeit unter die besondere sichtbare Führung Gottes gestellt. Seine Wolke lagerte auf dem Heiligthume am Tage und ein Feuerschein des Nachts; Seine Wolke gab das Zeichen zum Weiterziehen, Seine Wolke bezeichnete den Weg, den es wandern sollte, Seine Wolke bedeutete ihm Zeit und Ort der Rast; und Israel begann mit diesem Zuge in Wahrheit seine Stellung in der Menschheit einzunehmen als das Gottesheer, 'n dzq enpp alle Völker zur Anerkennung Gottes wachzurufen, auf daß sie sich Alle als ‘n als die von Gott befehligten und Seinen Willen vollführende Heerschaaren begreifen. Dieser Heroldsruf an die Menschheit hat noch bis zur gegenwärtigen Stunde nicht den entsprechenden Wiederhall in dem Herzen der Völker gefunden. Gott und Sein Gesetz haben Feinde und Widersacher auf Erken. Und darum trug das Banner des ersten, an der Spitze des Lagers schreitenden Zuges die Inschrift: „Stehe auf, o Gott, daß Deine Feinde zerstieben und Deine Hasser vor Deinem Angesichte fliehen!" Es sprach sich hierin die Zuversicht aus, daß endlich, wenn Gott in Seiner Allmacht und Herrlichkeit unter die Menschheit tritt pp lO’pa pNdie gelammte Menschheit ihm huldigend zu Füßen fallen wird. Noch aber — und nur Er weiß wie lange noch p ist diese Zeit nicht gekommen, noch ist die Erziehung des Menschengeschlechts nicht vollendet, noch verehren die Menschen die Götter ihrer Macht, ihrer Klugheit, ihres Reichthums — und noch ist auch Israel noch nicht ganz und voll seinem Heroldsberuse ergeben. Es gilt deshalb Israel stets zu mahnen sich Gott in unentwegtem Gehorsam zu weihen, es gilt deshalb Israel stets vor die Seele zu führen: daß Gott der Schöpfer des Weltalls 'n in dem Geschicke der Menschen waltet und mit Seiner Vorsehung die Thaten der Menschen prüft und richtet, D’“Pn und daß Er der einzige, alleinige Herr und Meister sei -in*. Darum leuchtete auf dem flatternden Banner des zweiten Zuges das Wort, welches seitdem die Devise Israels geworden, das yatp Wenn Israel diesen Ruf des Schema beherzigt, wenn es damit mit ernstem Entschlüsse in den Dienst Gottes tritt, daun hat es nicht zu fürchten das Dräuen des Feindes, den Grimm des Hasses, dann sind Israels Feinde Gottes Feinde, und Israels Hasser Gottes Hasser, — dann ist Israel geborgen unter dem Schutze der göttlichen Gnade, Gottes Wolke weilt über ihm, und es wandert unbeirrt seinen Weg durch die Zeiten, durch die Völker. Darum führte das dritte Banner die tröstliche Verheißung dem Volke vor: die Wolke Gottes ist über ihnen an jedem Tage! Allmählich und stetig wird das Gottesreich auf Erden erstehen. Immer mehr werden der Kreise, die sich Israel anschließen, um in den Dienst Gottes einzutreten; immer mehr schwindet die Feindschaft gegen das Göttliche; immer mehr gelangt die göttliche Wahrheit zur Anerkennung — bis endlich von den „Tausenden Israels" „Myriaden" der Menschen geworden sein werden. Und diese erhebende, zuversichtliche Hoffnung auf den endlichen Sieg des Wahren, des Göttlichen, verkündete die Inschrift des vierten Banners: Kehre wieder ein, o Gott, in die Myriaden der Tausende Israels! Die Thorheit der Menschen hat Gott aus ihrer Mitte gebannt und das Paradies der Erde umwandelt. Wenn die Menschheit zu Ihm zurückkehren wird, dann kehrt Er wieder in ihre Mitte zurück; Er wandelt unter Seinen Kindern, der allliebende Vater und findet freudigen Gehorsam für Sein Gebot. — — — — Daß auch wir allesammt, ein Jeglicher unter uns mit Namen zum Heeresdienst berufen, unseren von Gott gewiesenen Platz einnehmen bei der glorreichen Fahne unseres Stammes: und die Thora umschließen als das getreue priesterliche Volk!-Daß auch wir der Gotteswolke folgen, wohin sie uns den Weg weist — sei es zu der Wüste Schrecknissen, sei es zu grünen Angern hin, — daß wir nur „nach Gottes Ausspruch ausziehen, und nach Gottes Ausspruch lagern," als die als echte Söhne unseres großen Ahns, als die 'n n\xns, als die Heerschaaren Gottes — die Herolde Seines Gesetzes an die Vrndermenschheit!

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