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Der Israelit · 1881-06-08 · Heft 23 (8.6.1881) · page 26

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 23 (8.6.1881)
Date
1881-06-08
Page
– (sequence 26)
Language
German
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574 wurden 62 derselben, die ärmsten, an 253 Speisetagen verköstigt. Die Zahl der Mitglieder betrug 602. Die Einnahmen durch Beiträge derselben, Zinsen des Fonds und besondere Spenden betrugen 10,561 fl. 54 kr.; die Ausgaben für Schulmittel, Stipendien, Kosten der Arbeitsschule, Verköstigung, Bekleidung rc. 10,708 fl. 51 kr. Die Mehrauslagen wurden aus dem Vermögen des Vereines gedeckt. AIVZEICrElV. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Literarischer Wericht. Im Verlage von W. u. S. Löwettthal, den Herausgebern des „Berliner Adreßbuch", erschien soeben: „Kaufmännisches Adreßbuch von Berlin", redigirt von A. Ludwig, Redakteur des „Berliner Adreßbuch". Der 1. Theil desselben enthält die Fabriken und Handlungen Berlins nach Branchen geordnet. Theil 2 umfaßt die Behörden, Corporationen, Vereilie für Handel, Industrie und Landwirhschast, Zeitungen und Zeitschriften. Im Anhang haben die Sehenswürdigkeiten und das Verzeichniß der Straßen Berlins mit Angabe der Himmelsrichtungen Platz gesunden, mrd ist außerdem ein kleiner Plan von Berlin mit sämmtlichen Pferdebahn-Linien nebst Kursbuch der Berliner Pferde-Eisenbaynen beigesügt. Vor dem ersten Theil sind diejenigen Hotels, Wiener CaM, Weinstuben und Restaurationen aufgeführt, in denen das Buch ausliegt. Zur Erleichterung des Aufsindens ist ein alphabetisches Jnhaltsverzeichniß über die 897 Hanptabtheiluugen des erstell Theils vorgedruckt. Die das „Berliner Adreßbuch" auszeichnende Uebersichtlichkeit und sorgfältige Bearbeitung tritt uns auch bei diesem Werke in allen Theilen entgegen, und dürfte dasselbe bei seiner gefälligen Ausstattung, namentlich den Geschäftskreisen ein um so mehr willkommener Führer durch Berlins Handel und Industrie sein, als damit einem dringenden Bedürfnisse Genüge geschieht. Der Preis von Mk. 4,50 ist so billig gestellt, um dem Werke eine thunlichst weite Verbreitung zu erleichtern. | Cöln. (Verspätet.) Wenn eine in altjüdischeni Sinne gottesfürchtige Gattin und Mutter aus dem Leben scheidet, so ist dies in unfern Tagen nicht nur für die zunächst Betroffenen, sondern auch für räumlich fernstehende Kreise ein tiesbetrübendes Ereigniß, betrübender, als in vergangenen Zeiten, nnin mtp rwuv rn'pn j/’pirn tt>L? ny npD") biv ni&DLP War ehemals an einem Punkte des jüdischen Gesichtskreises eine Sonne untergegangen, so hatte bereits ein neues Himmelslicht aus dem Dunkel sich erhoben und verbreitete seinen milden Strahlenglanz. In unfern Tagen entsteht eine erschreckende Leere und Dunkelheit, deren Wahrnehmung uns eine Lehre und Mahnung sein sollte, der religiösen Erziehung und Unterweisung des Heranwachsenden Geschlechts, insbesondere des weiblichen, unsere volle thatkräftige Aufmerksamkeit vorsorglich und vorschauend ernster und nachhaltiger zuzuwenden, als leider in den letzten Decennien selbst in den bessern Kreisen zu geschehen pflegte. Diese Betrachtung wurde dem Einsender nahcgelegt, als am zweiten Tage nos Pt? o'mn die nach zurückgelegtem 74. Lebensjahre Heimgegangene Frau Wwe. Sibylla Wolff in Euskirchen zur Erde bestattet wurde. — Herr Rabbiner Dr. Plato aus Cöln, vom Gemeindevorstande und den Leidtragenden zur Leitung des Leichenbegängnisses berufen, mußte aus Rücksicht auf die festliche Zeit von einer Trauerrede Abstand nehmen. — Mit Berufung auf die heiligen Schrift- und Weisheitsworte: Py -üip Pap Pdip r-'yi nwnp n« ,prw dti pn rin omPy cphsdp O'p'-nr.-i nn cpudPi inp’nty Dünnem deren Bedeutung der Redner erläuterte, beschränkte sich derselbe auf die Entwickelung der religionsgesetzlichen Gründe, aus welchen er sich eine Schilderung der Tugenden der Entschlafenen und den gebührenden Ausdruck des gerechten Schmerzes über den unersetzlichen Verlust versagen müsse. — Die Verblichene wird den reichen Lohn ihrer jüdischen Pflichttreue, ihrer gern geübten Wohlthätig-

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