Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 22 (1881)
- Issue
- Heft 21 (25.5.1881)
- Date
- 1881-05-25
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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517 den Kosaken ein Ende gemacht. In den „Nachrichten der Odessaer Stadthauptmannschaft" ist am 14. Mai folgende Bekanntmachung veröffentlicht worden: „Auf Anordnung des Generalgouverneurs werden die Bewohner Odessas aufgefordert, im Falle der Wiederholung von Unruhen die Häuser nicht zu verlassen, um beim Vorgehen der Truppen mit der Waffe gegen die tumultirende Meuge sich nicht der Gefahr auszufetzen. Jeglicher Wagenverkehr auf den Straßen, wo Unruhen stattsinden, wird eingestellt und alle Volksversammlungen unter Anwendung von Waffen auseinander getrieben werden. Sämmtliche Getränkeanstalten und Restaurationen werden bis zur vollständigen Wiederherstellung der Ruhe geschlossen." Diese Bekanntmachungen sind überall an den Häusern angeklebt worden. Auf den Straßen herrscht ein riesiger Verkehr. Die Truppen haben sich iu Bivouaks auf sämmtlichen Plätzen der Stadt gelagert. Bündel mit Habseligkeiten von Juden werden fortdauernd von einem Orte zum anderen gebracht. Alle Magazine waren geschlossen. Ebenso wie am 15. war auch am 16. Mai die Stadt illuminirt. An den Fenstern waren brennende Lichter ausgestellt nebst Heiligenbildern und Kreuzen. Am 17. d. M. fanden an der Odessaer Börse keine Geschäfte statt. Ueberhaupt herrschte in Handelsgeschäften Stillstand. Alles befindet sich in gespanntem erregtem Zustande. In Odessa sind etwa 900 Personen verhaftet und die Verhaftungen währen noch fort. Nur die Anwesenheit der Truppen hält den Pöbel von Erneuerung der Unordnungen ab. A¥ZEI«£^. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. DV Inseraten - Annahme für Frankfurt a. M. bei I. Kaufmann, Buchhandlung: für Hamburg bei A. Goldschinidt, Buchhandlung, Kohlhöfen 35; für Cöln bei Leo Frank, Steinfeldergasse 7; für München bei N. Bettelheim, Färbergraben 29. _ Wie unseren geehrten Lesern bekannt, mußte in Miskolcz durch die stattgehabten Neberschweinmungeil die Synagoge, Schulhans rc. neu gebaut werden und wurde;u diesem Zwecke eine Gol'll-U 8ikbeekotterie veranstaltet Da die bisher vorhandenen Geldmittel nicht ausreichen, so bitten wir im Interesse des sehr edlen Zweckes das Werk durch den Ankauf der Loose fördern zu helfen, welche gegen Einsendung von 2 Mark pro Stück von der Expedition dieses Blattes franco versendet werden. NH. Die Fiehunq findet im November J.^statt. (1810 Bekanntmachung. Die erste Lehrerstelle an der hiesigen jüdischen Schule, verbunden mit einem Einkommen von 900 Mark baar, Benutzung freier Wohnung ttud einer Brennmaterialien'. Entschädigung, ist vacant und voin 1. August cr. ab zu besetzen. (1779 Meldungen nimmt entgegen Der Magistrat za Pinne. Ein Commis, bestens empfohlen, in Eolonialu. Schnittwaarenbranche tüchtig, flotter Verkäufer, wünscht zum 1. Juli seine Stelle zu wechseln und sieht weniger aus hoh. Salair als rel'g. jüd. Haus. Näh. bei Buchhalter Wanckvr, Orzesche. (1825 Töchter-pensionat und Lehrerinnen-Seminar. Das einzige derartige israelitische Institut in Deutschland. (Eintritt zu jeder Zeit. Prospeete gratis. ' (1777 Frau Therese Gronau. Berlin, In den Zelten 12. Bad SäLissiaigen. Isr. Restaurant Elirenreicli, 146 Therefienstraße 146. Meine Restauration befindet sich nunmehr in meinem eigenen Hause, Theresienstraßel46. — Streng -5» und kurgemäß! Ganze Pension zu billigem Preise! Schöne Zimmer! »766) CH. Ehrenreich, Eantor. /~£iit israel. Mädchen, 18 Jahre alt, von achtbarer Familie. welches sich allen häuslichen Arbeiten unterzieht, sucht bei einer religiösen Herrschaft eine Stelle (dasselbe steht mehr auf gute Behandlung als hohen Lohn <, am liebsten in einer Stadt Badens oder Württembergs, oder auch Frankfurt a. M. Offerten unter 'Nr. 14S7 besorgt die Exped. d. Bl. 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