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Der Israelit · 1881-05-25 · Heft 21 (25.5.1881) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 21 (25.5.1881)
Date
1881-05-25
Page
– (sequence 17)
Language
German
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XXII. Jahrgang. Zweite Beilage zu tlr. 21 des Israelit. Leitender Artikel. Beachtenswertste Kecenston. Aus Bayern. Im wv pPn -’Sid cnn rown wird mit Recht darüber geklagt, daß bezüglich eines tief in's religiöse Leben eingreifenden periodischen Literatur - Erzeugnisses so viel Mißbrauch getrieben werde, daß nämlich Unkundige und Unberufene sich herbeilassen, jüdische Kalender (rnmP) zu verfassen und zu verbreiten, obwohl mm ’su nor dabei in Frage kommen. — Eine ähnliche Klage könnte man jetzt bezüglich der Herausgabe von jüdischen Gebetbüchern erheben. Daß ich hier nicht von solchen Gebetbüchern spreche, welche Grundprincipien unsres hl. Glaubens, als pc"ro pja rptpo pno 2c., preisgeben, versteht sich von selbst; solche gehören überhaupt nicht mehr in die Classe der jüdischen Gebetbücher. Meine Klage erstreikt sM, ans j ü d. Gebetbücher, die aber sonst bezüglich der Liturgie, der und der Eorrectheit höchst mangelhaft, und daher gemeinschädlich sind. Was mich eben aus dieses Thema führt, ist das mir vorliegende Buch, mit dem Titel: „dü*ti moj/P Pnicp >j3 'iv' pun. Erstes Ge- „betbuch für die israel. Jugend, geordnet von „Moses Pick, Verfasser der hebr. Fibel noP „Tön. Prag 1881. Eigenthum und Verlag von „W. Pascheles re." Der „Verfasser" hält sich „Eigenthumsrecht" an dem Werke bevor, was darauf schließen läßt, daß er etwas „ Neues" geleistet. Bedenkt man aber, daß dieses „Neue" hauptsächlich in Verkürzung und Verstümmelung unsrer altehrwürdigen n-Dn besteht, so kann derselbe über etwaigen literarischen Diebstahl ganz beruhigt sein. Freilich soll's das erste Gebetbuch für die Jugend sein. Allein, es ist anzugeben vergessen, bis §u welchem Alter dasselbe ausreichen solle. Dann hätte ein Verfasser von Unterrichtsschriften nicht vergessen dürfen, daß die Jugend, einmal an dieses Gebetbuch gewöhnt, sich wahrscheinlich auch später damit begnügen werde: 's vv -yjP o-n. Beschauen wir uns nun dieses „neue" Gebetbuch etwas näher: Zunächst muß ich den Herrn Verfasser fragen, warum, selbst nach seinem Kürzungsprincipe, die wichtigsten aller no-o und Gebete, die mm ro-o keine Aufnahme fanden? Dafür hätte ich recht gerne auf die nagelneue mm „am Geburtstage" (Seite 152) Verzicht geleistet! Letztere ist, abgesehen von der mm\ , so wenig nach meinem Geschmack (worüber sich übrigens nicht streiten läßt) an Gehalt und Styl, als das Gebet am Geburtstage der Eltern. Auf beu Index kommt dann die »pic? rom , vielleicht aus Galanterie für die weibliche Jugend, ferner -üp -itew rzro, etwa aus ästhetischen Rücksichten. Das Sprechen von P>/ ro-o dh’ nP’Dj 2C* mit gefallenen Händen wird den Kindern in den beigegebenen „Verhaltungsmaßregeln" bestens anempfohlen. — -non ntrm, rnopn didd und der gute *cipn n;\x 2c. erhielten natürlich kein Plätzchen, wären auch ohne rrnnn ro-o nicht recht Zulässig. Nicht besser ergeht's den für nu» Dr1* Bezüglich der Letzteren ist nur bemerkt, daß der rnrnp wegzubleiben habe. So ziemlich ohne Störung geht's nun von 0-0 bis narb i,uo i/ti iuufi un^chutölge. aber „lange" 01m mni wegblciben rnußte. Das Pv wird nach Angabe, wie non 2wd, „Im Winter" gesagt. Ist das correct? vmp.i -Pon 2c : „Au Bußtagen," soll heißen: „An den 10 Bußtagen", pom oho fand keine Gunst, obwohl das Buch, wie bei uns ersichtlich , auch zum Gebrauche bei nos3 .men construirt sein soll. In irsn mtcw ist aus unerfindlichen Gründen der ntenp hd hinausdecretirt. te/np fungirt nur als „Seelengebet", deßhalb ohne P^pnn. Warum enthalten die „Verhaltungsregeln" für Kinder nichts über «an *'bw jds?! — Nun folgen Instructionen bezüglich nnjo nPsn, ohne pmn zu erwähnen. Desto freundlicher wird die Rubrik „Abendgebet" mit dem mru op-losen nn roP eröffnet, um dann Sabbat- und Wochen-a'mv Hand in Hand gehend — für das Kind aber so verwirrend als möglich — vorzuführen. Die vbv wo ro-o theilt mit dem pp'PiD nea gleiches Schicksal, das der Zurücksetzung. Ich würde den i’rmo neu, selbst mit den Noten des Herrn Lautenschläger in Hattenfels versehen, freudig begrüßen. So ziemlich unbeschadet, sogar mit einem ip-ns mp’ ausgestattet, folgt nun na»p rnn» nPen mit der Nachbemerkung: „Am Sabbat," wenn zugleich unn vtn 2c. ift, wird Pph gebetet. Und wenn rrnn stwn an den Werktagen istd Auch die omoto beim Ausheben 2c. fanden nur für rotp Gnade. Das mopn mos nach mußte bei einiger Consequenz wegbleiben, wb: om möge sich ob seiner Zurücksetzung mit dennox'prn trösten.

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