Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 22 (1881)
- Issue
- Heft 20 (18.5.1881)
- Date
- 1881-05-18
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XXII. Jahrgang. M 2«. Der Israelit. Ei» Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Heransgrgeben von I*r. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 18. Mai S641 (1881). Tiefe Zeitung erscbeint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Mau abonnirl ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Duchhaiidliingen und Zollämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die dreigeipaltene Petitzeile oder deren Raum. — Desterreichmcl'e Pankno-en laut tzonrs. — Diiccle Franeo usendung unter Ltreiibaud pro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 U. öfterr. au die ('Spedition franco einznsenden. Inhalt. Leitende dlrtikel: Tie Welt der, EeifteS. — Zwischen Peßach und Tchabnolh. — Zeiiungsnachrichten und ^orre>ponden;cn: Deutschland: Aus W-ürzburg. Gernsheim. — Teft.-Nng. Monarchie: Tombar.— Rußland. — Amerika: Aew-York. — Feuilleton: Aliba. Inhalt der ersten Beilage: Ze nungsnacbricbren und Hoirespondeitzen: Deutschland: Aus Nn- -.ersrankea. Bonn. Aus Westphalen. Alrona. — Test. - Ungar. Monarchie: Trencsin. — Feuilleton: Die Hyäne von Dtraüburg. Inhalt der zweiten Beilage: Zeitungsnachrichten und Gorretvondeitzen: Kuslland: Petersburg. - Patättina: Ierufalem. — Feuilleton: Die Jugendfreunde. Inhalt der dritten Beilage: ZeimagsnachriPlen und Korrespondenten: Deutschland: Würchnra. Würch-urg. Parrenheim. Drcrtin. — Desterr.-Ung. Monarchie: Wien. -- stußland: Petersburg. Petersburg. — Leitende Artikel. j Die Welt des Geistes.! III.! Mainz, dm 12. Mai.! ' Einer der Hauptgrundsätze unsrer heil. Religion i ist die Reinheit, die körperliche, sittliche und geistige j Reinheit, die Reinheit in Gedanken, Worten und j Thaten. Auch in dieser Beziehung ist das Wasser! ein Symbol der Gotteslehre. mm -2 rrnm n.vo'E? O'2 “D .-ivhb me« „Wie das Wasser von Unreinheit zur Reinheit bringt, so auch die Gotteslehre, wie es heißt: Der Ausspruch Gottes ist rein." Als einst David, der große König Israels, der Mann nach dem Herzen Gottes, der erhabene Sänger, den alle Tugenden zierten, sich von der Leidenschaft hatte hinreißen und zur Sünde gegen Gott hatte verleiten lassen, da ergriff tiefer Kummer sein Herz und in seiner Verzweiflung schrie er ans zu seinem Gotte: 2-iDrr -v »-o -mo m, „Erschaffe mir, o Gott, ein reines Herz!" Denn die Sünde ist dem Schmutze, der Unreinheit, vergleichbar, und wie das Wasser den Schmutz und die Unreinheit entfernt, so ist es die Beschäftigung mit der Gotteslehre, welche den Geist des Menschen läutert. Tie Seele, die Gott uns gegeben, ist rein mb.v N’n mm.D *3 nrosc' roz J, frei von allem Makel, empfänglich für das Gute wie für das Böse. Aber das Böse ist oft übermächtig und beschmutzt die reine himmlische Seele. Die Beschäftigung mit der Gotteslehre erhält nicht allein die Seele rein, sondern entfernt auch jeden Schinutz wieder, der etwa im irdischen Getriebe daran haften geblieben. -)CNjtf mm ’-cn -2 mx “tz* non-*: dns r.o .wrj nz'E'D m-cn *n min „Wie das Wasser den Menschen erquickt, so erquicken und laben auch die Worte der Gotteslehre, wie es heißt: Die Lehre Gottes, die vollkommene, erquicket die Seele." Der Trieb, nach dem Wesen und der Bestimmung des Menschen zu forschen, über Gott, Welt und Ewigkeit nachzudenken, liegt in der Natur des Menschen. Gerade die bevorzugtesten und besten Geister lieben es, sich mit dem Uebersinnlichm zu beschäftigen. Aber der Verstand des Menschen vermag nicht bis an die letzten Gründe vorzudringen; Vieles ist