Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 22 (1881)
- Issue
- Heft 17 (27.4.1881)
- Date
- 1881-04-27
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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411 in einer mehr als ^Mündigen ntem, in welcher er sowohl mtmn als nn-m, ersteres in solch scharfsinniger, geistreicher und tiefdurchdachter, letzteres wieder in solch angenehmer, meisterhafter, vom Herzen kommender, daher zum Herzen dringender Weise entwickelte und auseinandersetzte, das; darüber nur eine Stimme des Lobes und der Bewunderung vernehmbar wurde. Dem Wortlaute der welche besagt: atny? -du D-ix?<y-, entsprechend, wurde für Dienstag die Abreise festgesetzt. Einen Tag zuvor kam abermals eine Deputation der israel. orthod. Ertauer Cultusgemeiude, um ihrem nunmehriger Rabbiner von hier aus das Geleite zu geben; auch hier zeigte sich der mim tdd, welcher sich V'n tu Preßburg noch bei jeder Gelegenheit tu der schönsten Weise manifestirt, in besonders auszeichnender Weise. Der Vorstand der hies. israel. orthod. Cultusgemeiude hatte sich in corpore in der Wohnung des nunmehrigen Erlauer Oberrabbiuers eiugesundeu, in welcher sich bereits die hies. mmn noib wie auch die Schüler der hies. öffentl. Rabbinatsschule befanden, um von demselben Abschied zu nehmen und ließen dieselben es sich nicht nehmen, trotz der wiederholten bescheidenen Worte des abreisenden Erlauer Rabbiners, demselben bis zum Bahnhof das Geleite zu geben. Erst am Perron des Bahnhofes, welcher heute durch die große Menge der Begleiter m-r m DrvN ein festliches Aussehen trug, konnte sich derselbe zuerst von seinem allgeachteten und allverehrten Bruder von ]iwn sodann von der hies. Cultusemeinde und den minn hqh wie von den Zöglingen er hies. Rabbinatsschule selbstverständlich durch nzn mm verabschieden. Unser allverehrter Oberrabbiuer war durch Berufsgeschäfte verhindert, die Reise dorthin zu unternehmen, ebenso der Schwiegervater des Erlauer Oberrabbiners, der bestens bekannte Wiener Rabbiner Herr Salomon Spitzer Bei dem Umstande, als gerade diese Woche im österreichischen Reichsrathe wichtige, das Judenthum betreffende, Angelegenheiten (Gesetz über israel. Cultusangelegenheiten für Böhmen, Mähren und Galizien) verhandelt wurden, konnte auch der österreichische Reichsrathsabgeordnete und Krakauer Oberrabbiner Herr S. Schreiber, ein Onkel des Erlauer Rabbiners, die Reise dorthin nicht unternehmen, da derselbe, vom österr. Abgeordnetenhause dazu berufen, einer Enquete anwohnen mußte, welche das obenerwähnte Gesetz zu berathen hatte. Ueber den Empfang in Erlau will ich, wenn es die verehrte Redaetion gestattet, mit Nächstem berichten. H. Oesterreicher. PreHburg. Eben von Erlau von der wahrhaft festlichen Installation des Herrn Simon Schreiber (eines Bruders unsres hies. allverehrten Oberrabbiners) zum Oberrabbiner daselbst zurückgekehrt, erachte ich es als meine Pflicht, von den wirklich seltenen uub imposanten Festlichkeiten, welche aus diesem Anlässe daselbst stattgefuudeu, dem weithin sich erstreckenden Lesekreise Ihres gesch. Blattes, welcher doch allen Vorkommnissen, welche auf' »um mmvmi mm hinaustaufen, ein besonderes ungetheiltes Interesse eutgegeubriugeu, zu referireu. Dieser mit einem mim -hid seltenster Art gefeierte Tag, welcher mit Reckt ein wahrer jüdischer Festtag genannt zu werden verdient, gehörte selbstverständlich dem alten, dem orthodoxen Judenthum. Es war dies ein Tag, welcher lange, sehr lange im Gedächtnisse der vielen Anwesenden bleiben wird, zumal es sich in eklatantester Weise manifestirte, daß es 7"- noch Männer gibt, welche die nn?.- mm zu ehren mto zu achten wissen, Männer, welche den würdigen Trägern der heil. Gotteslehre die gebührende Achtung und Anerkennung entgegenzubringen verstehen. Solch' erhabene und edle Thateu, wie sie sich da gezeigt, verdienen wohl als Leuchtpunkte zur Rachahmung der Oeffcntlichkeit nicht vorenthalteu zu bleiben. Au meinen vorigen Bericht anknüpfend, erübrigt mir heute, speeiell über den großartigen und imposanten Empfang wie überhaupt über die großartigen und seltenen Festlichkeiten bei diesem Anlasse zu berichten. — Am Perron des Erlauer Bahnhofes hatte sich eine fast unabsehbare Menschenmenge eingefunden und kam auch eine ganze Wagenburg, etwa 60 an der Zahl, dem neuerwählten, nunmehrigen Ertauer Oberrabbiuer entgegengesahren. Unter den Anwesenden befand sich selbstverständlich -die Repräsentanz der Erlauer orthod. Cultusgemeiude mit deren Vorstand au der Spitze. Der hochaugesehene Präses der Gemeinde und Besitzer der Erlauer Dampfmühle, Herr HermannSchwartz, hatte sich — wie bereits im vorigen Berichte erwähnt — mit noch einem Vorstandsmitgliede hierher nach Preßburg als Ehrendeputation begeben, um ihrem nunmehrigen Oberrabbiner das Geleite bis nach Erlau zu geben. — Vom Bahnhofe wurde, nachdem die gegenseitige Begrüßung vor sich gegangen, unter allgemeinem Enthusiasmus in die Stadt gefahren. — Aus Initiative des um die Erlauer orthod. Cultusgemeiude sowohl wie überhaupt um das Judenthum so hochverdienten Mannes, des Herrn Hermann Schwartz, wurde sodann ein Festbankett veranstaltet, an welchem nahezu an 300 Personen von Nah und Fern theilnahmen, unter welchen sich auch 6 Rabbiner von der Umgegend befanden. Dieses Festbankett konnte mit vollem Rechte im erhebendsten und großartigsten Sinne des Wortes ein mso nnyD genannt werden,