Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1881-03-09 · Heft 10 (9.3.1881) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 10 (9.3.1881)
Date
1881-03-09
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2446951-2447850-2447860--17314-2473331
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

XXII. Jahrgang. M io. Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Herausgegebe» von I»,-. Lehma»» in Mainz. Mittwoch, de« S. März 8641 (1881). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in nlindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reicks-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die dreigespaltene Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 12 ReichS-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitende Artikel: Sabbat. — Judenfeindliche Tchlagworte einst und jetzt. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Aus Süddeutschlaud. — Rußland: Petersburg. — Palästina: Aus Jerusalem. — Feuilleton: Akiba. Inhalt der ersten Beilage: Leitender Artikel: Aus dem jüdischen Gemeindeleben. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Barmen. — Oesterr. - Ungar. Monarchie: Pesth. Pesth. Preßburg. — England: London. — Rußland: Hölstngfors. — Aegypten: Alexandria. — Inhalt der zweiten Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Duisburg. Schlüchtern. Flatow. Aus Sachsen. Feuilleton: Die Jugendfreunde. Inhalt der dritten Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Frankreich: Paris. Leitende Artikel. § ab bat ix. Mainz, den 2. März. Man soll das Brod da anschneiden, wo es hart gebacken ist (bei unserm Brode von der Seite). In der ersten Mischnah des 11. Kap. des Traktates Sanhedrin werden drei Könige aufgHählt, welche keinen Antheil haben an der zukünftigen Welt: Jerobeam, Achab und Menascheh. Als einst Raw Asche in seinem Vortrage an diese Stelle kam, war es gerade Zeit, den Vortrag zu schließen, und er sprach zu feinen Schülern: Morgen wollen wir mit unfern Kameraden beginnen. — In der darauf folgenden Nacht erschien ihm der König Menascheh im'Traume und sprach zu ihm: Wenn wir Deine oder Deines Vaters Kameraden sind, so sage mir doch, an welcher Stelle das Brod angeschnitten werden muß. ~ Aber Raw Asche wußte es nicht zu sagen, und er sprach: Lehre mich es, und morgen will ich es in Deinem Namen meinen Schülern verkünden. — Und Menascheh sprach: Dort, wo es hart gebacken ist. — Da Du doch so weise bist, entgegnen Raw Asche, warum hast Du den Götzen gedient? — Wärst Du dort gewesen, antwortete Menascheh, Du hättest Deinen langen Rock aufgehoben, um mir besser nachlaufen zu können (nämlich, um den Götzen zu dienen). — Am andern Tage begann Raw Asche seinen Vortrag mit den Worten: 9hm wollen wir die Abhandlung über unsere Lehrer beginnen. Diese merkwürdige Erzählung unserer Weisen (Sanhedrin f. 102 b.) bedarf der Erklärung. Menascheh, der König von Judah, war der Sohn des frommen Königs Chiskijah. Dieser hatte in den Wegen Gottes gewandelt, wie sein Stammvater David gelebt, den Götzendienst aus Judah ausgerottet, die Kenntniß der Thora mit aller Macht verbreitet und mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele und mit all seinem Vermögen seinem Gotte gedient. Die Mutter des Menascheh. die Gemahlin des Chiskijah. war die edle Tochter des großen Propheten Jeschajah. Als Chiskijah starb, zählte Menascheh erst zwölf Jahre. Schon als kleines Kind zeigte der Knabe böse Anlagen, indem er seinen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.