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Der Israelit · 1881-02-02 · Heft 5 (2.2.1881) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 5 (2.2.1881)
Date
1881-02-02
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXII. Jahrgang. M s. et Israelit. Ein Central-OrgM für das orthodoxe Judenthum. Heran^gegeben von Lehmann in Ä^ainz. Mittwoch, den 2. Februar S641 (1881). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die dreigespaltene Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Direkte Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 ft. öfter*, an die Expedition franco einzusenden. I uh a l t. Leftcnde Artikel: Sabbat. —• Wjis h rben wir zu thnn? — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Aus Bayern. Altona. Fenittcton: Akiba. Inhalt der ersten Beilage: Zeilungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Leipzig, i^uxhasen. — Oesterr. - Ungar. Monarchie: Wien.— Seltnen: Belgrad. — Schweiz: St. (Kalten. — Türkei: Smyrna. — Feilitteton: Die Jugendfreunde. Inhalt der zweiten Beilage: Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Mainz. Berlin. Berlin. Frankfurt a. Bi. Feuilleton: Aus dem Tagcbuche eines Bezirksrabbinrrs. Inhalt der Extra-Beilage: Spenden-Verzeichnisse. Leitende Artikel. S a!i ö a t. IV. Mainz, den 26. Januar. Wir beten in unserm täglichen Gebete: pm- ~m>r>2 u\ry in“:! „Erleuchte unsere Augen in Deiner Lehre und lasse anhangen unsere Herzen an Deineil Geboten." Es ist ein langbewährter Erfahrungssatz, daß die Erleuchtung durch die Lehre Gottes die Anhänglichj fett für die Gebote des Allmächtigen befördert. Wenn; unsere Glaubensgenossen die Vorschriften über die! Sabbatfeier in der Bibel, in dem Talmud und in j den rabbinischen Schriften studiren würden, so würde l die Verletzung der Sabbatvorschriften nicht so allgemein geworden sein. Wollt Ihr, daß Eure Kinder dem Judellthmne und der Beobachtung der heiligen Gesetze desselben erhalten bleiben, so e^ieht sie zur Thora. Das Licht der Thora wird sie derart erleuchten, daß ihre Herzen stets auhangen den Geboten unsres Gottes. Das Anzünden der Lichter ist es, welches uns beim Beginne der Sabbatfeier als die erste Pflicht entgegentritt. Nachdem alle Vorbereitungen für den Sabbattag getroffen worden sind, müssen wir an die äußere und innere Reinigung für den heiligen Tag des Herrn denken. Auch die äußere Reinheit ist in hohem Grade wichtig. Rühmend erzählt der Talmud von den großen Weisen Israels, von Hillel, von Rabbi Jehuda ben Jlla'i und von Andern, daß sie an jedem Rüsttage zum Sabbat ein warmes Wannenbad genommen; derjenige, dem das nicht möglich ist, soll doch für die Reinigung seines Körpers sorgen und auch durch reine Wäsche und bessere Kleidung sich zum Empfange des Sabbats vorbereiten. Der äußeren Reinheit entspreche die innere Reinigung, und das Symbol derselben ist das Licht. Als Gott Himmel und Erde erschaffen hatte, war das Erste, das er ins Werden ries, das Licht. Ohne Licht gibt es keine Unterscheidung und ohne diese keinen Verstand. Erst durch die Möglichkeit des Unterscheidens werden unsere Verstandeskräfte geweckt, können wir die einzelnen Eigenschaften der Dinge von diesen abstrahiren und untereinander vergleichen, lernen wir urtheilen, und werden befähigt, die Vernunft zu gebrauchen. Daher nennt die heil.

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