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Der Israelit · 1881-01-19 · Heft 3 (19.1.1881) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 3 (19.1.1881)
Date
1881-01-19
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXII. Jahrgang. Der Israelit. Ein Centtal-Organ für das orthodoxe Jndenthum. Herausgegeben von I*r. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den IS. Januar 3641 (1881). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Plan abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 2 > Pfennige die dreigespaltene Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 ft. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitender Artikel: Sabbat. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Berlin. Würzburg. — Belgien: Brüssel. — Feuilleton: Akiba. Inhalt der ersten Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: München, München. Berlin. Berlin. Berlin. Köln. Cassel. Frankfurt a. M. Hattingen. — Oesterr. - Ung. Monarchie: Wien. — Dänemark: Kopenhagen. — Feuilleton: Die Jugendfreunde. Inhalt der zweiten Beilage: Leitender Artikel: Professor Daniel Sanders und die Antisemiten. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Heilbronn a. N. Berlin. Berlin. Berlin. Berlin. Feuilleton: Aus dem Tagebuche eines Bezirks-Rabbiners. Leitender Artikel. Sabbat. ii. Mainz, den 12. Januar. Wir haben am Schlüsse des vorigen Kapitels darauf hingewiesen, daß das Wesen des Sabbats in drei Erscheinungen zu Tage tritt: in der geistigen Erhebung, in der körperlichen Ruhe, und in der Vergeistigung des Irdischen. Dem entsprechend finden wir in der heiligen Schrift die Feier des Sabbats in drei verschiedenen Ausdrucksweisen empfohlen: 'w-p? ratt-n d-.’ nx -vst, „Sei eingedenk des Sabbattages, ihn zu heiligen!" Hier ist die Feier des Sabbats an das Gedenken geknüpft; es ist dadurch die geistige Erhebung geboten. In der Wiederholung des Dekalogs heißt es: unpS» m' net motp, „Nimm dich in Acht, daß du den Sabbattag heiligest"; es ist hier das Verbot der körperlichen Arbeit in den Vordergrund gestellt. Der Prophet aber ruft uns zu: rütso renpi, „du sollst den Sabbat einen Tag der Wonne nennen"; es ist die Vergeistigung des Irdischen, welche dem Menschen die größte Wonne bietet. Wir haben in der hebräischen Sprache drei Ausdrücke für das geistige Leben: rsj, nn, für die wir auch in der deutschen Sprache drei Bezeichnungen haben: Seele, Geist, Gemüth. Die höchste Stufe ist r.o»j, die Seele; sie ist der Hauch Gottes, die Er dem Menschen eingehaucht, wie es heißt: ns'l ,nonetn;d ibj? cnetn ret ot^n .o”n netpj rseo „Und es bildete der Ewige, Gott, den Menschen aus Staub von der Erde und hauchte ihm die Seele des Lebens ein." — Diese Seele ist das rein Göttliche im Menschen, sie gewährt die Fähigkeit, die höchsten Gedanken zu erfassen, sie macht es dem Menschen möglich, sich emporzusckiwingen über die niederen Regionen des irdischen Daseins und im Fluge seiner Gedanken die himmlischen Höhen zu erreichen. Ihr ist vor Allem der Sabbat geweihet, und diese Wahrheit drücken unsere Weisen dadurch aus, daß sie uns für den Sabbat ein notnj, ein erhöhtes, seelisches Leben Zuschreiben. '&-!?•> n’svr. n« net tut, das Denken ist's vor Allem, welches der Sabbat uns lehren soll. Die zweite Stufe ist nn, der Geist, das angewandte Denken, wie es sich namentlich darin bethä-

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