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Der Israelit · 1881-01-12 · Heft 2 (12.1.1881) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 2 (12.1.1881)
Date
1881-01-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXII. Jahrgang. Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Herausgegeben von »r. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 12. Januar 3611 (1881). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 35 Pfennige die dreigespaltene Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Di rette Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitende Attikel: Sabbat. — Die Kennzeichen der jüd. Race. — Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: Deutschland: Mainz. Würzburg. Berlin. Graudenz. — Oesterr.-Ungar. Monarchie: Wien. — Feuilleton: Akiba. Inhalt der ersten Beilage: Leitender Attikel: Literarischer Bettcht. Zeitungsnachrichten und Correspoirdenzen: Deutschland: Aus Baden. Berlin. — Oest.-Ung. Monarchie: Wien. Lemberg. Preßburg. Aus Stanislau. — Frankreich: Paris. — Amerika: Rew-Nork, — Feuilleton: Die Jugendfreunde. Inhalt der zweite« Beilage: Zeitungsnachttchten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Aschafsenburg. Nürnberg. Berlin. Berlin. Frankfurt a. M. Colberg. Hamburg. Horneburg. — Amerika: Chicago. —- Afrika: Tanger. — Inhalt der Extra-Beilage: Sp enden-Verzeichnisse. Leitende Artikel. Sabbat. i. Mainz, den 6. Januar. „Seht, der Ewige hat Euch gegeben den Sabbat!" So kündigt das heilige Gotteswort die Einsetzung des Sabbats an. Es ist ein köstliches Geschenk, welches der allgütige Gott seinem Volke gegeben hat. Dieses Volk war in Aegypten geknechtet, war von seinen hinterlistigen Feinden zu einem Sklavenvolke herabgedrückt worden. Die Sklaverei vernichtet den Mannesmuth, erstickt jedes edle Gefühl und macht den Menschen zum willenlosen Werkzeuge seines Herrn. Zsie größte Gefahr, welche unser Volk während seiner langen leidensvollen Geschichte zu bestehen hatte, war diese, die an der Wiege seines Volksthums es zu ersticken drohte. Da erschien der allgewaltige Gott und zerbrach die Fesseln und führte sein Volk heraus aus dem Lande der Knechtschaft mit starkenl Arm, unter großen, wunderbaren Erscheinungen, führte die Befreiten trockenen Fußes durch das Meer, in das er die Verfolgten versenkte, j Er führte sie in die Wüste, um sie Zu einem Volke i Gottes zu erziehen. Da sorgte er für ihre Bedürf- - nisse und sandte ihnen Brod vom Himmel hernieder, i Und siehe, rings um das Lager lag etwas auf der j Fläche der Wüste, dicht gestreut, dünn wie Reif, auf der Erde. Und es sahen es die Kinder Israel, und : sie sprachen Einer ^um Andern: wn was ist das?! denn sie wußten nicht, was es war. Und Moscheh j sprach zu ihnen: das ist das Brod, welches der Ewige; Euch gegeben hat zu essen. — Und sie sammelten es ein an jedem Morgen. Und es war am sechsten Tage, da sammelten sie das Doppelte, und sie kamen und berichteten es dem Moscheh. Und er sprach zu ihnen: Das ist, was geredet hat der Ewige: Ein Ruhetag, ein dem Ewigen heiliger Sabbat ist morgen; was ihr backen wollt, backet heute, und was ihr kochen wollt, kochet heute, und bereitet Alles für den morgigen Tag. Es ist ein köstliches Kleinod, welches der allgütige Gott uns in der Feier der Sabbats begeben. Schon bei der Schöpfung hat Gott den siebenten Tag geheiligt und hat ihn gleichsam aufbewahrt für das Volk, welches der Träger seines heiligen Namens

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