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Der Israelit · 1879-12-31 · Heft 53 (31.12.1879) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 53 (31.12.1879)
Date
1879-12-31
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XX Jahrgang. JH 53» Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Herausgegeben von vr. Lehmann in Main z. Mittwoch, den 31. Dezember 5640 (1879). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 ReichS-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 9b Pfennige die Petitzeile oder deren Raum.— OcsterreiLiicbe Banknoten laut Eours. — Tirecte Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 ReichS-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. WM" Pa mit dem 1. Jan. 1880 ein neues Hnartal beginnt, so ertanven wir nns, die geehrten ASsn- «ente« darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Wost das Abonnement frühzeitig erneuert werden muh, damit die Wersendung keine IlnterVrechung erleide. Inhalt. testende Artikel: Zum zehnten reweth. — Literarischer Bericht. Zeitungsnachrichten und Eorrespondeilzen : Deutschland: Würzbunz. Aus Baden. — Desterr. - Ungar. Monarchie: Wien. Wien. --- Afghanistan. — Feuilleton: Rabbi Joselmaun von Rosheim. Zuyatt der ersten ^Beilage: Zestungsnachrichten und Eorrespondenzen: Deurichland: Drraß bürg. — Frankreich: Paris. — Feuilleton: Laura. Zuhatt der zweiten IZeikage: .tuender Artikel: Literarischer Bericht. Zeitungsnachrichten und Eorreipondenzen: Deutschland: Ans Württemberg. — Amerika: Washington. — Leite«»« Artikel. Ium zehnten Teweth. Von L. (Schluß.) In einer Zeit wie die unsrige, die das „Hilf Dir selbst^ zu ihrer Devise gemacht hat, den Menschen und die Menschheit auf sich selbst und nur auf sich selber stellen möchte, die Wissenschaft, Forschritt, Bildung und wie die Schlagwörter alle heißen, fast ausnahmslos nur im Munde führt,;n der Wirklichkeit des Lebens sie aber verleugnet oder was vielleicht noch schlimmer ist, sie in dem Dienst des raffinirtesten Selbstinteresses stellt, in einer solchen Zeit, in welcher das Vertrauen der Menschen zu den Menschen und zu Gott von Tag zu Tag mehr schwindet, und in dieser BertrauenSlosigkeit, Rath- und Haltlosigkeit das ganze jammervolle sociale Elend wurzelt und gipfelt, das uns allenthalben entgegengrinst, in einer solchen Zeit mögen wir Juden es unfern Altvorderen aus der tiefsten Tiefe unseres Herzens danken, daß sie uns Tage der Besinnung und Sammlung gestiftet, und uns dabei in erster Reihe auf unsere Väter verweisen. Diese hatten noch Vertrauen, diese hatten noch einen Hort, der sie trug, weil sie sich gern und freudig von ihm tragen ließen. Und trotz aller Zerfahrenheit, ja gerade in der größten Zerfahrenheit will er noch unser Hort sein, will er auch die spätesten Sprößlinge dieser vertrauensvoll seiner Leitung sich hingebenden Väter, gleichwie auf Adlerflügeln hoch über alle Fahrnisse des Lebens tragen, aber wir wollen uns nicht mehr tragen und leiten lassen. Wir haben das Vertrauen in diese Leitung verloren, weil wir überhaupt die Fähigkeit zu vertrauen verloren haben. Wohl ahnen selbst Diejenigen, die unter dem Fluche eines von Gott abgewandten Lebens leiden, das Glück und den Frieden, der in einem vertrauensvollen Wandel mit Gott liegt, aber sie haben den Muth nicht, sich, ihre Familie, ihren Beruf, ihre Sorgen und Freuden dem Willen des Einen Allmächtigen zu unterstellen, sie haben den Muth nicht die Ver-

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