Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 51 (17.12.1879)
- Date
- 1879-12-17
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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1364 nach dem Ausspruche: inmo ’nm 333« ns3D »a Dl^JPl 3533. Oestrich. M. Rosenwald, Lehrer. Oesterreichifch-Ungarische Monarchie. Wien. In der General-Versammlung des Vereins zur Unterstützung mittelloser iSr. Studirender in Wien wurde seitens deS Vorstandes hervorgehobe«, daß der Verein seit seinem achtzehnjährigen Bestehen 50,400 fl. 39 kr. ausschließlich zu Unterrichtszwecken verwendete. Obschon eine große Zahl derjenigen, die der Verein seinerzeit als Studirende unterstützte, heute eine gesicherte Lebensstellung, als: Professoren, Beamte, Advocaten, Aerzte rc. einnimmt, beträgt die Summe der Rückzahlungen blos 1362 fl. 87 kr. Es wurden hierauf Vorschläge gemacht, in welcher Weise das Einkommen des Vereins zu vermehren wäre. Italien. Rom, 8. Dec. Deputirtenkammer. Maurigi interpellirte die Regierung in Betreff der Anerkennung Rumäniens. Cairoli erwiderte: Gemäß des Artikels 14 des Berliner Vertrags mußten Italien. Frankreich, Deutschland und England die Revision der Verfassung Rumäniens obwarten und da nicht anzunehmen war, daß man eine weitere Revision erlange, mußte man nach der Anschauung dieser vier Cabinete Bürgschaften suchen, daß die Anwendung der revidirten Verfassung eine ausführliche und aufrichtige sei. Die Pourparlers mit dem Vertreter Rumäniens hatten eine Erklärung Rumäniens zur Folge, die befriedigend erschien. Italien hielt damit den Augenblick für gekommen, Rumänien anzuerkennen. Die Erklärung Cairoli's fand im ganzen Hause lebhaften Beifall. Rom. Die Note, mittelst welcher die rumänische Regierung der italienischen die erfolgte Verfassungs» Revision zur Kenntniß brachte, lautet wörtlich: „Der Artikel 7 der rumänischen Verfassung , welcher das Princip des Artikels 44 des Berliner Vertrages sanctionirt, bietet den Israeliten die Mittel, die bürgerlichen Rechte zu erwerben. Dieses Princip wird stets loyal nnd aufrichtig befolgt werden. Die constituirten Gewalten werden beflissen sein, demselben den gebührenden Respect zu sichern und seine Anwendung fortzusetzen, damit eine vollständigere Assimilation der Israeliten eintrete. Sie werden auch auf die Unterdrückung der einschränkenden Maßregeln bedacht sein, die jüßßst für den Landbesitz hinsichtlich der Fremden eingeführt wurden. So wird den Israeliten dem bürgerlichen wie dem Privatrechte gegenüber ihre rechtliche Stellung gesichert sein. Die einer bestimmten Nationalität angehörigen Fremden werden ohne Unterschied der Religion auf demselben Fuße behandelt werden. Diese Note ist Montag von Cairoli in der italienischen Kammer verlesen worden. Palästina. Jerusalem Hier wurde vor einiger Zeit eine Thee-Anslalt ins Leben gerufen. Den ganzen Tag und die ganze Nacht wird hier Thee gekocht und den Armen unentgeltlich verabreicht. Es ist dies für dieNothleidenden, namentlich für alte, verwittwete Männer, die warme Speisen sich nicht kaufen können, eine große Wohlthat. Tische, Stühle und Trinkgefäße sind zum Gebrauch reichlich vorhanden. Die Kosten werden von einigen wohlthätigen Glaubensgenossen § bestritten. (Chabazeleth.) 1 Jerusalem, 21. Nov. In dieser Woche wurde das Mehl vertheilt, welches von dem Central-Comito zu Amsterdam zum Besten der Armen geschickt worden ist. Für jede Person wurde V/i Röthel um den Preis von 5 Piastern ausgegeben, während der Marktpreis für dasselbe Quantum 12 Piaster beträgt. Die neue Gerichts-Organisation wird gegen-; wärtig eingerichtet. Hier in Jerusalem soll auch j ein Jude als Richter installirt werden. Man hat 1 drei Sephardim und zwei Aschlenastm, welche der Landessprache mächtig sind, ausgewählt, um aus ihrer Mitte einen Richter zu bestimmen. Die Zeitschrift „Schaare Zion", der wir diese Nachricht entnehmen, ergreift bei dieser Gelegenheit den }j Anlaß, unseren Glaubensgenossen in Jerusalem ü Vorwürfe über die Vernachlässigung der zeitge-! mäßen Bildung zu machen. Während unter 13,000 [i jüdischen Seelen der heiligen Stadt sich nur 5 Personen finden, welche der Landessprache mächtig sind, gibt es unter den 7000 Christen dort mehr als 1000, welche jene Sprache sich vollkommen zu eigen gemacht haben. \ i