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Der Israelit · 1879-11-26 · Heft 48 (26.11.1879) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 48 (26.11.1879)
Date
1879-11-26
Page
– (sequence 19)
Language
German
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XX. Jahrgang. Zweite Leilage zu Ar. 48 des Israelit. Zeitungsnachrichten und Correfpondenzen. Deutschland. Mainz, 21. Nov. In der bekannten Eßrogim- Angelegen eit meint auch der zu Pesth erscheinende „Ungarische Israelit" sein Urtheil abgeben zu sollen. Wir übergehen die Schimpfworte und Beleidigungen, welche die Reformer und Halbreformer bei jeder Gelegenheit in reicher Fülle über uns anszuschütten belieben. Herr Dr. Bak, der Redacteur des genannten Blattes, will erweisen, daß piü bw ann« zum Gebrauche erlaubt sei und offenbart nun folgende Weisheit, „daß erstens bio nicht nsona tdn ist und daß zweitens miLQ iana nian^." Du staunst, lieber Leser, über den großen Scharfsinn und den feinen Verstand des gelehrten Herrn vr. Bak! Nur Schade, daß ein anderer Gelehrter von nicht minder großer Bedeutung als Herr vr. Bo?, daß Maimonides anderer Ansicht ist. Derselbe entscheidet ('a v"n n'e> D^b mam) mn« nnau nenn nrny bm Die Quelle des Maimonides ist die fünfte Mischna des HI Abschnittes des Traktates Sukah, wo n’3 und rva in Bezug auf ’Nicn verschiedener Ansicht sind, demnach baü ganz außer Frage stehet. Derselben Ansicht, daß bv ann« t>iDD bau sind auch Thoßapoth vr"n"s -r"y n"> hd^d cn1? fconN) n"a"i ^"a ’a’PD M njn : nn »m) 'Zy ’im ‘'DDib n,(? -ppso 'ya na rawv wona mo m^ian '»r-ii bava bare .->'b Jeder der von Herrn vr. Bak einmal gehört hat, wird bei dieser Gelegenheit das Andenken des unvergeßlichen Rabbi JehudaOssad y'p'W?fegnen, der dem Genannten die Befähigung abgesprochen, als Rabbiner zu fungiren. Würzburg, im November, mwa »n* *b ovn »au». Es \\x keine Freudensbotschaft, die mir heute die Feder in die Hand drückt, es ist der Ausdruck tiefen Schmerzes ob der Wunde, die der unerbittliche Tod unserem Gemeindekörper geschlagen, es ist die Kunde von dem Verluste, den uns die verflossene Woche in dem Hinscheiden eines unserer besten Mitglieder, eines echten mn\ ein s Menschenfreundes im vollen Sinne des Wortes, gebracht hat. Herr Louis Henneberg zählt nicht mehr zu den Lebenden; er hat im 72. Lebensjahre seine irdische Laufbahn beschlossen, nachdem er einen reichen Thatenkranz um sein Haupt gei wunden, aio dv nnaa nachdem er sich durch > bo b nwyo ein bleibendes, ehrendes Andenken bei der Nachwelt gesichert D’pny bm cnTin^n np’y I D’aio d’wvd. Schon frühzeitig dem Thora-Studium zugeführt und noch zu den Füßen der nnn in Fürth sitzend, hatte er sich ein schönes! Wissen in p"n"n erworben, und als er später sich i dem Geschäftsleben zuwendete, verabsäumte er es! nicht, mm!? cmy yaip zu sein; er stand gerne mit! mm hd6 in Verbindung, ehrte und unterstützte j sie im reichsten Moaße. Den hier studirenden i Bachurim war er stet^ ein rächender und helfender! Freund, sie durch feine Theilnahme und Aufmerksamkeit in ihrem Studium ermunternd. Diese Liebe zur nun, zur religiösen Bildung überhaupt, gab er auch in dem Streben für Jugendbildung zu erkennen. So schenkte er diesem Zweige schon in seiner Heimathgemeinde Sulzdorf besondere Aufmerksamkeit, so war er eines der eifrigsten ComitS- Mitglieder zur Gründung unserer Gemeinde-Schule, deren Verwaltung er fast zwei Decennien gehörte und für deren Gedeihen und Aufblühen er stets das regste Interesse zeigte. Der hiesigen isr.! Lehrerbildungs-Anstalt war er ein warmer Freund und Gönner; als Jugendfreund des Gründers und Leiters derselben yV'r "mmn genoß er dessen Vertrauen im hohen Grade, und er ward alljährlich zur Revision der Rechnung, überhaupt | bei jeder wichtigen Angelegenheit als Rathgeber! von ihm beigezogen. Dieses Vertrauen ward ihm! auch von dem Sohne, dem gegenwärtigen Vorstande entgegengebracht, und H. zum Mitgliede in das I neugebildete Curatorium gewählt, in welchem seine! Thätigkeit nur von kurzer Dauer sein sollte. Die Lehrerbildungs-Anstalt wird ihm ein dankbares Andenken bewahren. Sein vorzüglichstes Streben war überhaupt Wohlthun und Liebesthätigkeit. Da erfolgte kein Aufruf für Nothleidende im hl. ' ande, in Rußland rc. rc., für Abgebrannte, für Ueberfchwemmte, für Einzelne wie für Gemeinden, wo der Name H. nicht als tonangebend glänzte, wo er nicht das Amt des Collectirens, des ntpyoi ntny übernahm, und darin aushielt, bis er sich am Ziele der guten Sache glaubte. Wie viele Thränen trocknete er,

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