Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 47 (19.11.1879)
- Date
- 1879-11-19
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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1242 „Geiste Irrenden werden Erkenntnis erwerben und „die Widerspenstigen werden Lehre annehmen." Hiezu bemerken unsere Weisen im Traktat Sanhendrin f. 19 d.: „Fürwahr, so spricht der „Ewige zum Hause Jakobs, der da den Abraham erlogt „hat — wo finden wir, daß Jakob den Abraham „erlöst hat?" Rabbi Jehudah sagte: „er hat ihn er- „löst von der kummervollen Mühe der Kinder- „ Erziehung", und so heißt es auch weiter: „und jetzt „wird sich nicht zu schämen haben Jakob — vor „seinem Vater; und Scham wird nicht sein Antlitz „entstellen — von seinem Großvater! denn er „wird sehen seine Kinder, das Werk meiner Hände, „in seiner Mitte meinen Namen heiligen." Hierzu bemerkt Naschi: „Jakob hat Abraham erlöst von der kummervollen Mühe der Kindererziehung, die eigentlich dem Abraham aufgelegt, war, dem ja ist gesagt worden: Ich werde vermehren Deine Nachkommen." Di? Thoßapoth fragen in Bezug hierauf: Wie kann man das eine Erlösung nennen? wir finden ja im Gegentheil, daß viele Kinder eine Freude und ein Segen find, wie unsere Weisen im Tractat Berochoth k. 63b. den Segen, welche Gott dem Obed Edom zu Theil werden ließ, als einen reichen Kindersegen bezeichnen. (Vrgl. 2. B- Samuelis C. 7 u. 1. Buch der Chronik C. 26). Deßhalb wollen die Thoßaphoth die Erlösung auf die Leiden beziehen, die Jakob anstatt Abraham hatte erdulden müssen. Die Erklärung der Thoßaphoth erscheint jedoch nicht entsprechend; namentlich würde nach dieser Erklärung der Nachsatz nicht passen: nicht wird sich zu schämen haben Jakob vor seinem Vater, und nicht wird Scham sein Antlitz entstellen vor seinem Großvater, denn er wird sehen, wie seine Kinder Meinen Namen heiligen. Wir wollen deßhalb eine andere Erklärung versuchen. — Freilich ist eine große Kinderschaar ein Segen Gottes und eine Freude; aber nicht immer sind die Verhältnisse gleich. Obed Edom, welcher in einem geordneten jüdischen Staate, unter der Herrschaft König Davids lebte, inmitten gottesfürchtiger Mitbürger und Nachbarn — für ihn war es ein Leichtes, eine große Kinderschaar zu frommen, gottesfürchtigen, braven Israeliten zu erziehen. Die Kinder wuchsen heran, sahen im Hause und außer dem Hause nur Gutes vor sich, und genossen den Unterricht der Weisen und Propheten , an den jenes Zeitalter so reich war. Warum sollten diese Kinder nicht gedeihen? Da war von einem d'JH dii'a -tys, von einer kummervollen und mühevollen Erziehung nicht die Rede, da war eine große Kinderschaar eine Freude und ein Segen, zu r al da, wo wie bei Obed Edom die materiellen Verhältnisse günstig waren. Betrachten wir dagegen die Lage, in welcher unser Vater Jakob sich bfand. Er war allein inmitten einer feindlichen Welt, unter Menschen, die Götzen dienten und allen Lastern ergeben waren, welche mit dem Götzendienste im Zusammenhänge stehen. Nicht war es Abraham gelungen, mehr als einen Sohn für seinen Gott zu erziehen, nicht war es Jizchak gelungen, mehr als einen Sohn den Abrahams-Segnungen zu erhalten. Und Jakob hatte zwölf Söhne, allefammt stark an Körper und Geist, allcsammt klüftig, zum Guten wie zum Bösen befähigt. Das war keine kleine Aufgabe, zwölf solche Kinder, noch dazu von verschiedenen Müttern, zum Dienste des einzigen Gottes zu erziehen und sie von allen bösen Einflüssen der schlimmen Nachbaren und Verwandten fern zu halten. Das war wirklich ein D'ja Gi'a eine kummer- und mühevolle Aufgabe Stelle Dir vor, lieber Leser, mit welcher Sorgfalt und Mühe Vater Jakob die Seinen überwachen mußte, damit sie nicht verführt wurden von Laban und seinen Söhnen in Padan Aram, da sie noch kleine Kinder waren, daß sie nicht verführt wurden von Esaw und den Seinen, daß sie nicht verführt wurden von den Töchtern der heidnischen Völker, in deren Mitte sie verkehrten! Welche Mühe und Last war es, alle diese Kinder zu allem Gutem anzuhalten, sie zu schützen vor Lüge und Heuchelei, sie zu erziehen zu all den großen, schweren und erhabenen Pflichten, welche der Dienst des einzigen Gottes erheischt! Und wie ist es unserm Vater Jakob gelungen! Er kann sich nach vollbrachter Lebensaufgabe ruhig hinlegen zum Sterben, denn sein Lager umstehen 12 herrliche Söhne, die ihm Alle, ohne Ausnahme, zurufen: „Höre Israel, unser Vater, der Ewige, der Dein Gott ist. er ist auch unser Gott — der einzige Gott!" Fürwahr, so spricht der Ewige zum Hause Jakobs, der da den Abraham befreit hat: nicht braucht sich zu schämen Jakob vor seinem Vater, und nicht braucht sein A >tlitz Scham zu tragen vor seinem Großvaler, denn er hat sie beide übertrvffin, indem er siehet, daß seine Kinder Meinen Namen heiligen Auch in unserer Zeit ist die Erziehung der Kinder so schwer, wie sie unserem Vater Jakob geworden; auch wir leben, umgeben von Verhältnissen, die dem wahren, echten, unverfälschten und unverkürzten Judenthume meist feindlich sind. Vor hundert Jahren, da wuchsen die Kinder zu guten Jehudim heran, ohne daß es den Eltern viele Mühe und Sorgen zu machen brauchte. Die Kinder besuchten die jüdische Schule und wuchsen in einer gottesfürchtigen Umgebung auf, sie wurden für Ge die lin, unt ner die schl Kir nick jüd ben der ein zun gest Im Lac son da wer Go Zei Jür und die Soi doc! und ger» So: der. Zw kehr Val dies untc Ver im Lei! Jos. rinn nehi dies uno Erz. Elt? Kin wie Alge fälti Die sind Jak.