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Der Israelit · 1879-11-12 · Heft 46 (12.11.1879) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 46 (12.11.1879)
Date
1879-11-12
Page
– (sequence 18)
Language
German
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1 j ji ü 'ijww.mjwi iluj 1234 Mann, der auf dem Boden des überlieferten, einzigen, wahrhaftigen Judenthums steht, eine solche Anstalt besuchen. Wer es dennoch thut, hat wenigstens keinerlei Entschuldigung für diesen verhängnißvollen Schritt. Und wenn die Gutachten der Herren Rabbinen Hirsch, Hildesheimer und Lehmann auch keinen weiteren Erfolg zu verzeichnen hätten, als diesen einen, so wäre auch das ein nicht hoch genug anzuschlagender Gewinn. Das Bewußtsein eine einzige jüdische Jünglingsseele dem nD'npexi nu'D entrissen, und so dem Judenthum ungetrübt erhalten zu haben, wiegt reichlich die Schmähungen und das ganze Gebelfer aus, in welches sich der gegnerische Mißmuth kleidet. Dieser Mißmuth ist ja selber ein so glänzender Erfolg dieser Gutachten, daß man die ihn begleitenden Ausfälle gerne mit in Kauf nehmen kann. Im Gegentheil, je toller, je besser. — Man vergegenwärtige sich nur noch einmal kurz die ganze Sachlage. Eine Gemeinde steht vor der Rabbinerwahl. Sie richtet an drei erprobte Führer der deutschen Judenheit die Frage, ob ein gesetzestreuer Jude seiner religiösen Pflicht genügt, wenn er seine Hand zur Wahl eines Rabbiners der Breslauer Schule bietet. Die Frage wird einstimmig veryeint. Die Verneinung wird in sachlicher, objektiver Weise begründet, selbstverständlich ohne auch nur ein einziges beleidigendes oder gar kränkendes Wort mit einfließen zu lassen. Darob wird das Organ der Breslauer Schule fuchswild und — schimpft. Schimpft Hirsch einen Ignoranten, weil er von der Breslauer Paftoralklugheit nichts weiß und wissen will, Hildesheimer einen Ignoranten, weil er sich nicht auf gefälschte j Citate verstehen will, und Lehmann einen Ignoranten — warum? weil der Rabbiner von Kowno ein größerer pob sein soll, als der Rabbiner der Mainzer Religionsgesellschaft. Vor dem Rabbiner in Kowno hat Herr vr. Rahmer allen Respect; vielleicht hätte er ihn auch vor Herrn vr. Lehmann, wenn er nur erst Rabbiner in Kowno wäre. In Mainz ist er Herrn vr. Rahmer etwas sehr unbequem. Wenn Herr vr. Rahmer von dem Rabbiner in Kowno wirklich eine sogute Meinung hat, daß ihm sein Urtheil imponiren würde, so wäre doch endlich e nmal ein Punct gefunden, in welchem wir voll und ganz mit ihm übereinstimmen. Da möchten wir uns denn zum Schlüsse folgenden Vorschlag zur Güte gestatten. Der gesetzestreuen deutschen Judenheit genügen die drei Gutachten über das Breslauer Seminar und seine Schüler. Die Herren Breslauer, denen sie nicht genügen, weil die dre^^abbiner eben nicht Rabbiner von Kowno Ä^WW^en doch einmal den Rabbiner von ^or^W^WWn Gutachten über ihr Seminar angehep-^WDIht können sie sich damit wieder rehabiluirSTuckd den drei Rabbinen damit ein Schnippchen schlagen! Herr vr. Rahmer brauchte in seiner Anfrage! nur daran zu erinnern, daß der erste Lehrer und Leiter des Seminars ein O'Owri ja mina ist, daß derselbe kürzlich sein 25jähriges Jubiläum als D’mn nx x*üno gefeiert hat, daß die Schüler ihrem Lehrer und seinen Lehren treu ergeben sind, daß sie diesen Tag in feierlichster Weise begangen und in allen Variationen den Wunsch ausgedrückt haben, ihr Lehrer möge in der bisherigen Weise noch viele, viele Jahre weiter wirken. Er braucht sich ferner mit Kleinigkeiten wie td*x ,oj” qpd nxsin ic. gar nicht in dieser Anfrage zu befassen, braucht nur daran zu erinnern, daß er, der Wortführer der Breslauer, so und so viele Jahre Rabbiner von Magdeburg sei, und daß seine Gemeinde bis auf diese Stunde noch nicht einmal eine mpo habedaß also er der Rabbiner es geschehen läßt, daß die Gemeinde fortwährend in einem rro td’x lebt re. re. Wer wollte dann an der Heiligsprechung solcher Rabbinen, seitens des Rabbiners von ' Kowno zweifeln? i Im eigenen Lande gilt ja der Prophet gewöhnlich nicht viel, vielleicht läßt sich die Breslauer Wissenschaft des Judenthums und ihre Jüngerschaar, durch das Gutachten eines russischen Rabbinen retten. Zu verlieren hat das Breslauer Seminar nichts mehr, auch wenn der Versuch schief ausfallen sollte, wir empfehlen ihn daher einer geneigten Berücksichtigung. ZeirrrngSrracbricbten und Correspondenien. Deutschland. Glsdorf (Ungern verspätet.) rut^n tswi ttmrbe die hiesige Gemeinde durch ein eben so sinniges wie werthvolles Geschenk überrascht. Fräulein Stolzenberg aus Esch, Wohlthäterin im wahren Sinne des Wortes, beschenkte die Gemeinde mit einem itnpn P:>. Der Vorsteher Herr Hirsch dankte der Spenderin im Namen der Gemeinde mit kurzen innigen Worten. Fr. St. bedachte in kurzer Zeit nacheinander das Israel. Asyl, das jüdische Lehrer-Seminar zu Cöln, das Waisenhaus in Paderborn mit angemessenen Geldsummen und tilgte eine Hyvothekenschuld von 1500 Mark, die auf der hiesigen Synagoge ruhte. Alles ist mit Willen

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