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Der Israelit · 1879-11-12 · Heft 46 (12.11.1879) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 46 (12.11.1879)
Date
1879-11-12
Page
– (sequence 2)
Language
German
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1218 en Schätze, auf die er ein volles Anrecht gehabt, zurückgewiesen, während er doch vorher und nachher ohne Bedenken Geschenke von Pharao, dem Könige von Aegypten und von Abimelech, dem Könige von Gerar angenommen, Geschenke, auf die er kaum ein Anrecht gehabt. Man erklärt diese auffällige Erscheinung gewöhnlich dahin, daß Abraham sich nicht an dem Gute des bösen und sündigen Sedom habe bereichern wollen. Man könnte nach dem Obengesagten die Frage in anderer Weise lösen: Abraham nahm ohne Bedenken, die Geschenke, welche ihm durch die unmittelbare Fügung Gottes zukamen und um deren Erwerb er nicht das geringste Verdienst hatte. Dagegen wies er Dasjenige zurück, was ihm scheinbar die eigene Thatkraft und die Tapferkeit seiner Hand erworben hatte, weil er fürchtete, in seinem Innern das stolze Gefühl der eigenen Kraft zu nähren. Demnach können wir die oben citirte Stelle in folgender Weise übersetzen: Ich habe meine Hand aufgehoben zu dem Ewigen, dem höchsten Gotte, dem Schöpfer von Himmel und Erde (d. h., ich habe meine Hand lediglich dem Dienste Gottes geweihet), daß ich weder einen Faden noch ein Schuhband nehme von Allem, was Dein ist, damit sie. die Hand, (iCNn a6i, dritte Person singularis feminini) nicht sage: ich habe den Abraham reich gemacht. Dem entspricht auch die außerordentliche Bescheidenheit Abrahams, da er, von größter Menschenliebe erfüllt, die Barmherzigkeit Gottes für die Bewohner verbrecherischer Städte anrufend, sich selbst als Staub und Asche bezeichnet. Die größte Gottergebenheit aber, die größte Aufopferungsfähigkeit hat Abraham in der Erziehung seines Sohnes Jizchak bewährt; diesen zu einem wahren Gottesdiener zu erziehen, war ihm kein Opfer zu schwer. Seinetwegen trennte er sich von seinem geliebten Weibe Hagär und dem ihm so theueren Sohn Jischmael, und dennoch zögerte er nicht einen Augenblick, auch diesen einzigen, geliebten Sohn Jizchak auf das Geheiß seines Gottes hinzugeben. Als Gott noch im letzten Augenblicke die Opferung Jizchaks verhinderte, da sprach Er: „Strecke Deine Hand nicht aus gegen den Knaben und thue ihm nichts, denn jetzt weiß ich, daß Du gottesfürchtig bist, denn Du hast Deinen Sohn, Deinen einzigen mir nicht entzogen." Es sind zwei Fragen, die sich uns beim Lesen dieser Stelle aufdrängen: 1) Warum sagt Gott: „jetzt weiß ich"; zehn Prüfungen hat Abraham überstanden, von denen die Akedah die zehnte war, und erst zjetzt weiß Gott, daß Abraham gottesfürchtig ist? 2) Warum hat Gott nicht ein Wort des Lobes und der Anerkennung für Jizchak, der ohne zu widerstreben seinen Hals ausgestreckt hat auf dem Altar? Jizchak war doch nicht mehr so jung; er hatte sich erkundigt nach dem Lamm zum Ganzopfer, und Abraham hatte ihm gesagt, daß er selber das erlesene Lamm zum Opfer sei, und Jizchak hatte freudig darein gewilliget und eines Sinnes mit dem Vater den Weg fortgesetzt. Und in der Thal, wir, in unseren Gebeten, wir legen den Hauptnachdruck auf die Opferwilligkeit Jizchaks. Die wahrhafte Frömmigkeit eines Mannes, die zweifellose Gottergebenheit zeigt sich erst im Erfolge der Erziehung der Kinder. Das Beispiel der Eltern wirkt auf die Kinder mehr ein, als irgendwelche Belehrung. Bedenken wir, wie schwer es Abraham wurde. inmitten einer heidnischen Welt seinen Sohn zum Gottesdiener zu erziehen, zu einem solchen, der sich nicht weigerte, sein Leben hinzugeben zur Heiligung des göttlichen Namens — dann werden wir erkennen, daß Abrahams wahrhafte Gottesfurcht erst offenbar wurde durch Jizchaks anfopferungsvolle That. Bei Jischmael war es Abraham nicht gelungen, ihn zu schützen vor der Verführung der heidnischen Nachbarn; durch Jizchaks bereitwillige Liebe zu Gott ward Abrahams Gottesfurcht ein Gegenstand der Bewunderung der ganzen Welt. Damit sind beide Fragen beantwortet. Erst jetzt, durch Jizchak stellte sich die wahrhaft vollkommene Gottesfurcht Abrahams heraus und es ist das höchste Lob für Jizchak, da Gott zu Abraham spricht: jetzt weiß ich. daß Du gottesfürchtig bist, denn Du hast Deinen Sohn, Deinen Einzigen — nicht erst jetzt, sondern schon lange — mir nicht entzogen, Du hast Deine Gottesfurcht dadurch bewährt, daß Du Deinen Sohn für meinen Dienst erzogen, so daß er nicht einen Augenblick zögerte, sein Leben hinzugeben zur Heiligung des göttlichen Namens. (Schluß folgt.) Zeitu»gsnacbrichten rru- Correspon-enzen. Deutschland. Aus Westphalerr. Heute habe ich Dir, lieber Leser, eine frohe Nachricht mitzutheilen. In unserm, in religiöser Beziehung so sehr in Mißkredit gekommenen Westphalen hat sich ein in seinen Folgen schwerwiegendes Ereigniß vollzogen, das, w?mi feinei und nicht verfo Wiel Sinr fehle! doxe Witt selbst dorti Jahr man hat, denth diens Dien Cult, mina neber sind Chor gefüh von! Relio und i schrif matid Kahn einen mehre hatte, Sinn lichke Einri der . beleb! bunde meind völlig Fraue r überg tag \ Weihe selbe einger der'n scheue Opfer richtet und sl alth < ohne <

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