Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 44 (29.10.1879)
- Date
- 1879-10-29
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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XX. Jahrgang. M Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. HerauSgegeben von Dr. Lehrnarrn in Mainz. Mittwoch, den 39. October 5640 (1379). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs io Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut CourS. — Directe Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 ReichS-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitender Artikel: Ein Preßprozeß. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Höchberg. Burgpreppach. Berlin. — Rumänien. Feuilleton: Rabbi Joselmann von RoSheim. Anhalt der ersten Nettage: Leitender Artikel: Der Erfolg der Gutachten über das Breslauer Rabbiner-Seminar. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Feuilleton: Der neue Oberamtmann. Inhalt der zweiten Nettage r Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Leitender Artikel. Lin Oreßproceß. Mainz, 23. Oct. Demnächst wird vor dem Königl. Preußischen Gerichtshöfe zu Wiesbaden ein Preßproceß verhandelt werden, dessen Gegenstand für die jüdische Wissenschaft von Wichtigkeit und Bedeutung ist. Herr I. Bril und Herr E. Gutmann von hier haben im verflossenen Sommer Ethrogim aus dem heiligen Lande bezogen und dieselben im i „ Israelit" annoncirt mit dem Bemerken, daß von! denselben Therummoth und Maaßeroth genommen, j ES wurde dabei erwähnt, daß Zeugnisse für letzteres, ausgestellt von den Rabbinen Jerusalems, in der Expedition des „Israelit" einzufehen seien. Herr Rabbiner Süßkind zu Wiesbaden hat darob Gelegenheit genommen, Herrn Bril im „Rheinischen Courier" zu beschimpfen, ihm verwerfliche Motive unterzuschieben, indem eine Pflicht der Therummoth und Maaßeroth gar nicht vorliege. Es sei daher nur darauf abgesehen, die etwaigen Käufer durch falsche Vorspiegelungen zu berücken. Herr Bril hat daraufhin gegen Herrn Rabbiner Süskind Strafantrag gestellt, und wird die Verhandlung darüber wahrscheinlich schon im nächsten Monat stattfinden. Wir wollen im Nachstehenden die Frage, ob Ethrogim, die aus dem heiligen Lande in's Ausland gesendet werden, der Pflicht von Therummoth und Maaßeroth unterliegen, einer ruhigen und objectiven Prüfung unterziehen. Wir lesen in der ersten Mischnah des II. Cap. des Traktats Challah: 1N8' rbrp O'2"k1 pN1? lDJDJtff pN1? NLIll nVVD 82'pp '-n 2"!1O '"I j40D Daraus geht hervor, daß nach der maßgebenden Entscheidung des Rabbi Akiba solche Früchte, welche aus dem heiligen Lande nach dem Auslande gesendet werden, der Pflicht der Absonderung der Priesterheben rc. rc. nicht unterliegen- Dem ent-