Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 40-41 (13.9.1879)
- Date
- 1879-09-13
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XX. Jahrgang. M m « Li Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Herausgegcben von Dr. Lehman« in Mainz. Dienstag, den 30. September 5640 (1379). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 2d Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — O österreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 ReichS-Mark oder 7 fl. Vsterr. an die Expedition franco einzusenden. MT Wir geben heute eine Doppel-Nummer, da in nächster Woche wegen des heiligen Laubhütten-Festes kein Blatt erscheint. Die nächste Nummer wird Mittwoch, den 15. Oktober, ausgegeben. Inhalt. i'eiteube Artikel: Das Ethrvg. — Rabbi Me/r Ledusch Malbim Zeitungsnachrichten und Eorrefpondenzen: Oest.-Ung. Monarchie: Livz. — Rumänien: Bukarest. Bukarest.— Frankreich: Paris, iicnillcton: Rabbi Joselmann von Rosheim. Anhalt der erüerr Aeilage: leitender Artikel: Der Elternsegen beim Eintritt des Bersöhnungs- ^eitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. 1 Frankreich: Paris. — Feuilleton: Rabbi Joselmann von Rosheim. Anhalt der zweiten Meilage: eilender Artikel: Literarischer Bericht. Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: Deutschland: Berlin. Güstrow. Heilbronn. Rnilleton: Der neue Oberamt.nanu. Inhalt der dritten ZSeilage: >eitnngsnachrichten und Correspondenzen: Oest.-Ung. Monarchie: Pesth. Lzolyva. — Rumänien: Bukarest.—Frankreich: Paris. Inhalt der Krtra-ISeilage: rpenden-Lerzeichnisse. Leitende Artikel. Pas Lthrog. Mainz, 23. Sept. Aus den zahlreichen Gottesgeboten, welche das herannahende Hüttenfesi uns bringt, wollen wir heute „die Frucht des schönen Baumes" ns> YV herausgreifen, um sie zum Gegenstände smsererer Betrachtung zu machen.! Die Namen für diese Frucht sind mannigfach; hen biblischen haben wir soeben erwähnt; im Talmud heißt sie Ethrog nn«; im deutschen wird sie bald Meerapsel, Ceder oder auch Paradiesapfel genannt. Der zuletzt genannte Namen deutet darauf hin, daß dies die Frucht gewesen sein soll, von welcher unser erstes Elternpaar im Paradiese gegessen, und in der eigcnthümlichen Gestaltung mancher dieser Früchte will man noch die Spuren des Bisses unserer ersten Mutter erkennen. In unseren heiligen Büchern finden wir über diese so allgemein gewordene Annahme nichts; nur eine Andeutung will man finden in der Übersetzung des Onke'los, der yyn innn, und lieblich war der Baum zu betrachten mit den Morren wiedergiebt JJJlD'i; das Wort jjhöi nun hat denselben Stamm wie nnx (-iejuct bi ]wbo J’DDJ n«). Im Talmud (Berachot f. 40a) werden uns andere Früchte genannt, von denen die eine oder die andere, je nach der Verschiedenheit der Ansichten, am Baume der Erkenntniß gewachsen seien. Rabbi Meir nennt den Weinstock, Rabbi Nechemjah den Feigenbaum, Rabbi Jehuda sagt, es sei eine Brodfrucht gewesen. Wir sagen eine Brodfrucht; im Talmud heißt es rwn, Waizen; da aber der Waizen nicht auf dem Baume wächst, so hat wohl Rabbi Jehudah darunter eine Brodfrucht verstanden (nach der Analogie wie es im Talmud Kethuboth heißt nb'ü 'V21 nis' m«pDip:i vuiv p« m’ny). Welches ist wohl die vorzüglichste Pflanze? Bei Beantwortung dieser Frage dürfen wir