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Der Israelit · 1879-09-03 · Heft 36 (3.9.1879) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 36 (3.9.1879)
Date
1879-09-03
Page
– (sequence 18)
Language
German
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974 und Berlin zufrieden sei, erwiederte Herr Boerescu, eigentliche Resultate hätte er nicht erzielt; höchstens nehme er von diesem Besuch einen Eindruck mit, den er vor der Hand noch nicht einmal als einen günstigen zu bezeichnen wage. Dann fuhr der rumänische Minister, der in Paris seine Ausbildung erhalten hat unv von der hiesigen Rechtsfakultät zum Dr. juris promovirt worden ist, fort : Wir wissen , daß wir in Frankreich auf große Sympathien zählen dürfen. Von hier werde ich nach London und dann nach Rom gehen. Ich möchte überall der Ueberzeugung Eingang verschaffen, daß bei dem rumänischen Volke, Lateinern, die sich mitten unter Deutsche und Slaven verirrt haben, eine sehr entschiedene Tendenz herrscht, sich ihren abendländischen Brüdern zu nähern. Warum sollte man uns zurückweisen? Was würde man dabei gewinnen, wenn die öffentliche Meinung in Rumänien eine andere Richtung nähme? Wir haben unter den letzten Ereignissen genug gelitten und nun bereitet man uns noch oeue Verlegenheiten. Die rumänische Nation ist im Orient der äußerste Vorposten der lateinischen Staaten; sie steht vielleicht noch hinter dem übrigen Europa zurück, weil sie kaum erst selbstständig geworden ist; aber sie ist fest entschlossen, Alles aufzubieten, um in die große europäische Völkerfamilie einzutreten. Ihre Haltung in der Judenfrage liefert dafür einen neuen Beweis. Die Regierung wird mit einer starken Opposition zu kämpfen haben; aber sie hofft, daß es ihr gelingen werde, die Majorität in die Bahn der von den B rliner Vertragsmächten verlangten Reform mit fortzureißen, wenn man ihr nur gestattet, bei der Durchführung derselben mit der nöthigen Schonung vorzugehen. Es ist nicht denkbar, daß auf diesem Boden keine Verständigung zu Wege gebracht werden sollte. Rumänien ist und soll auch ferner sein der natürliche Bundesgenosse Frankreichs im Orient, wo dasselbe so bedeutende Interessen hat. Inzwischen erfährt man, daß die gestrige Unterredung des Herrn Boerescu mit dem Minister des Aeußern, obgleich sie anderthalb Stunden währte, nicht zu dem Resultate geführt hat, welches der rumänische Abgesandte sich versprochen hatte. Waddington ist dann nach Deauvitte abgereist und Boerescu gibt noch nicht die Hoffnung auf, seinen Sinn in einer zweiten Unterredung, die in diesem Badeorte oder in Paris stattfinden soll, zu erweichen. — ANZEIGEN. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Jttferaten-Annahme für Frankfurt a.M. bei Hauff mann, Buchhandlung , für Hamburg bei A. Goldschvnidt, Buchhandlung in H amburg, Kohlhöfen 35, und für CblU bei Leo Frank, Steinfeldergasse 7. (Eingesandt.) In Gruppe VI, Klasse II der Berliner Gewerbeausstellung stoßen wir auf eine prächtige Glasätzung, in Gold ausgeführt, von der Firma I. Kaufmann, Atelier für Schriften und Scbildmalerei. Neue Friedrichstr. 78 a. I. — Diese Glasätzung ist rin sogenannter „Misrach", wie derselbe als Deukolatt heiliger Erinnerungen in den Synagogen und frommen jüdischen Häusern zu finden ist. Dieser Misrach trägt in hebräischen Lettern den Namen Gottes am Kopfe. Unter demselben tragen schwebende Engel die Gesetztafeln mit den zehn Geboten. Die Mitte zeigt Moses und Aron, den goldenen Leuchter des Tempels Salomonis, die Säulen, die den Tempel getragen u. s. w' Das Ganze ist umrahmt durch die Worte des 150. Palms. Wir machen auf dieses Kunstwerk jüdische Gemeinden besonders aufmerksam. Ueberhaupt verdienen die Glasschild-Arbeiten Kaufmann's in Gold-, Silber- und Perlmutt-Schrift alle Anerkennung. (2698] (Nordd. allgem. Ztz.) in junges Mädchen, Israel., welches längere Jahre im Manufactur- und Confections-Geschäfte thätig war, sucht Stelle, wo sie sich gleichzeitig mi im Haushalte beschäftigen kann. Offerten unter L. S. 1U0 postlagernd Königswinter erbeten. (2680

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