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Der Israelit · 1879-08-20 · Heft 34 (20.8.1879) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 34 (20.8.1879)
Date
1879-08-20
Page
– (sequence 9)
Language
German
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909 eilte zur Thür; James Goldsmith trat ihm entgegen. „Nun?" — stammelte er „nun? — meine Vermuthung war richtig? — ihr Mädchenname war Löw? —" James bejahte mit einem kaum unterdrückten Seufzer. Doch den vernahm der Andere nicht, in dem wilden Ausbruch seines Entzückens. „Mein!" jubelte er, „mein Kind! meine Tochter! — und ihre Mutter lebt! — Bertha! — Bertha! — O Gott! ich danke Dir! —" Er fiel dem Freunde um den Hals und brach in ein lautes Schluchzen aus. Mr. Goldsmith bemühte sich, ihn zu beruhigen und rascher als er erwartet, gelang ihm dieses, denn Mr. Green drängte mit Gewalt seine Thränen zurück. „Kommen Sie!" rief er, „kommen Sie — führen Sie mich zu ihr — zu meinem Kinde — o — Sie haben noch kein Kind — und wenn Sie eines hätten — Sie hätten doch keine Ahnung davon, wie es jetzt in meinem Herzen wogt — wenn man zwanzig Jahre lang sich als kinderloser Wittwer betrachtet — und meine Frau lebt! — und mein Kind lebt! — und ist hier. — Und sie ist schön — nicht wahr? — sie ist wunderschön?" „Freilich", erwiederte Mr. Goldsmith, „sie ist das Entzücken Aller, die sie kennen." „Margareth ist ihr Name?" „Ihr eigentlicher Name ist Jakobine." „Jakobine? — Ah, ich verstehe, meine Frau hielt mich für tobt und gab meinem Kinde meinen Namen. — Aber nun kommen Sie — kommen Sie, jede Minute, die wir zögern, ist ein Verlust für mich." Aber Mr. Goldsmith regte sich nicht von der Stelle. „Ich begreife Ihre Ungeduld, bester Freund, aber Sie sind zu sehr erregt — ich glaube nicht es wagen zu dürfen. Sie im Zustande dieser Aufregung zu Ihrer Tochter zu führen. — Bedenken Sie, die junge Dame hat jetzt gar keine Ahnung — wir müssen sie doch erst vorbereiten." „Das ist wahr", stammelte Green, „aber Sie dürfen es trotzdem wagen, mich zu ihr zu führen. — O, Sie werden sehen, ich weiß mich zu beherrschen. — Mein Kind! — mein Kind! — O, wie es mich verlangt sie in meine Arme zu schließen, mein schönes, süßes Kind! — Aber ich werde trotzdem nicht einmal ihre Hand berühren — werde kein Wort an sie richten, bevor Sie und Mrs. Goldsmith sie nicht genügend vorbereitet. Nur vom Nebenzimmer aus, will ich ihr holdes Antlitz schauen, wenn Sie zu ihr sprechen." „Wenn Sie darauf bestehen, Mr. Green, werde ich Ihrem Verlangen freilich entsprechen müssen — doch ich darf es nicht, bevor ich Ihnen nicht noch eine Mittheilung gemacht —" „So machen Sie sie mir sofort — ich bitte dringend darum." „Ich stehe zu Ihren Diensten. — Doch ich muß vor Allem bitten, Ihren Sitz wieder einzunehmen. (Fortsetzung folgt.) ANZEIGEN. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Juferaten-Annahme für Frankfurt a.M. bei <r. MCauffmann, Buchhandlung , für Hamburg bei A. Goldschmidt* Buchhandlung in Hamburg, Kohlhöfen 35, und für Cöltt bei Leo Frank, Steinfeldergasse 7. Verschiedenste <wratulatlons- Karten b"pn rmn mrb in ganz neuen Formen geschmackvoll ausgeführt, mit und ohne eingedruckter Namensunterschrift, liefert zu billigen Preisen die Druckerei vnn I^oviis Brückhofstr. 8, Frankfurt am Main. SW* Muster gratis. [2381 Annonce. Ein Mädchen (18 Jahre alt) aus besserer Familie, welches gute Schulkenntnisse besitzt und eine bessere Küche zu führen versteht, sucht in einem religiösen Hause ein angenehmes Placement als Gehilfin für ein kleineres Kurz- oder Spezereiwaarengeschäft, oder auch zur Führung eines kleinen Hauswesens einer alleinstehenden Dame. Offerten sub Nr. 2422 besorgt die Exped. d. Bl.

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