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Der Israelit · 1879-08-27 · Heft 35 (27.8.1879) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 35 (27.8.1879)
Date
1879-08-27
Page
– (sequence 13)
Language
German
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941 dem sie den Kopf durch die halb geöffnete Thür steckte. Jakobine bejahte und bestellte der Freundin herzliche Grüße von ihrem Verlobten. „Der arme Junge", scherzte Betti, „muß da Hals über Kopf das holde Bräutchen verlassen und hinaus in die unwirthliche Fremde. Aber bist Du seiner denn auch ganz sicher, Gretchen? fürchtest Du nicht, daß er sich unterwegs eine Andere nimmt? Du kennst doch das Sprichwort: ein anderes Städtchen ein anderes Mädchen." „Ich hoffe das nicht befürchten zu müssen", erwiederte Jakobine lächelnd, „ich halte Arthurs Liebe mir gesichert." „Das ist schön", sagte Betti, „aber weißt Du, Kind, was gar nicht schön ist? Daß Ihr Verliebte so entsetzlich egoistisch seid." „Egoistisch." „Nun ja freilich egoistisch, wenn nur Arthur bei Dir ist, kümmerst Du Dich nicht um die ganze Welt." „Betti!" „Ist es vielleicht nicht so? — Vormittags warst Du doch gegenwärtig, als der arme Mr. j Green ohnmächtig wurde und später war ich gegenj wärtig, als James Dir mittheilte, daß sein Un- > Wohlsein aus Theilnahme für Deine Familie ent- > standen und trotzdem kommt es Dir nicht in Len j Sinn, sich nach seinem Befinden zu erkundigen." Jakobine erröthete über und über. „Arthur i mußte so bald verreisen", flüsterte sie sich entschuldigend, „aber Du hast recht, es ist in der; That unrecht, so ganz an Mr. Green vergessen! zu haben. Weißt Du vielleicht, wie es ihm ' geht?" ,. Freilich weiß ich das; James war fast den ganzen Tag bei ihm. Er hat sich zwar nach seiner ersten Ohnmacht sehr bald erholt, doch der Anfall hat sich wiederholt und den armen Mann ganz erschöpft. Er wäre so gern zu uns oder vielmehr zu Dir gekommen, um noch so Manches über > Deine Familie zu hören. Was meinst Du, Gretchen, wenn wir auf ein Stündchen zu ihm gingen? James würde uns gewiß begleiten." Jakobine war gern einverstanden und bald befanden sie sich auf dem Wege zu Mr. Green's Wohnung. (Fortsetzung folgt.) ANZEIGEN. Für den folgenden Theil ist die Redactton nicht verantwortlich. —Jttseraten-Annahme für Frankfurt a.M. bei Kauffmann, Buchhand. lung, für Hamburg bei A. Sudjljanblung in Hamburg, Kohlhöfen 35, und für CölN bei Mjeo Rranle, Steinfeldergasse 7. Püttfn WCb Gratulatious - Karte« mit illttstrirter, geschmackvoller Ausstattung, hebr., deutschen, franzos., ungar. und engl. Inhalts, sehr schön eingerichtet, a) für Briefeinlage, b) als Post- Karte und o) als Briefbogen. 10 Stück 60 Pf. (Vs fl.>, 25 Stück 1 M. (60 Kr.). 50 Stück 2M. (I1/! fl ), 100 Stück 372 M. (2 fl ). Proben von a) b) c) 15 Pf. (10 Kr.), Franco - Zusendung, besorgt gegen Einsendung des Betrags I. Wiese« 2520) in Kettwig (Rheinpr.) <^ür eine nicht mehr im jugendlichen Ater stehende.? I frommbescheidene nDrpo (Mädchen oder alleinstehende Wittwe) mit Vermögen ereignet sich eine ihr conforme Partie. Directe Adressen unter „Di*. Josua" nimmt entgegen Rudolf Mo»se, Posen (G. Fritzsch u. Co.). 12579 Stelle-Gesuch. Ich suche pr. sofort eine Stelle als Schochet, Borbeter, enip für nur bescheidenes Einkommen; auch für nur die bevorstehenden Feiertage würde ich eine Stelle annehmen. Herr Rabbiner Neumark hier wird gütigft über mich Auskunft ertheilen, A. L Gnsliu, Schächter und Vorbeter zu 2564) Guttstadt (O.-Pr.). Stelle gesucht in einem jüdischen Hause für ein tüchtiges, junges Mädchen aus anständiger Familie als Stütze der Hausfrau. Offerten franco unter Chiffre T. 2562 an die Exped. d. Bl.

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