Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 35 (27.8.1879)
- Date
- 1879-08-27
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XX. Jahrgang. M SS Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. HerauSgegeben von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 27. August 5639 (1879). Diese Zeitung erscheint wSchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis deS Jahrgangs 10 ReichS-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut CourS. — Directe Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 ReichS-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Anhalt. Leitende Artikel: Die Getreidesendungen zur Linderung der Hungers noth im heil. Lande. — Zur Geschichte der Reformbewegung im Judenthum. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Mainz. Frankfurt a. M. Hannover. — Palästina: Jerusalem. — Rumänien. — Frankreich: Paris Paris. — Feuilleton: Rabbi Joselmann von Rosheim. Anstatt der erste« Beilage: Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Krainfeld. — Palästina: Jerusalem. — Feuilleton: Jakobine. Anstatt der zweite« Beilage: Leitender Artikel : Tie Gutachten über das Breslauer Rabbiner- Leminar. Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: England: London. — Anhalt der dritten Aeitage r Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Bon der Laar. — Frankreich: Paris. — Leitende Artikel. Pie Hetreidesendungen zur Linderung der Kmigersnolh im heiligen Lande. Mainz, 24. Aagnst. Wie unsre geehrten Leser wissen, hat das Centratcomite zu Amsterdam 40,000 Kilo guten Waizens von Marseille aus nach Palästina gesandt und den Betrag von 12,^00 FrS. in Erwartung der eingehenden Spenden vorgelegt. Als in voriger Woche der Betrag der Vorlage bereits;um größten Theile eingegangen war, haben wir das Centralcomile ersucht, eine neue Getreidesendung zu veranlassen und den Betrag wiederum vorzulegen, da voraussichtlich die G. s. D. reichlich fließenden Spenden auch die Kosten der zweiten Sendung decken werden. Das Comitä hat nun telegraphisch in Jerusalem angefragt, ob die wiederholten Getreidesendungen nothwendig I und opportun seien; ein Telegramm brachte die Nachricht, daß man den am 25. Menachem (14. Äug.) abgesandten ausführlichen Brief abwarten möge. Unterdeß geht nun dem Cowil« ein Schreiben des sehr gelehrten, frommen und hochachtbaren Rabbiners D i s k i n d , ehemals Rabbiner zu B r i s k in Litthauen, zu, das wir hier in deutscher Uebertragung wieder geben wollen. Rabbi Moscheh Joschua Jehuda Lob Diskind '"j schreibt: „Jerusalem, 17. Menachem (6. August). „Den Pekidim und Amarkclim zu Amsterdam Frieden und Segen. „Mit Freuden habe ich vernommen, daß Sie, geehrte Herren, zur Unterstützung der Armen des heiligen Landes Waizen hierhergesandt haben, um den Hungernden das Leben zu erhalten. Da ich nun vermuthe, daß sich Leute finden werden, die von solchen Sendungen abrathen, indem sie behaupten, daß nach Hinzufügung der Transportkosten kaum ein merklicher Unterschied im Preise verbleiben wird, so fühle ich mich verpflichtet, Sie ernstlich zu bitten, nicht auf die Stimme dieser Leute zu hören. Die Sendung von Lebensmitteln ist der einzige Weg, auf dem es möglich