Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 32 (6.8.1879)
- Date
- 1879-08-06
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XX. Jahrgang. M SS. Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Jndenthum. HerauSgegcbrn von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 6. August 5639 (1879). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 ReichS-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitende Artikel: Zu Paraschath Ckeb. — Zur Eeschichte derRcformbewegnug im Judemhnm. — Zeitungsnachrichten und Eorrcsvondenzen: Deutschland: Berlin. Frankfurt a. M. Trier. Mainz. Feuilleton: Rabbi Joselmann von Nosheim. Znhakt der ertten Meikage: Leitender Artikel: Literarischer Bericht. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Türkei: Konstantinopel. Feuilleton: Jakobine. Znhakt der zweiten Meikage: Zeitungsnachrichten und CorrespondenzenZ Deutschland: Cassel. — Dest.-Ung Monarchie: Wien. — Türkei: Philippopel. — Anhalt der dritten Betrage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Mainz. — Amerika. Baltimore. — Leite«»- Artikel. Iu paraschath Lkeb. Mainz, 4. August. 2py „Und es wird sein, zum Lohne, daß ihr gehorchen werdet . . ." Das Wort 3py ist schwer zu erklären. Nach den Worten unsrer Weisen, angeführt von Raschi zur Stelle, bedeutet es hier „die „Ferse". |1J?Dt£TI DpjD ICH DINtP nV?p rwLOPi DN, „wenn Ihr die gering scheinenden Gebote, die der Mensch! geneigt ist mit der Ferse fort ustoßen, beobachten z werdet, so werden Euch durch Gottes Liebe und! Gnade alle köstlichen Güter dieser Erde: Gesund- I heit, Neichthum, Kindersegen rc. zuTheil werden." Es ist auffallend, warum gerade an die Er-; füllung der gering erscheinenden Gottesgebote der j herrlichste Lohn sich knüpfen soll. Wohl könnte! man sagen, daß Derjenige, welcher die kleinen Ge-! bote achtet, auch die großen nicht verletzen wird;! doch liegt das nicht' in den angeführten Worten! der Weisen; es geht vielmehr daraus hervor, daß i nur und lediglich dieser Lohn für die sonst miß-! achteten Gebote, und nicht für die großen, von! aller Welt anerkannten in Aussicht gestellt wird,! Welches ist wohl der Grund dafür? j Am Schlüsse der vorigen rrno heißt es: "upk D’BSE’cn nxi cppinn hni muon pn moan Di’n "pso üix „Und Du sollst beobachten das Gebot und die Gesetze und die Rechte, die ich Dir befehle heute sie zu thun." Hierzu bemerken die Weisen (siehe Raschi zur Stelle) d-dp bnob Nun DPiyb ppiobi onirj6 orn. Heute sie zu thun, und morgen in der künftigen Welt den Lohn dafür zu empfangen; denn NDpy ’xrQ nnso , der Lohn für die Uebung der Gottesgebote ist erst im künftigen Leben zu erwarten; das heißt, für die Uebung der Gottesgebote; aber für die mso bv nnotp, für die Freude, mit welcher man Gottes Gebote übt, belohnt Gott schon in dieser Welt; denn Gott, der