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Der Israelit · 1879-07-30 · Heft 31 (30.7.1879) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 31 (30.7.1879)
Date
1879-07-30
Page
– (sequence 19)
Language
German
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831 Von Karczag, Erlau, Nadudvar, Kunhegyes, Igor, Abad und Sz. Jmre sind Deputationen zur Einweihung erschienen. Die Eröffnungsrede hielt Herr Mayer Rofenfeld, Rabbiner aus Nadudvar, und die Einweihungsrede Herr Bezirks-Rab biner Salomon Schück. Rumänien. Die rumänische Regierung hat eine lange Note an die Mächte gerichtet, als Antwort auf die Vorstellungen , welche der österreichische Gesandte im Namen der übrigen Mächte wegen der Ausführung des Artikel 44 des Berliner Vertrages in Bukarest gemacht hat. In dieser, vermutlich vor der Ministerkrisis abgesandten Note führt die rumänische Regierung nach dem „Daily Telegraph" folgendes aus: Seit dem Pariser Frieden habe Rumänien alle Kraft zur Herstellung der Ordnung im Innern und nach Außen anwenden müssen; Reformen seien auf allen Gebieten eingeführt, die Finanzen und die Armee geschaffen und organisirt; die Bauern seien emancipirl und erfreuten sich jetzt aller politischen und bürgerlichen Rechte. Nach einem Rückblick auf die Thätigkeit Rumäniens im letzten Kriege kommt die Note auf den Berliner Congreß, welcher die Rumänen aufforderte, sofort die jüdische Frage zu lösen. Das fei ein Fehler gewesen, denn die Emancipation sollte allmählich und in einer Zeit größerer Ruhe vorgenommen werden, und es wäre viel besser gewesen, wenn der Congreß seine Wünsche in da- Protokoll statt in den Friedensvertrag selbst ausgenommen hätte. Die Emancipation der Juden in Rumänien könne nicht mit der Befreiung der Völker des Orients verglichen werden, weil diese seit langer Zeit im Lande wohnen, das nur durch einen fremden Eroberer unterjocht worden sei, während die Juden in Rumänien Fremde sind, welche seit Kurzem erst zum Zwecke des Handels ins Land kamen; nur wenige leben seit mehreren Generationen in demselben. Dann folgt eine Geschichte der Juden in Rumänien und zum Schluß die Erklärung, daß die Verleihung politischer Rechte an dieselben dem Staate gefährlich werden müßte, da die Juden von Außen beeinflußt würden; die völlige Gleichstellung derselben mit den Rumäniern sei erst möglich, wenn sie sich der rumänischen Nation assimilirt hätten und die Regierung hofft deshalb. daß die Mächte keine Ansprüche absoluten Charakters, welche von Außen kommen mögen, unterstützen werden. Was das Bukarester Cabinet mit dieser Note zu erreichen hofft, ist uns unverständlich, denn die in derselben vorgebrachten Gründe gegen die Gleichstellung der Juden mit den übrigen Rumänen sind bereits hundertmal widerlegt worden. Es scheint, als wenn man in Bukarest nur Zeit gewinnen will. A N Z E I G E N. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Jrrsekcktett-Nttttttthme für Frckltkfrrrt a.M» bei «/. Kauffmann, Buchhandlung , für Hamburg bei Am Goldschmidt, Buchhandlung in Hamburg, Kohlhöfen 35, und für CölU bei JLeo Frank, Steinfeldergasse 7. Commisftelle-Gesuch. Von einem, sich gegenwärtig noch beim Militär befindlichen jungen Mann, welcher vor seinem Eintritt zum Militär 5 Jahre in einem bedeutenden Manufacturwaaren - Engros- und Detail-Geschäft thätig war, wird pr. 1. October c. eine Commis- oder Reisestelle gesucht. Näheres durch die Exped. d. Bl. unter Chiffre P. L. Nr. 2277. ** fCin Mädchen, das das Kleidermachen kann und! auch eine gute Handschrift besitzt, sucht Stelle in einem Kleider - Geschäft als Gehilfin odcr als! Verkäuferin, aber nur da, wo Samstag und jüd.. : Feiertage geschlossen und Kost unb Logis im Hause gegeben wird, i j Offerten sub Nr. 2265 besorgt die Expedition I d. Blattes.

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