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Der Israelit · 1879-07-16 · Heft 29 (16.7.1879) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 29 (16.7.1879)
Date
1879-07-16
Page
– (sequence 14)
Language
German
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766 entschlossen, durch treueste Aufmerksamkeit und Hingebung dasselbe zu verdienen. Eben war sie im Begriff hinab zu gehen in die Cabine, um zu sehen, ob die Freundin ihrer Hilfeleistung nicht gewärtige, als dieselbe am Arme ihres Gatten ihr entgegentrat. Sie war noch sehr bleich und die gerötheten Augen zeigten noch Spuren von vergossenen Thränkn, aber ihrer Liebe zu ihrem treuen James war es doch bereits gelungen , ein Lächeln auf ihren Lippen zu erzwingen. „Wie befinden Sie sich, Miß Lenz?" fragte Mr. Goldsmith. £ Jakobine beantwortete erröthend die theilnehmende Frage, es war zum ersten Mal, daß sie in dieser Weise angeredet wurde. Sie hatte sich nicht entschließen können, ihren frühern Namen, so lange er vor den Augen der Welt nicht fleckenlos, wieder anzunebmen. Betti lächelte. „Also jetzt bist Du Miß Lenz, daran hatte ich noch gar nicht gedacht und ich wäre vielleicht in Verlegenheit gerathen, wenn ich nach Deinem Namen gefragt worden wäre — Miß Lenz — das klingt ganz schön." „Ich war eben im Begriff, Sie aufzusuchen, Mrs. Goldsmith —" „Was?" fiel Betti ein, „Du nennst mich im Ernst Sie und Mrs. Gvldshmith? — hast Du es denn darauf abgesehen, wich heute auch noch zu ärgern? Das hätte ich wirklich nicht gedacht!" „Warum nicht?" erwiederte Jakobine lächelnd, „Dein Lieblingsdichter Jean Paul empfieblt doch Aerger als das beste Mittel gegen Betrübniß. Aber ich will nicht gerade behaupten, daß ich diesen Rath so eben im Auge hatte — ich kann doch in der That nicht wissen, ob Mr. Goldsmitg —" „Bitte sehr, Miß Lenz", fiel Mr. Goldsmith ein, „wollen Sie sich doch überzeugt halten, daß jeder Wunsch meiner theueren Betti auch der meine ist, und ich kann nur vestätigen, daß Betti hohen Werth auf die Vertraulichkeit mit ihrer Freundin legt." Ein offener vertraulicher Ton hatte demnach schon am ersten Tage zwischen den Reisenden Platz gegriffen und je mehr und je näher sie einander kennen lernten, desto mehr lernten sie einander schätzen. (Fortsetzung folgt.) A N Z E I G E N. Für den folgenden Theil ist die Rednction nicht verantwortlich. Jnseraten-Annahme für Franksurt a.M. bei Mtauffmann, Buchhandlung, für Hamburg bei Goldschmidt, Buchhandlung in Hamburg, Kohlhöfen 35, und für Cöln bei Jüe© Frank, Steinfeldergasse 7. ntpnpn mWrt D’jnn» ESrogim D'nro’lD und grüne Lulowim uns dem heiligen Lande, direct aus den Gärten der heiligen Stadt Jaffa ausgewählt und bezogen. Diese Früchte übertreffen bekanntlich selbst die Corsuer Esrogim an Schönheit und Dauerhastigkeit. nenn ist davon genommen und liegt bezüglicher -ition aus dem Bureau der Expedition des »Israelit" in Mainz zur Ansicht offen. Original-Kisten er» gros et en «letalI, iowie einzelne Exemplare werden abgegeben^ Aus Verlangen werden die Kisten auch vorher in Gegenwart der geehrten J Käufer geöffnet Durch den direetcn Bezug können die Unterzeichneten den Preis t billigst stellen. Recht baldige Bestellungen nehmen entgegen J. Bril, JE}. Oiitmann, Redakteur der liebt. Ausgabe des »Israelit", Margarethengaffe Nr. 2, Hintere Bleiche Nr. «8, ]2oi? in Mainz a. Rh.

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