Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 26 (25.6.1879)
- Date
- 1879-06-25
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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680 die Hinrichtung des Mörders zu fordern, während der italienische Consul seinen Gefangenen, für dessen Sicherheit er fürchtete, an den Bord eines Aviso schickte und nach Italien reisen ließ. Die Wuth schien sich gelegt zu haben, als in der Nacht vom 21. zum 22. April ein Israelit, Namens Joseph Schemta, ein Greis von 82 Jahren, vor der Wache, wenige Schritte von seiner Wohnung, ermordet wurde; man stellte fest, daß er einen Kolbenschlag am Kopfe und mehrere Säbelstiche in der Herzgegend erhalten hatte, also mit Waffen ermordet worden war, wie sie die tunesische Nachtwache trägt, auf die auch der Thatort hinwies. Am 22. April gegen 4 Uhr Nachmittags erwies eine große Menge dem unglücklichen Schemla die letzte Ehre, als der Zug von den Arabern mit Steinwürfen angefallen wurde, von denen eine große Anzahl Israeliten getroffen und Einige verwundet wurden; die Intervention der öffentlichen Macht stellte die Ordnung wieder her und 27 Unruhestifter verbrachten die Nacht im Gefängniß. ANZEIGEN. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Inseraten-Annahme für Frankfurt a. M. bei /. Kauffsnetnn, Buchhandlung , für Hamburg bei A. Goldschmidt, Buchhandlung in H amb urg, Kohlhöfen 35, und für CölN bei Keo JFrante, Steinfeldergasse 7. hotbl Meinen Freunden und Bekannten sowie einem geehrten reisenden Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich das frühere Hotel Cttgel verlassen und von heute an mein Hotel Iieonhardsgraben Nr. 8 eröffnet habe. Mit comfortabeln Zimmern bin versehen. Hochzeiten und andere Festlichkeiten können bei guter und billiger Bedienung bei mir abgehalten werden. Hochachtungsvoll 1956 Kahn. Basel, im Juni 1879. Gatte gesucht, der in ein altes solides Bankhaus als Theilnehmer eintreten kann. Verschwiegenheit und auf Wunsch Zustellung der Briefe zugesichert; Offerten mit näheren Angaben sub C« S5CiO an Rudolf JRosse in jf'ranlefurt ff. 91. erbeten. 1911 isr. Lehrerstelle in Schupbach, Amt Runkel in Preußen ist vacant geworden. Gesucht wird ein sunaer unverheiratheter Mann. Gehalt 600 Mark. Meldungen nimmt entgegen Simon Löwenberg, 1935] Vorsteher. Stelle vacant In der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde wird die Stelle eines Religionslehrers. Borbeters und Schächters bis zum 1. September l. I. vacant und soll längstens bis 15. September l. I. besetzt werden Fixer Gehalt Mk. 600 nebst freier Wohnung, zwei Klafter Holz zur Beheizung des Schullocales. Nebenverdienste belaufen sich auf ca. 5—600 Mk. Unverheirathete Bewerber haben den Vorzug, für welche sich auch hier ein gutes Kosthaus befindet. Allenfalsige Bewerber wollen sich mit Eins enden ihrer Zeugnisse melden an M. Haas, 1938 C u l t u s v o r st a n d. Windsheim in Bayern, im Juni 1879. c^ür ein im Manufacturgeschäft und im Haushalte äußerst tüchtiges, hübsches, liebenswürdiges Mädchen von fast 30 Jahren mit 3000 Mark Vermögen wird von einem Lehrer eine Partie (auch Wittwer) gesucht. Gest Anfragen unter Nr. 1942 besorgt die Exved. d. Bl der Synagoge zu Gewinden, Amt Rennerod, ■%j steht ein Sefer, noch so gut wie neu, Abtheilung wegen, preiswürdig zu verkaufen. Liebhaber können sich bei Simon Rosenthal Wwe. in Holzappel, Amt Diez, melden. (1918