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Der Israelit · 1879-06-18 · Heft 25 (18.6.1879) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 25 (18.6.1879)
Date
1879-06-18
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XX. Jahrgang. M. 2S Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Herausgegeben von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 18. Juni 5639 (1379). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut CourS. — Direkte Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 ReichS-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Ja mit dem 1. Juli 1879 ei« neues Huartak öeginnl, fo ertanöen wir uns, die geehrten Avonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß «ameuttich Sei der Wost das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Wersendung keine Antervrechnng erleide. Anhalt. Leitende Artikel: Dr. Nathan Adler — Die geltenden Bestimmungen , betr. der Dispensation jüd. Schüler an Sabbat- und Festtagen. — Literarischer Bericht. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Worms. Frankfurt a. M. Bon der Rhön. Nordhausen. — Rumänien: Bukarest. — Rußland: Kowno. — Feuilleton: Rabbi Joselmann von Rosheim. Iuhatt der erste« Beilage: Leitender Artikel: Literarischer Bericht. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Bayreuth. Burgsteinfurt. Breslau. Feuilleton: Jakobine. I«hatt der »weite« Betrage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Emden. Hamburg. Eibenschütz. — Oest.-Ung. Monarchie: Karaczag. — England: London. — Anhalt der dritten Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Schonlanke. Pr. Wathan Udler Oder-Rabbiner von Grotzbritanien nnd den Colonien. Mainz, 7. Juni. Am 1. Tage des Wochenfestes waren 50 Jahre verflossen, daß der in der Ueberschrift genannte, hervorragende Mann als Großherzoglich Olden* burgischer Landrabbiner in noch sehr jugendlichem Alter sein Amt antrat. Oberrabbiner vr. Adler '"j entstammt einer berühmten Gelehrtenfamilie zu Frankfurt a. M. Der Name Adler wurde der Familie wahrscheinlich, wie die meisten jüdischen Familien»Namen in F., von dem Hause, das sie bewohnte, beigelegt. Die Sage nennt einen andern Ursprung. Als Bincenz Fettmilch im Anfänge des siebzehnten Jahrhunderts sich mit seinen Horden gegen Senat und Patricier empörte und die Regierung an sich riß, vertrieb er die Juden aus Frankfurt. Nach dem Sturze und der Hinrichtung des Usurpators durften die Juden zurückkehren; sie thaten das mit klingendem Spiele, Fahnen und den deutschen Reichsadler vor sich hertragend. Der Mann, der den Adler trug, wurde von da an, so erzählt die Sage, „der Adler" zubenamt, und daher stamme der Familien- Name des hochberühmten Geschlechts. Aus derselben Familie ging der große Talmudist, der fromme Rabbi Nathan Adler hervor, der Lehrer des Rabbi Moscheh Sofer (Preßburg), des Rabbi Abraham Bing (Würzburg), des Rabbi Wolf Heidenheim (Rödelheim). Der Vater unsres Jubilars, Rabbi Mordechai Adler war erst RabbinatS-Assessor und dann Landrabbiner zu Hannover; dieser hatte das Glück, drei seiner Söhne zu hochberühmten Gelehrten heranwachsen zu sehen: Rabbi Gaw ri el, Rabbiner zu Oberndorf in Württemberg, Rabbi Bar, Rabbinatsassessor zu Frankfurt a. M., und Rabbi Nathan. Der Letztgenannte war einer der ersten Rab-

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