Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1879-05-14 · Heft 20 (14.5.1879) · page 18

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 20 (14.5.1879)
Date
1879-05-14
Page
– (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2446951-2447797-2447817--16185-2472161
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

522 O esterreichisch-Ungarische Monarchie. tkngvckr (Ungarn.) AuS dem LiebeSkrauze, mit dem die Völker Oesterreich-Ungarn« da« Haupt ihre« geliebten Monarchen und der geliebten Monarchin am vergangenen 24. April, als an dem Tage der silbernen Hochzeit schmückten, schimmert wohl auch die niedliche Blume heraus, die die Liebe und die Huldigung der österreichungarischen Judenheit — ohne Unterschied der Richtung — zu dem gefeierten, von Jedermann in der gesammten Monarchie innigst geliebten Herrscherpaare aushaucht; und wohl bildet daran die Huldigungsbezeugung nicht das letzte Blatt, die die autonome orthod.-isr. Gemeinde dahier an diesem hohen Feste an den Tag legte. Gleich am Morgen hat sich schon die festliche Bewegung in der Gemeinde kund gethan. Um 9 Uhr war der Tempel zum Erdrücken voll mit Andächtigen und Feierlichgeschmückten, die auf das Besteigen der Kanzel durch Hrn. H. Mannheimer, Oberrabbiner dahier, harrten, um aus seinem Munde den Ausdruck der Feier zu vernehmen und die Verdolmetschung der Gefühle der Liebe und Anhänglichkeit zu dem so hochverehrten Landesvater. Und die Drafchah übertraf alle Erwartungen; sie war so von echter, gottgebotener Vaterlandsliebe getragen, daß sie daS kälteste Herz erwärmen mußte; ich sagte von echter, gottgebotener Vaterlandsliebe, denn er stellte dieselbe anlehnend an die Worte deS weisen Salomon: »ja *i n« nt als von Gott geboten dar, während der Redner mit der zweiten Hälfte des Verses: :nynn ^nd^hp oyi — laut Midrasch: nofci i^n ouw — auch hier ’U'ff d’Ji» — jene Neuerer und TraditionSoppenenten kennzeichnete und geißelte, die da meinen, daß man, um treuer Bürger des Staates zu sein, notgedrungen sich auf den Kriegsfuß mit der Tradition stellen muß. Nach der Rede hatte dann der solenne Gottesdienst mit dem choralen Absingen der nj/uen MN und einiger Psalmen durch den vortrefflichen pn der Gemeinde seinen Abschluß. Schön nahm sich aus der lange Kinderzug, der aus der öffentlichen iSr. Schule zum Tempel, nach dem Gottesdienste von dort der Gaffe entlang bis zum Comitatshause, und von da ab wieder retour in die Schule sich bewegte, wo im Beisein des Vorstandes und der Schulcommisston die Lehrer mit den Zöglingen das 21. Capitel aus den Psalmen recitirten und theilS in ungarischen, theil» in deutschen Ansprachen die Wichtigkeit und Bedeutung deS hohen Feste« ihnen ans Herz legten. ES wird also der Eindruck des Tages noch lange ein nachhaltiger fein und sowohl Jung als Alt wird ihn aufbewahren. Es möge das, was jeder Mund wünscht, daß nämlich dem glorreichen Herrscherpaar gegönnt sei auch die diamantene Hochzeit in ungeschwächter körperlicher Kraft und in Erhaltung höchstderen Familie, sowie in der Liebe der Bölktzx zu feiern, in Erfüllung gehen; denn Oesterreich.Ungarns Monarch ist ein wahrhaft bw niD^o hdpi. Israel Margarethen. Hntzt Die in einer der jüngsten Nummern Ihres gesch. Blattes gebrachte Mittheilung, daß der Preis des im Drucke erschienenen -idd unseres verstorbenenOberrabbinerS Schick auf einen Gulden festgesetzt sei, beruht auf Jrrthum. Von dem großen literarischen Nachlasse 'tv y'H"r iiwn haben wir, ein hiezu gebildetes Comitä, das große n"i"v -»öd dem Drucke übergeben. Um die großen Kosten aufzubringen, sind in die weitesten Gegenden Quittungen über einen Gulden Pränumerationsgebühr versandt worden. Den eigentlichen Preis diese- Werke« aber können wir noch nicht feststellen; unser Hauptzweck ist, ein Werk dieses otoy jim der Oeffeutlichkeit zu übergeben und da werden wir bestrebt sein, den Preis auf's Genaueste zu berechnen. Maier Freund. A N ZEIG E N. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Jnferaten-Annahme für Frankfurt a.M. bei «J. Kauffmann, Buchhandlung , für Hamburg bei A» Golrischtnidt, Buchhandlung in Hamburg, Kohlhöfen 35, und für Cäln bei Le« Frainle, Stetnfeldergaffe 7. /rrefncht wird nach auswärts für ein 16nicht beansprucht, dagegen auf ganz famivil jähriges Mädchen aus guter Familie liäre Stellung gesehen. Näheres Hameine Stelle zur Stütze der Hausfrau bei bürg, Eimsbüttel, Emilienstr. 7.1. (1478 strenggläubigen Israeliten. Gehalt wird

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.