Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 17 (23.4.1879)
- Date
- 1879-04-23
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2446951-2447797-2447814--16078-2472051- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
434 Pnp’i 's '« vi' uns unsere Zierde, unsere Krone ent» rissen wurde, entrissen im wahren Sinne des Wortes, denn gerade msos ipDynna, als mtfer p«an am Dtoyu y“2 ann '3L n"io TDm pnn inn nsio Pna.1 bpuw sich zu einer nvn mit> begeben wollte, wurde er auf der Straße unwohl, und als er selbst erschreckt zurück in die nahe, jedoch 2 Stock hoch gelegene Wohnung eilte, mußte er, an der Schwelle seines as"n3i ta"na angelangt, in sein Wohnzimmer getragen werden, und kaum dort zur Ruhe gebracht, hauchte er nanpm minon ine»: auS! Rasch herbeigeeilte ärztliche Hilfe war vergeblich, der Tis mim manon hatte sich für immer geschlossen! Was der Verblichene gewesen, w^s er in unserer Gemeinde geleistet, was unsere Gemeinde in ihm verloren, das wird bald jeder Fremde erkennen, der Auge und Ohr haben wird für das Chaos, das sich hier entwickeln wird. In ihm concentrirte sich unser religiöses Leben; er war, als noch lange ’"a i:”is 'idip 'i a“na"m"n amtirte, als noch Rapoport b"i lange lebte, der am meisten gesuchte n«nn Pya, und als er dann spater von seinen Freunden mit Mühe dazu gebracht wurde, dem amtsmüden 'u ins '«io» 'i die Bürde abzunehmen, welche Thätigkeit entwickelte er, welchen Eifer entfaltete er; wie gerne hätte er unsere mnp zu dem gemacht, was sie ihren Antecedentien nach sein sollte, und viele Errungenschaften haben wir ihm auch wirklich zu verdanken. Noch in den letzten Tagen hatte er von den über seine Veranlassung durch öffentlichen Concurs zur Concurrenz aufgeforderten D'Dnw aus ca. 40 Offerenten den tauglichsten gewählt und bestimmt, und uns hiedurch hoffentlich auf Jahre hinaus mit streng koscherer nDvw versorgt. Er war der Einzige, der stets ununterbrochen seit dem Ableben seines großen, ebenfalls unvergeßlichen VaterS -p"ur7 3'P D'is« n"w a"na"n a"m an jedem «am «auya ü"’ eine nttnn hielt, und wie freute sich da Alles, diese Meisterstücke talmudischer Gelehrsamkeit von m«’pai msnn zu hören, wie drängten sich da die O’i'iT, die eben hier noch etwas lernen, und sogar die hiesigen Prediger verschiedenster Färbung um ihn! Und dieß Alles ist zu Ende gegangen mit dem letzten Athemzuge des theuren Verewigten! Unsere min ist fortan d’öm bei ihm, nPy 'Qi ut> nnp'i nown uv! Wer wird wachen über unsere religiösen Institutionen? noy 'vi -na ina' 'D psa! Unsere Stütze ist gefallen, unser cpiyn noy BHDn np’cai miayi mna Citren! Wahrlich, es ist dieß eine 'i in?« nsnitf und es bewahrheitete sich hier nrn« 133' '«12” rna toi; man mußte den immensen Conduct sehen und die Ehrerbietung, die ihm allerseits bewiesen wurde. In der Josefstadt, dem eigentlichen Judenviertel, waren alle Kaufläden von Juden und Nichtjuden geschloffen, und als man die theure Leiche durch die Straßen dieses Stadtviertels trug, ward das Menschengewoge so großartig, daß nur mit Mühe die Ordnung aufrecht erhalten und Unglück verhütet werden konnte. Vorher war in der Wohnung des nyan pns die n&smPi mn», die Betheiligung an derselben war eine seit langen Zeiten nicht dagewesene, der da zu Tage tretende Jammer war ein immenser; als man aber dann das na durch die Synagoge, den Dipc P'-IL im« 13 ppsnnty trug, und hier Herr Professor Adler, der in der Vertretung des Rabbinats nach Außen des Verstorbenen College war, die Bahre halten ließ, und von einem im Momente improvisirten Podium den verstorbenen Pna in Ermangelung des verbotenen isdi , nP’no bat, da wollte der Jammer kein Ende nehmen, als er da begann: „itsdiP «Pttf iniD asb mai no uo«; wir dürfen also nicht sagen, was die min, was das '«ity P.ip, was unsere Gemeinde verloren, aber wir dürfen doch unseren Vater beweinen," und ausführte: ,,a« p«i ia”n O'Qin', wir sind mit einem Schlage vaterlose Waisen geworden, und dann zum Schluffe weinend rief: T3« nt»« nay yi^sp «a tw «a« und weiter -pt>np ya?sP «a «lp," da war jedes Herz gebrochen, jedes Auge von Thränen überströmt, jeder fühlte es, min «y p'Lv, auS dem alten, einst Zion gleichen Prag wird jetzt in dem Momente jede, alle min fast hinausgetragen, und die Taufende, die durch die Straßen Prags das letzte Geleite gaben, oder in unzähliger Wagenreihe nachfuhren, ließen ihren überwältigenden Gefühlen freien Lauf, laatpo py nu' diPip no» ,nnuoP ^Pn «in, er zog wohl hin in die lichten, friedvollen Gefilde des 'i oyiaa nunP py p, vor ihm ist ja ipiL vas^ 1P.1 isO«' P 11331, uns aber ließ er in Klage und Jammer nna«P aty um«.! p«i^' no ioy nsns inai u'py oni' oipcn Feuilleton. Zakobine. E i n Lebensbild. Von Iriedrich Mott. XXVI. Am folgenden Tage herrschte reges Leben im Schlosse, es war eine glänzende, hoch aristokratische Gesellschaft geladen; einige der Gäste hatten sich schon am Vorabend eingefunden. Gräfin Waiden-