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Der Israelit · 1879-04-16 · Heft 16 (16.4.1879) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 16 (16.4.1879)
Date
1879-04-16
Page
– (sequence 19)
Language
German
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415 Stipendien, welche die Regierung in liberaler Weise zu ihrer Verfügung gestellt hat, keinen Gebrauch gemacht haben, so kömmt dies einfach daher, daß dies unmöglich war — fehlten ihnen eben doch diejenigen, die zum Genuß des Benefizes berufen waren. Schaffen Sie die Möglichkeit, Aspiranten zu finden und auszubilden und der staatlichen Liberalität wird das Anwendungsgebiet nicht fehlen. Nach dem, was uns die Herren Vertreter der Konsistorien mitgetheilt, kommen die jungen Leute, weiche sich der geistlichen Laufbahn widmen, meist aus armen Familien. Damit die Erziehung derselben den Anforderungen eines keineswegs einfachen Kultus und unserer Zeit überhaupt entspreche, muß die nothwendige Unterstützung frühzeitig genug eintreten und auf die gesammte spätere Studienzeit d. h. spätestens vom 10. dis zum 18. oder 19. Jahre, sodann nach diesem Zeitpnnkte während des Besuchs der Universität, sei dies nun Straßburg, Berlin oder Breslau, ausgedehnt werden. Demgemäß wird man mich nie davon überzeugen, daß eine Summe von 4000 Mk. für ein derartiges Bedürfniß ausreichend sei. Wir dürfen dabei nicht übersehen, daß von den 43 Oberrabbiner- und Rabbinerstellen eine Anzahl zur Stunde unbesetzt ist. Sicherlich ist eS auch kein unbescheidenes Verlangen zu nennen wenn wir für die 103 staatlich subventionirten Religionsdiener, von denen viele der Rabbiner, welche durch Alter oder allzugroße Ausdehnung ihrer Bezirke an ausschließ'icher Erfüllung ihrer Pflichten gehindert sind, in ihren Amtsverrichtungen zu unterstützen haben, wenigstens ausreichende Ausbildung finden. Die Stipendien, zu welchen der von der Majorität Ihrer Kommission geforderte Kredit von 400 Mk., beiläufig bemerkt, bestand diese Majorität in einer einzigen Stimme — verwandt werden soll, müßten auf eine verhältnißmäßig beträchtliche Zahl von Aspiranten jeden Alters und zwar vom 10. Lebensjahre bis zur Beendigung ihrer theologischen Studien vergeben werden; daraus ergibt sich mit Nothwendigkeit eine Ausgabe, welche den von der Kommission vorgeschlagenen Kredit bei Weitem übersteigt und dies in um so höheren Maße, als für die Zukunft weit zahlreichere Vakanzen als bisher vorauszusehen sind. Diese verschiedenen Gründe bestimmen mich, Ihnen die Erhöhung des unter Tit. 6 vorgesehenen Krüüts unter Beibehaltung der ersterem Seitens der Kommission gegebenen Fassung auf 8000 Mk. im Sinne der Minderheit Ihrer Kommission vorzuschlagen. (Fortsetzung folgt.) ANZEIGEN. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Jnseraten-Annahrne für Frankfurt a. M. bei Kauffmann, Buchhandlung , für Hamburg bei JL• Goldschmidt, Buchhandlung in ßambüva, Kohlhöfen 35, und für CölN bei JEre® Franh, Steinfeldergasse 7. Annonce. In hiesiger Gemeinde ist die Stelle des Lehrers und Vorsängers mit einem fixen Gehalte von Mk. 600 und Nebeneinkünfte von Mk. 250—3C0 zu besetzen. Nur Deutsche können Berücksichtigung finden und wollen Bewerbungen an Unterzeichneten gerichtet werden. Meckesheim b. Heidelberg, 13. April 1879. [ 1151 Der Vorstand der isr. Cultnsgerneinde. Für Eltern und Vormünder. Kinder, welche hiesige Schulen besuchen, finden in einer streng religiösen Familie (geprüfte Lehrerin) freundliche Aufnahme event. Nachhilfe in allen Fächern. Honorar mäßig. Beste Referenzen. Offerten A. Z. beliebe man zu richten: Herrn Hauffmann, Buchhandlung, Bornheimerstraße, Frankfurt a. M. [1145

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