Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 12 (19.3.1879)
- Date
- 1879-03-19
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2446951-2447797-2447810--15953-2471922- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
XX. Jahrgang. J|2 12. Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Iudenthum. HerauSgegeben von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 19. März 5639 (1879). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile ooer deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 ReichS-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Ja mit dem 1. April 1879 ein nenes Huartak öeginnt, so erlauben wir uns, die geehrten Aöonnente« darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich öei der Wost das Aöonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Wersendung keine Mnterörechnng erleide. Anhalt. Leitende Artikel: Der Bau des Heilrgthums. — :»ii'chust. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deru'ckland: Berlin. Biev an der D str-ahn. — Rmnänien: Bukarest. — Deutschland: Main;. Lorms. — Dest.AIne. Monarchie: -£••*>». .iiuuui nien: Bukarest — Feuilleton: Rabbi Josellnann von Roshci.n. Zutzatt der erste« Berlage: Leitender Artikel: Die Israeliten in der zirim. Zeitungsnachrichten und Corresnondenzen: Dentschlanv: Ba»:- berg. Aus Wesrphalen. — England: London. — Amerika. - Feuilleton: Jakobine. der zwerten Beilage: Leitender Artikel: Literarischer Bericht. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Mainz. — Inhalt der dritten Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschlaild: Ballenstedt. — Ceft - Ungar. Monarchie: Prag. -- Rumänien: Bukarest. Frankreich: Paris. — Leitende Artikel. Per Wau des Keiügthurns. v. Mainz, 13. März. Außer dem Tische befand sich in dem Heiligthume der goldene Leuchter, der fammt seinem Schafte, feinem Fuße, seinen Armen, nebst Kelchen. Blumen und Knöpfen aus einem einzigen Stücke gearbeitet fein mußte. Es würde uns hier zu weit führen, wollten wir die Symbolik des goldnen Leuchters in allen Einzelheiten darlegen; wir behalten uns das für eine besondere Abhandlung vor; es kömmt uns! heute nur araus an, den heiligen Leuchter im > Zusammenhänge mit der ganzen Stiftshütte dar-! zustellen und auch ihn als ein Vorbild für die Entwickelung des Menschen aufzufassen. Der Leuchter und das Licht sind Symbole der Erkenntniß, wie es in zahlreichen Stellen der heiligen Schrift angedeutet ist. Fünfmal wird in der Schöpfungsgeschichte am ersten Weltentage der Ausdruck ->w Licht gebraucht, entsprechend den fünf Büchern der Gotteslehre; „ein Leuchter für meinen Fuß ist Dein Wort, ein Licht für meinen Pfad;" — „denn eine Leuchte ist das Gebot und die Lehre ein Licht" — „das Gebot des Ewigen ist lauter, erleuchtet die Augen;" und so an vielen anderen Stellen. Nichtsdestoweniger möchten wir in dem heiligen Leuchter nicht gerade lediglich ein Symbol der Erkenntniß erblicken. Der Erkenntniß war, wie wir oben gesehen haben, das Allerheiligste geweiht, wo die heilige Lade die Bundestafeln und die Thora barg. Sollte der goldene Leuchter lediglich ein Symbol der Erkenntniß fein, so hätte er wohl seinen Platz im Allerheiligste» und nicht bei dem Tische der Schaubrode im Heiligthume gefunden. Diese Stellung belehrt uns, daß er uns Aufschluß geben soll, über den Zusammenhang der irdischen Natur mit der geistigen. Auch der oben angeführte Vers aus den Sprüchen