Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1879-03-05 · Heft 10 (5.3.1879) · page 9

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 10 (5.3.1879)
Date
1879-03-05
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2446951-2447797-2447808--15919-2471886
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

XX. Jahrgang. Dritte Geilage zu tlr. 10 des Israelit. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Oesterreichisch-Ungarische Monarchie. Wien. Dem Jahresbericht der Wiener öffentlichen israel, Vereins-Volks-Schule „Talmud Thora" (erste isr. Armenschule) für das Schuljahr 1878 entnehmen wir: Eingedenk der Apostrophe unserer Talmudlehrer: min 'kh ono o nnin „Habet Acht auf die Kinder der Armen; aus deren Mitte keimt und sprießt die Thora hervor," unterhält unser Verein eine Schule, deren Aufgabe es ist, Kinder armer Eltern unentgeltlich den Unterricht in den vorgeschriebenen Volksschulgegenständen, sowie in Bibel (Y'Jn) und Talmud angedeihen zu lassen. Mit welchem Erfolge dies geschieht, darüber sprechen sich hervorragende Autoritäten in der günstigsten Weise aus. Höchst bedauerlich ist es, daß in unserer Gemeinde gegenüber diesem Institute die tiefste Apathie besteht. Unsere wiederholten Einladungen, Aufrufe und Kundgebungen verhallen, die Schulprüfungen bleiben unberücksichtigt, die Generalversammlungen erhalten keine THQ..S,...». „och sollte gerade unserer Anstalt die allgemeine Theilnahme sich zuwenden, denn sie ist es, I welche für den künftigen Bestand des Judenthums das ' Fundament legt. Woher sollen unsere Rabbiner, Seeli forger, Religionslehrer :c. genommen werden, wenn! nicht die Keime für die nothwendige Kenntniß derhebrä-! ischen Sprache und die Belesenheit in Bibel und Talmud ' in die zarte Kinderbrust gelegt werden?! In der That ist es nur diese Erwägung, aus! welcher der Vereinsvorftand noch den Muth schöpft,! trotz vieler Widerwärtigkeiten, Mühen und Kummer, auf dem Wege seiner Bestrebungen auszuharren. Unser Schulhaus, das bezüglich seiner Räume und Einrichtungen den Vergleich mit jeder modernen Bürgerschule aushatten kann, gibt Zeugniß von dem Ernste, mit welchem der Vorstand die übernommene i Aufgabe behandelt. Und wenn auch gerade dieses Haus es ist, welches uns schwere Sorgen aufbürdet und jedes Jahr zum Behufe der Aufbringung der Raten- und , Zinsenzahlungen den Bettelstab uns in die Hand drückt, fd können wir uns doch nicht von dem tröstenden Gedanken trennen, daß eine bessere Erkenntniß unserer Bestrebungen und Leistungen endlich auch diesem Stief- , kind , dieser, der bekannten Munificenz unserer Gemeinde bisher noch am wenigsten theilhaftig gewordenen An- . statt einige Sympathien zuwenden und uns der schweren I Bedrängniß entledigen wird, in der wir uns seit Jahren! befinden. A N Z E I G E N. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. inige jüdische Familien hiesigen Orts wünschen einen unverheiratheten Lehrer, qualificirt, Kinder bis Quarta vorzubereiten sowie jüdischen Religiosunterricht zu ertheilen. zu engagieren. Wünschenswerth wäre wenn derselbe Geflügel schlachten könnte. Meldungen unter Einreichung der Zeugnisse hierüber nimmt bis zum 20. d. Mts. entgegen Dölitz, Pommern, 1. März 1879. 813] Salinger. in israel. Mädchen, welches eine Reihe von Jahren einem größeren Haushalte allseitig vorgeftanden und in allen Zweigen des Haushaltes erfahren ist, sucht, gestützt auf gute Zeugnisse, zum April er. oder auch später Stellung in einem religiösen Hause als Haushälterin. Auskunft unter L. 25 frei crtheili gefl. Herr Prediger Oppenheim in Marienwerder. 788f

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.