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Der Israelit · 1879-02-05 · Heft 6 (5.2.1879) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 6 (5.2.1879)
Date
1879-02-05
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Heransgegeben von l>r, Lehrrrarrn in Pc a l n z. Mittwoch, den 5. Februar 5639 (1879>. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens J Dogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehbren Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzcile oder deren Raum.— Ocstcrreichischc Banknoten laut Emirs. —* Ei^te Fräncozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 st. östcrr. an die^W^dition franco einzusenden. I n h a r r. Leitende Artikel: Zu Paraschath Eeschallach. — Literarischer Bericht. — Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: Teutschland: Mainz. Berlin. Eöln. — Desterr. - Ungar. Monarchie: Prag. Ungvar. Karczag. — Feuilleton: Rabbi Joselmann von Rosheim. Znhakt der ersten Beikage: Leitender Artikel: Die Israeliten in der Nrim. Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: Schwei;: Solothurn. Belgien: Brüssel. — Amerika: New-Port. - Feuilleton: Jakobine. — Zur Geschichte der Juden im bergischen Bonn. Eassel. Anhalt der Krtra-Meikage: Spenden-Berzeichnis;. Leitende Artikel. Au paraschath Weschallach. Mainz, 29. Januar. Der in der Ueberschrift genannte Wochenabschnitt erzählt uns, daß unsre Voreltern, da sie in die Wüste eintraten, von der furchtbarsten Sorge gequält wurden, woher sie ihres Leibes Nahrung nehmen sollten. Diese Sorge verwirrte ihren Sinn derart, daß sie wider Gott murrten! und bedauerten, die Fleischtöpfe Aegyptens ver-; lassen zu haben. Und doch hatte Gott ihnen schon so viele Wunder gethan und ihnen seine ausreichende Hilfe wiederholt bewiesen! So hat Er denn auch ihre Klagen gehört und ihnen Brod vom ' Himmel regnen lassen. Wir halten es in dieser Zeit der allgemeinen > Gescdäftsstockung, in der so Viele voller Sorge j der Zukunft entgegensetzen, für angemessen, von! der Sorge. der Berechtigung derselben und der! Art und Weise, wie sie gehandhabt werden soll, i zu reden. Vor allen Dingen darf uns die Sorge, auch die drängendste und quälendste, das Vertrauen auf unfern Vater im Himmel und sein liebreiches Walten nicht rauben. Sorgt Er nicht für alles Erschaffene? Aber dieses Vertrauen darf kein unj thätiges, kein lässiges Hoffen nnd Harren fein.; Die leichtsinnige Sorglosigkeit und die übermäßige ' Furcht vor künftigen Widerwärtigkeiten — beide! sind sie die Kennzeichen einer schwachen Seele. Starke Gemüther kennen die Sorge, aber sie benützen sie zur Vorsicht und zum entschlossenen Handeln für ihre Rettung. Der Schwächling verzagt und geht in dem Strom des Uebels unter, weil er in dcr Angst, von der er sich zu sehr einnehmen läßt, selbst die Rettungsmittel nicht sieht, die doch nahe genug vor ihm liegen. Auch die Sorge ist wohlthätig, denn sie bringt Ernst und Nachdenken in unser Leben; ohne sie Anstatt der zweiten Meikaqe: Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: Deutschland: Berlin.

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