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Der Israelit · 1879-01-02 · Heft 1 (2.1.1879) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 1 (2.1.1879)
Date
1879-01-02
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit. Ein Centtal-Organ für das orthodoxe Judenthnm. Herausgegeben von Dr. Lehman« in Mainz. Donnerstag, den 2. Januar 5639 (1879). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwoch-, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 ReichS-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut CourS. — Direkte Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 ReichS-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitende Artikel: Rückblick. — Der Niedergang des Reformjndenthums. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Würzburg. Würzburg. Frankfurt a. M. Lauvheim. Feuilleton: Rabbi Joselmann von Rosheim. Anhalt der erste« ZLeilage: Zeitungsnachrichten und Corrcspondenzen: Deutschland: Berlin. Hamburg. — Oest. - Ung. Monarchie: Wien. — Rumänien: Bukarest. Bukarest. — Feuilleton: Jakobine. Anhalt der zweite« Freitage: Leitender Artikel: Rabbi Mordechai Wetzlar Leitende Artikel. Rückblick. Mainz, 25. Dec. 1878. Wenn wir auf die Ereignisse des nunmehr bald verflossenen Jahres zurückschauen, so ist es vor Allem die erhabene Person unsres allverehrten Kaisers und die gegen dieselbe gerichteten zwei schändlichen Attentate, die unsre Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der Herausgeber dieser Blätter, gegewärtig mit der Geschichte des „Rabbi Joselmann von Rosheim" beschäftigt, hat dabei oft Gelegenheit, aus alten Documenten und Handschriften sich zu überzeugen, welche Liebe und Anhänglichkeit unsre Altvordern, selbst zu den Zeiten des Druckes und der Verfolgung, für Kaiser und Reich hegten. Um wie viel mehr schlagen jetzt unsre Herzen dem glorreichen Monarchen entgegen, unter dessen ruhmvoller Herrschaft wir in Ruhe und Sicherheit, unter dem Schutze einer gerechten Gesetzgebung leben! So hat denn auch jedes jüdische Herz jene Unthaten verthierter Bösewichter wie gegen sich selber gerichtet, empfunden, und die Gebete für die Genesung des geliebten BaterS des Vaterlandes stiegen mit seltener Innigkeit in allen Synagogen Deutschlands zum Allgütigen empor. Ihm sei Preis und Dank, daß Er dem deutschen Lande dieses ruhmreiche Leben erhalten und dem hohen Herrn, der so Schweres hat erdulden müssen, vollkommene Genesung geschenkt hat. Möge Seine huldreiche Vorsehung unfern gütigen, gerechten, milden und großmüthigen Kaiser ferner schützen vor Gefahr und Unbill und den Abend seines kostbaren Lebens nur sonnig und freudvoll gestalten. Kurz darauf, nachdem des ruchlosen Mörders Geschoß die geheiligte Person des Kaisers verletzt hatte, tagte in Berlin der denkwürdige Congreß, welcher einem blutigen und grauenvollen Kriege eine Ende machen sollte und in der That auch gemacht hat. Die Augen unsrer Glaubensgenossen in der ganzen Welt waren mit großer Aufmerksamkeit auf die Berathungen und Beschlüsse dieser glänzenden Versammlung der Vertreter der euro-

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