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Der Israelit · 1878-11-27 · Heft 48 (27.11.1878) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 48 (27.11.1878)
Date
1878-11-27
Page
– (sequence 19)
Language
German
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1193 ein vollkommeneres Bild von Charakter - Größe von .imonr minn nan« "n nanet läßt sich leicht nicht denken. Da war das ttr"vb ivr "pspyo zur vollen Wahrheit geworden, man konnte mit Bestimmtheit annehmen, daß jedes Wort, jede Handlung von dem Gottesgedanken geheiligt war, und wenn vielleicht Manches dem Niedriger-Stehenden unbegreiflich schien, davon war man überzeugt, der Mann hatte seine gute, heilige Absicht dabei. Die Aengstlichkeit als nvn «-p war sprüchwörtlich und das i*oo nn (Di mj/’an (D pnin ward zur leitenden Richtschnur; er durfte sich rühmen, den jnn ns» unschädlich gemacht zu haben; eine Leidenschaft, einen Trieb zum Bösen oder Sinnlichen hatte er längst nicht mehr, wie dies sein Jugendfreund, Herr Distrikts-Rabbiner Adler von Aschaffenburg, '"V'j in seiner Leichenrede so trefflich hervorhob, daß der selig Verblichene schon in seinem siebenzehnten Lebensjahre, also zu einer Zeit, da die Leidenschaften und Begierden zu ihrer größten Macht gelangen, den festen Entschluß faßte, alle sinnlichen Triebe bis zur Ohnmacht nieder zu halten, und in der That konnte er von sich sagen, daß Genußsucht, das Verlangen nach Geld und Gut für ihn längst überwundene Standpunkte seien und keinen Reiz auf ihn mehr ausüben könnten. So weit hatte er es schon in der frühesten Zeit gebracht. Und nun in dem aiv n»y, da ist ja schon so Vieles hervorgehoben worden, seine minn ran« nmiSDi war gewiß beispiellos! Daß ihm die Verbreitung der min, das min - Studium eine seiner heiligsten und ersten Aufgaben war, ist genügsam bekannt; aber mit welcher Freude er an das Studium ging und mit welchem Eifer er daran hing, das können nur Augenzeugen beurtheilen. Das war sein größter Genuß, sein Glück und seine Zufriedenheit, wenn er ungestört lernen konnte; diese minn nan« äußerte sich auch in der Behandlung der tcnip nsD, auf welche immer sein erstes Augenmerk gerichtet war, ob sie vorschriftsmäßig stehen oder liegen. Der min schloß sich gleichmäßig die moy an. SDlit einer fiets gleiten n;?a, die nie durch anderweitige Inanspruchnahme oder durch irgendwelche Vorkommnisse gestört werden konnte, stand der hl. Mann bei seiner man, mit einer ewig gleichen Ergriffenheit und Innigkeit, die gewiß jeden fremden Gedanken ausschloß. Bei seiner großen Gelehrsamkeit und seinem geheiligten Leben war er allen kabalistischen Bestrebungen in hohem Grade abgeneigt; aber auf die Wirksamkeit eines andächtigen Gebetes hielt er sehr viel und er war in allen Fällen, aufgefordert oder nicht, bereit □nn« by ^snm; es ließe sich hierin von so manchem wunderbaren Erfolg berichten, wenn es die Bescheidenheit des Mannes erlaubte. Mit welcher Freudigkeit er die msra übte, davon können ebenfalls nur Augenzeugen eine Vorstellung haben. Eben bei seinen letzten avibi naiv niso da ward seine Freudigkeit stets recht sichtbar und er sagte oft, die naiv könne nur auf Denjenigen einen angenehmen Eindruck machen, der diese n^Lv in ihrer Vollkommenheit novbi übe. Und so verhielt es sich mit allen übrigen niLv, die von Zeit zu Zeit wiederkehren, oder stete immer dieselbe Frische diesebe Freudigkeit; sie waren i^m ftetS neu. Bon seinem strengen Rechtlichkeitssinn und seiner vielseitigen Wohlthätigkeit, hatte man ja allwärts Gelegenheit zu erfahren und sich zu überzeugen; und doch läßt sich noch so manches Großartige und Nachahmungswürdige heroorheben, das gewiß mit in den Rahmen dieses großen Lebensbildes gehört. Seinem n»yo hatte er gar oft beträchtlichen Vorschuß geleistet; dann sagte er, sein ")ia-iVpv wäre ihm sein liebster am!?ya. Dutzende von Collecten und Wohlthätigkeitskassen hatte er: Seminarkasse, btnv' ^nrr-Kasse, Spitalkasse, Militärkasse, min 'irm-Kasse, nsnw 'v-Kasse rc. rc. und über alle führte er eigenhändig strengstens Buch, besorgte Einnahme und Ausgabe selbst. Wie oft übernahm er die ganze Pflege armer, leidender Personen und gar manchmal hatte die Rechnung für Kost an Kranke, an jüd. Gefangenen, an Militär Tausende betragen. Das machte ihn aber nicht verzagt, hielt ihn in seinem unbegrenzterl Vertrauen auf n'"ff nicht ab, neue Verpflichtungen einzugehen. Sein Berhältniß zur Lehrerbildungs- Anstalt ist genugsam bekannt; diese war ihm ganz besonders am Herzen gelegen, denn er erkannte am besten ihre Bedeutung für die Erhaltung unserer n:iDN, er glaubte damit eine neue Stätte für min mcm zu gründen, eine Wohlthat für die Lernenden, sowie für die Gemeinden. Und wer wollte das Großartige dieser Schöpfung. aber auch die Mühen und Sorgen, welche sie erfordert, verkennen? Doch das war ja stets sein Spruch: „Das Gute will erkämpft sein, der Dornbusch wächst allein, der edle Weinstock hingegen erfordert unzählige Mühen und Sorgen." In der That hat diese Anstalt ja schon Großartiges geleistet, hat seit ihrem 13jährigen Bestehen bereits an hundert Schüler mit dem nöthigen Wissen in min und dem Profanen versehen, sich bemüht, den Gemeinden religiöse und charaktervolle Lehrer zuzuführen, und wie so mancher würdige Zögling entfaltet jetzt eine ganz rührige Thätigkeit in seiner Gemeinde für nson mm, setzt sein Studium 'p.T'ma fort und veranlaßt auch Andere hierzu, und so bildet die Anstalt eine unberechenbar reiche Saat zu den herrlichsten Früchten auf jüdisch-religiösem

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