Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 19 (1878)
- Issue
- Heft 48 (27.11.1878)
- Date
- 1878-11-27
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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1189 Weiteres für mich im Gefolge. Oppert hatte sich, auf feine Anwesenheit in Prag fußend, einen neuen tückischen Plan ersonnen; plötzlich Erew Schwuos, Nachmittags, trat er mit der entschiedenen Forderung an mich heran, ihm meine Tochter Karoline zum Weibe zu geben — oder mich von dieser seiner Forderung durch eine große Summe loszukaufen; wenn nicht, drohte er, Simon Reding das furchtbare Geheimniß zu enthüllen, mich zu verrathen — ich wollte mich nicht schwach zeigen und wagte es in der Verzweiflung den frechen Schurken , die eben so freche Behauptung entgegenzuschleudern, daß ich ihn Lügen strafen würde, daß er keinen Beweis gegen mich erbringen könnte — und der Bube enthüllte mir nun die -ganze Tiefe seiner schwarzen Seele dadurch, daß er mir bewies, daß er kaltblütig berechnend, und weit voraussehend, stets ein Schurke gewesen! — er hatte die Enveloppe, auf welcher ich eigenhändig, in hebräischer Schrift und Sprache geschrieben: Zwölftausend Gulden deponirt bei mir von Reb Zodok Erdmann am 2. Tage Chanuko 553 der kleinen jüdischen Zeitrechnung, aufbewahrt! — Das wäre allerdings ein vollgiltiger, unwiderlegbarer Beweis gegen mich gewesen. Das Papier, von dem mir der Schurke vor achthalb Jahr gesagt, er hätte es verbrannt, befand sich als Waffe gegen mich in seiner Hand — und jetzt, wo er in der Person Simon Redings eine Unterstützung gegen mich zu finden hoffte, wollte er diese zu einer gewaltigen Erpressung, wenn diese zurückgewiesen würde, zur Rache gegen mich benützen. (Fortsetzung folgt.) A N Z E I G E N. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Jnferaten-Ntrrnahme für Frankfurt a.M. bei «/. Hauff mann, Buchhandlung , für Hamburg bei Goldschmidt % Buchhandlung in H amburg, Kohlhöfen 39, und für CölN bei £eo JVcmfc, Steinfeldergaffe 7. Baeanz. Durch erfolgten Tod unseres früheren Lehrers ist die Stelle der Synagogen-Gemeinde Wallendar am Rhein anderweitig zu besetzen, ünd zwar durch einen unverehelichten gediegenen Mann. Die Functionen sind Religionslehrer, Cantor und Schochat. Gehalt pro anno 900 Mk. mit 300— 500 Mk. und noch höher, je nach Kenntnisse, Nebeneinkommen. Bewerbungen mit Referenzen sind an den Vorstand der Synagogen-Gemeinde Wallendar a. Rh. franco zu richten. Reisespesen werden nur bei einem Engagement erstattet und zwar für die Probereise._[3213 ie Verwaltung der Levie Salomon'schen Klausstiftung zeigt hierdurch an, daß die Stelle eines KlauSrabbinerS vacant geworden ist. Bewerber, welche das 40. Jahr überschritten haben , und im Besitze gediegener talmudrscher Kenntnisse sowie einer ntrnn mm sind, belieben sich an den Unterzeichneten Administrator zu wenden. Hamburg, im Marcheschwan 5639. Moritz Wolfs. 3219] Böhmkenstraße 51. ls j?n und urw, event. auch mit Kinderunterricht verbunden, sucht ein religiöser Mann, der von einem orthodoxen Rabbiner besitzt, Stelle. Ges. Offerten sub 3211 befördert die Exped. d. Blattes.__ ir suchen pr. 1. Febr. k. I. einen unverheiratheten geprüften Elementarlehrer und Vorbeter. — Gehalt: 1000 Mark bei freier Wohnung, Licht und Heizung. Im Hebräischen erfahrene Bewerber werden bevorzugt. Hattingen a. d. R., 18. November 1878. Der Vorstand 3277J_Heinemarrn Hei«. in junger Mann, welcher eine Realschule absolvirte und daS Reifezeugniß zum einjährigen Freiwilligen besitzt, sucht in einem Bank- oder feinerem Engros-Geschäft, welches Sabbat und Feiertage geschloffen und Gelegenheit zur Vervollkommnung in französischer und englischer Correspondenz bietet, Stellung als Lehrling oder Volontair. Offerten unter B. C. Nr. 3268 besorgt die Expedition d. Bl.