Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 19 (1878)
- Issue
- Heft 45 (6.11.1878)
- Date
- 1878-11-06
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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XIX. Jahrgang. «M LS Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. HerauSgegeben von vr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 6. November 5659 (1878). Mese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwoch«, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abönnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut CourS. — Direkte Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Anhalt. Leitender Artikel: Sorgen um die Zukunft. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Oberthulba. Aus Lübeck. Aus dem Schweinfurter Gau. — Schweiz: Zürich. Frankreich: Paris. — Italien: Nom. — Rumänien: Bukarest. — Rußland: Aus Kischenerv. — Palästina: Aus Jerusalem. — Asien: Laranka. — Feuilleton: Rabbi Josrlmann von Rosheim. Anhatt der erste« zreitage: Leitender Artikel: Literarischer Bericht. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Breslau. Altona. Feuilleton: Simon Reding. Zn hakt der zweiten Aeikage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Röbel. Dresden. — Oesterr. - Ungaronarchie: Wien. Prag. Linz. — Frankreich: Paris. — Leitender Artikel. Sorgen um die Zukunft. Mainz, 3. Nov. Die tiefe Trauer, die uns bei dem Hinscheiden des großen Mannes, dem wir die ersten Artikel der beiden jüngsten Nummern dieser Zeitschrift widmeten, ergriffen hat, erfüllt noch immer unser Herz. Er ist geborgen, sein unsterblicher Geist stieg empor zum Throne der göttlichen Herrlichkeit , net? NTitp bj NrvjytD aber uns ist er verloren, nnscrm Zeitalter, das mit Stolz ans ihn blickte, der immer in den ersten Reihen stand, wann es galt, für die Bedürfnisse, für das Wohl der Judenheit und des JudenthumS zu sorgen! Wer will es uns verdenken, wenn uns bange Sorge um die Zukunft erfaßt? Aber der Prophet ruft uns in der Hapthara des kommenden Sabbats n’tcnö) zu: Warum willst Du sprechen, Jakob, und reden, Israel, es ist verborgen mein Weg vor dem Ewigen und vor meinem Gotte zieht mein Recht vorüber? Weißt Du nicht, hast Du denn nicht gehört, daß der Gott des Weltalls, der Ewige, der Schöpfer der Enden der Erde, nicht ermüdet und nicht ermattet und daß unerforschlich Seine Vernunft? Er gibt dem Müden Kraft und den Kraftlosen wird Er Kräftigung mehren. Und es werden ermüden Knaben und ermatten, und Jünglinge werden straucheln, straucheln. Die aber auf Gott hoffen, werden stets neue Kraft gewinnen, werden wie Phönix sich verjüngen, werden laufen und nicht ermüden, werden wandeln und nicht ermatten." Wir hoffen zu Gott, daß Er uns Kraft verleihen wird, die schwere Periode zu überdauern, welche gegenwärtig über das Judenthum hereingebrochen , und allen Schwierigkeiten, die sich aufthürmen, siegreich zu begegnen. . Wir hoffen zu Gott; aber düse Hoffnung ' schließt die Sorge um die Zukunft nicht aus. Nicht die Sorge, welche niederdrückt, nicht die übermäßige Furcht vor Widerwärtigkeiten, der schwache Seelen erliegen, sondern die Sorge, die