Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 19 (1878)
- Issue
- Heft 42 (9.10.1878)
- Date
- 1878-10-09
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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M 41 sa 42 XIX. Jahrgang. Der Israelit Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Hei^uSgegeben von Dr. Lehrnann in M a i n z. Mittwoch, den 9. Oktober 5639 (1878). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 ReichS-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellmrgen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreickische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. MT Wir geben heute eine Doppel-Nummer, da in nächster Woche wegen des heiligen Loubhütten-Festes lein Blatt erscheine. Die nächste Nummer wird Mittwoch, den 23. Oktober, ansgegeben. Inhalt. Leitender. Artikel: Was ist die Zeit und was verleiht derselben ihren eigentlichen Werth? — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Stuttgart. Berlin. Berlin. Colberg. — Oesterr.-Ungar. Monarchie: Czernonsttz. — Rumänien: Bukarest. — EngkM^rMndon. —^ Rußland: Petersburg. — Amerika: PWWHW^-'' Feuilleton: Rabbi Joselmann von' RosheM. ' Zrrhakt der erste« MeNKgrr - ' v Leitender Artikel: Shakspeare's „KaiHnann vonMenehig"^ Zeitungsnachrichten und CorrespondeDM^DenWßandA Berlin. Berlin. Hannover. — Frankreich?WAM Paris. — England: London. — Rußland: Aus Russisch-Polen. — Feuillelon: Rabbi Joselmann von Rosheim. Auhatt der zweite« betrage: Leitende Artikel: Hirsch's Pentateuck-Mommentar. Zeitungsnachrichten und CorrespondInzen: stDest. Ung. Monarchie: Pesth. Pesth. Pesth. — FrankreiM: Paris. Paris. — Algerien: Algier. — \ Feuilleton: Simon RevingM Inygtt der dritten Aetkage r Zeitungsnachrichten Jfcib Correspondenzen: Rumänien: Bukarest. Feuilleton: Aus dem^Leben Friedrichs des Großen. Zinhakt der Krtra-Neikager Spende«: Verzeichnisse. Leitender Artikel. Was ist die Zeit und was verleiht derselben ihren eigentüchen Werth? IV. Mainz. 2 Oct. Im Paradiese, erzählen die Weisen, steht ein Baum, der seine 12 großen Zweige über die aanze Welt ausbreitet, und die ganze Welt ruht und erquickt sich unter dem Schatten derselben. — Dieser Baum ist Israel und seine zwölf großen Aeste sind die Söhne Jakobs, die wir, die Stämme — nchtiger „die Stäbe", nennen. W».iMMbt^edeutungslos, daß ^MMde^zMW^MWWWMlche Gott »WÄHakob o^chleden; d^ttNzwWWd nicht mehr Wären, mußte das siebente-Mid detzWekkh eine Tochter werden, denn sonst wären für MM nicht zwei WAMre. geblieben; als Jakob seinen Joseph wie einen Gestorbenen beweinte, da war es nicht blos der Kummer um den geliebten Sohn, es war auch das vermeintliche Dabinschwinden der großen Gottesverheißungen, was oie Thränen des bekümmerten Vaters zweiundzwanzig Jahre lang unaufhaltsam fließen ließ; denn die zwölf Söhne Jakobs sind ein Symbol der zwölf Sternbilder, Israel repräsentirt eine ganze Welt, und Gott wird ganz in demselben Sinne nbt*, der Gott Israels genannt, wie Er n1?« p-ito Gott des Himmels und der Erde heißt. Die allgemeine Menschenliebe, die Wohlthätigkeit, die echte und rechte Bruderliebe gelangt erst zu ihrer vollkommenen Verwirklichung durch das Gottesvolk Israel. Im Alterthume schlossen sich die Völker feindlich gegen einander ab; selbst für das gebildetste Volk der alten Welt, für die Griechen waren alle Nichtgriechen Barbaren und standen ihnen außerhalb des Gesetzes, hatten weder Recht, noch Liebe, noch Milde zu beanspruchen; bei den meisten Völkern des Alterthums wurde der Fremde, der sich blicken ließ, zum Sclaven gemacht oder ermordet. Da trat Abra-