Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 19 (1878)
- Issue
- Heft 40 (2.10.1878)
- Date
- 1878-10-02
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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;j/v: 1010 Zu diesem Zwecke werden die 9 Eomits-Mitglieder eine Hauskollecte veranstalten und ohne Zweifel allerwärts willigen Herzen und offenen Händen begegnen. Ueberdies ist zu erwarten, daß die bürgerliche Stadtgemeinde, wenn einmal das Unternehmen einigermaßen gesichert ist, bereit seine werde, im Interesse des gemeinnützigen und menschlichen Zweckes einen Beitrag geben, mindestens einen Bauplatz umsonst oder zu sehr niedrigem Preise für das Hospital abzugeben. Erfreulich ist es, daß in Stuttgart nicht nur der wohlthätige Sinn wie bisser sich erhält, sondern auch der religiöse Sinn wieder erwacht, daß mit dem iDn an diesem Werke auch rnoyi mm zu erwachen scheint, wenn auch die Häupter der Gemeinde sich davon zurückzuziehen scheinen. pyrno «an, rufen wir den wackeren no«i ion ’Vdu zu! Frankfurt a. M., 27. Sept. Gestern Nachmittag 3*/2 Uhr wurden die Gebäude der Georgine Sara von Rothschild'schen Stiftung (Röderweg 97) durch den Bevollmächtigen des W. E. von Rothschild' schen Ehepaares, Dr. jur. Pfefferkorn, der neuen Administration übergeben. Der Architect Herr von Hoven geleitete die hierzu Geladenen, die Vorstandsmitglieder der israel. Religionsgesellschaft, die früheren Administratoren, Bauinspector Rügemer u. s. w. durch die verschiedenen Räumlichkeiten. Der Bau wurde im Frühjahr 1875 begonnen und im Herbst desselben Jahres unter Dach gebracht. Der innere Ausbau wurde im Laufe des Jahres 1876 soweit gefördert, daß das Gebäude im Frühjahr 1877 im Wesentlichen vollendet war. Das Hintergebäude wurde im Juli 1877 begonnen und im Juli 1878 vollendet. Das Hauptgebäude enthält im Souterrain eine Haupt- und eine Nebenküche, Dampfbad, Keller, Waschküche, Vorrathsräume, Speisezug rc., im Erdgeschoß Sitzungszimmer, Bureau, Theeküche, Badezimmer, Krankenzimmer für Männer, im ersten Stock Krankenzimmer rc. für Frauen, sowie ein Jsolirzimmer, im Dachstock die Wohnungen des Personals, Kammern, Laubhüttenzimmcr rc., sowie Hydranten. Im separaten Hintergebäude im Garten befindet sich der Desinfections-Apparat, Todtenkammer und verschiedene andere Räumlichkeiten. Das Hauptgebäude hat eine Warmwasser-Niederdruckheizung, ausgeführt von HH. Gebr. Sulzer in Winterthur. Die Ventilation der Krankenzimmer wird durch Aspiration mittelst des Heizungsschornsteins bewirkt. Die Heizung wird im Herbst durch einen über den Expansionsgefäß im Dachstock befindlichen Krahnen der Quellwasserleitung gefüllt und muß im Frühjahr wieder entleert werden; das letztere geschieht im Kohlenkeller, wo unter dem Entlecrungshahn ein in den Kanal führender Sinkkasten angebracht ist. Die elektr. Leitung, die durch das'ganze Haus geht, ist von Zander und Hoff geliefert. Außerordentlich reich sind die Vorrathsschränke ausgestattet. Fürs Erste ist das Hospital nur für 15 bis 20 Kranke eingerichtet; eventuell können durch Zuhilfenahme der sehr geräumigen Rekonvaleszentenzimmer und anderer nicht unumgänglich nöthigen Räume vorübergehend auch eine größere Zahl untergebracht werden. Der Arzt der Anstalt ist Herr Dr. Hirsch, Assistenzarzt Herr Dr. Schmidt. Zur Unterhaltung des Hospitals wird Herr Baron Wilhelm von Rothschild jährlich 30,000 M. zur Verfügung stellen. Nächsten Dienstag werden die Patienten aus dem bisherigen Gebäude am Unterweg nach dem Neubau übergeführt werden. China. Im eigentlichen China, fo groß dieses Reich auch ist, finden sich, wenn man von den Küstenftätzten absieht, wo jetzt einige englische und amerikanische Juden wohnen, kaum ein Dutzend israel. Familien, die in der Stadt Kai-fong-fu in den ärmlichsten Verhältnissen leben. In China kennt man die Juden daher gar nicht und nur die Gelehrten daselbst wissen von der Existenz derselben und nennen sie gewöhnlich „Leh-tze-kin" (die Adernausschneider), weil das mosaische Gesetz den Genuß der Adern verbietet. Uebrigens unterscheiden sich diese jüd. Familien in Kai-fong-fu nur wenig mehr von den Chinesen, mit deney sie Sprache und Kleidung gemein haben. ANZEIGEN. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. (Lin junger Mann, der bisher als Schächter und , Stelle. Nähere Auskunft ertheilt Lehrer u. Vorsänger Religionslehrer, ungeprüft, fungirt hat und dem; M. Cohn, Hengstfeld Post Wallhaufen, gute Zeugnisse zur Seite stehen, sucht eine passende VVnrttemherg (2900